Rezension

Leah Rae Miller – Flirt mit Nerd


Kurzbeschreibung
Was macht einen eigentlich zum Nerd? Na klar, heimlich Comics lesen im Bett. Zumindest fängt es so an, glaubt Maddie – blond, beliebt und Freundin des heißesten Footballstars der Schule. Manche Dinge bleiben also besser geheim. Das funktioniert auch ganz gut, bis zu dem Tag, als ihr Lieblings-Comic es nicht in ihren Briefkasten schafft. Maddie muss ernsthaft höchstpersönlich in den freakigen Comic-Laden in der Stadt. Wenn das ihre Freundinnen wüssten! Incognito, mit Riesen-Sonnenbrille und Kapuze, trifft sie dort aber Logan, den süßesten, tollsten Nerd überhaupt. Für Maddie beginnt ein verrückter Sommer voller Flirts und Versteckspiele! ~ Quelle

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Meine Meinung
„Flirt mit Nerd“ von Leah Rae Miller wurde mir bereits vor einigen Wochen empfohlen. Da mich das Cover jedoch ein wenig abgeschreckt hat, hat es ein wenig gedauert, bis ich dem Buch tatsächlich eine Chance geben wollte. Das Buch passt jedoch perfekt in den Sommer und somit habe ich es dann doch spontan in die Hände genommen und fast in einem Rutsch gelesen.

Die Autorin hat hierbei ein wahres Paradies für Nerds geschaffen: Stapelweise Comics, Live Rollenspiele, eine Nerd Convention und jede Menge kleine Details aus Star Wars und anderen Serien und Filmen aus dem Sci-Fi-Bereich. So unterhaltsam ich dies zum Großteil auch fand, so muss man sich beim Kauf immer bewusst sein, dass dies vielleicht nicht jedermanns Sache sein könnte. Die Live Rollenspiele wurden mir z.B. viel zu ausführlich beschrieben, sodass ich mich da schon ein wenig gelangweilt habe. Ansonsten ist die Geschichte aber eine typische Sommergeschichte: Leicht und locker, geschmückt mit ein wenig Bauchkribbeln und der typischen Frage, was sich nach dem Sommer alles verändern wird. Dazu wurden die Figuren zum Großteil sehr gut ausgearbeitet. Was jedoch gar nicht geht, sind Fehler bei den Namen, was jedoch an der Übersetzung und nicht an der Autorin selbst liegt. So wird Maddies Freund Eric mal mit „c“ und mal mit „k“ geschrieben, was mich dann doch sehr irritiert hat.

Maddie hat mir zwar ehrlich gesagt nicht immer gefallen, da sie sich eine Scheinwelt aufgebaut hat und aus dieser absolut nicht ausbrechen möchte und dadurch oftmals sehr egoistisch und oberflächlich wirkt, allerdings merkt man auch schnell, dass mehr in ihr steckt. Gleiches gilt für Logan, der zunächst nur als Nerd dargestellt wird. Dies ist er zwar in der Tat, allerdings auf sehr liebenswerte Art und Weise, denn er ist außerdem sehr authentisch, bodenständig und intelligent, sodass ich ihn gerne kennen gelernt habe. Auch sein bester Freund Dan hat mir sehr gefallen. Dieser ist ebenfalls Nerd durch und durch und konnte mich mit seiner oftmals sehr saloppen Sprache begeistern. Hier fand ich es auch immer wieder erfrischend, wie er mit Maddie umgeht, denn so lernt sie auch immer mehr zu sich selbst zu stehen. Die anderen Figuren wie z.B. Maddies Freund Eric, ihre beste Freundin oder auch Logans Familie sind ebenfalls gut ausgearbeitet, allerdings nicht immer sympathisch.

Besonders schön ist hier auch, dass nicht nur eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht, sondern auch die Frage, wer man selbst ist. Hier hat besonders Maddie ein Problem mit sich selbst, da sie nicht zu sich selbst steht und dafür sich und andere belügt, nur um weiterhin beliebt und anerkannt zu sein. Jedoch versucht sie immer mehr zu sich zu stehen und somit auch zu Logan, der immer sehr offen mit seinen Hobbies umgegangen ist und sich vor niemanden verstecken muss. Es ist von daher sehr interessant, welche Entwicklung Maddie durchmacht und sie mir dadurch auch immer sympathischer wurde, denn anfangs hatten wir es wahrlich nicht leicht miteinander.

Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt überhaupt nicht. Zugegeben, es ist ganz niedlich, passt für mich aber so gar nicht zur Thematik. Hier wäre es deutlich schöner gewesen, wenn man zumindest ein paar Stapel von Comicheften oder sonstiges mit hineingebaut hätte. Ich denke jedoch, dass viele andere Leser das Cover aufgrund der Farben dennoch sehr mögen werden. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen vollkommen in Ordnung und fasst das Buch gut zusammen.

Insgesamt ist „Flirt mit Nerd“ eine süße Sommergeschichte, die mich zum Großteil sehr unterhalten konnte. Zwar wurde hier und da zu viel über das Thema Live Rollenspiel erzählt, aber solange man sich auf dieses Thema einlassen kann, dürfte man bei dieser Geschichte großen Spaß haben. Ich kann das Buch nur empfehlen.

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Ein Kommentar zu „Leah Rae Miller – Flirt mit Nerd

Meinung? Immer her damit. :)

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