Rezension

James Hankins – Brothers and Bones: Blutige Lügen


Kurzbeschreibung
»Danke, Wiley.« Vier Silben, die das Leben des jungen Staatsanwalts Charlie Beckham von Grund auf verändern. Denn den Spitznamen, bei dem ihn der Obdachlose in der U-Bahn nennt, kannte nur einer – sein Bruder Jake. Der investigative Journalist verschwand vor vielen Jahren spurlos. Weiß der Fremde, was damals mit ihm passierte? Ist Jake vielleicht sogar noch am Leben? Charlies Suche führt ihn in die finstersten Gassen Bostons, denn nur die skrupellosesten Männer der Stadt können ihm Antworten auf all seine Fragen geben… ~ Quelle

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Meine Meinung
Thriller haben es bei mir in letzter Zeit wirklich schwer, denn ich habe festgestellt, dass ich bei dem Genre immer wählerischer werde und nur noch von wenigen Thrillern wirklich begeistert bin. „Brothers and Bones: Blutige Lügen“ klang jedoch mal wieder nach einer sehr guten und spannenden Geschichte, sodass ich James Hankins‘ neuestes Werk eine faire Chance geben wollte.

Der Autor hat mit Sicherheit Talent und konnte dies zum Großteil hier auch unter Beweis stellen. Problem ist jedoch, dass die Geschichte oftmals viel zu langatmig erzählt wird, sodass man manchmal das Gefühl bekommt, dass die Geschichte auf der Stelle steht und einfach nichts passiert. Es war zwar nicht unbedingt langweilig, allerdings habe ich mir deutlich mehr Spannung gewünscht, die bei den vielen Umschreibungen und Erklärungen leider deutlich flöten ging.

Gleiches gilt leider auch für die Dialoge, die einfach so vor sich hinplätschern. Ich bekam hierbei oftmals das Gefühl, als würden sich sämtliche Figuren grundlegend langweilen, denn hier fehlt bei den Dialogen die nötige Pfiffigkeit. Dennoch sollte man sich von der Kritik nicht verschrecken lassen, denn der Autor hat hier tatsächlich sein Können bewiesen. Hätte er nur ca. einhundert Seiten weggelassen und dafür alles etwas actionreicher und schneller erzählt, hätte die Geschichte deutlich mehr Biss gehabt.

Obwohl mir keine der Figuren wirklich sympathisch war, muss ich dennoch sagen, dass der Autor diese gut ausgearbeitet hat. Man lernt sie zwar nicht unbedingt gut kennen, allerdings habe ich dies hierbei auch nicht erwartet, sodass mir die Beschreibung von ihnen vollkommen ausgereicht hat. Charlie, der hier als eine Art Held dargestellt wird, ist ganz nett, allerdings hat mir bei ihm als Staatsanwalt die nötige Härte und der Biss gefehlt. Dennoch habe ich die Suche nach seinem Bruder Jake sehr gerne verfolgt, auch wenn diese oftmals zu ausschweifend war. Allerdings wird die Suche nach ihm wirklich gut und authentisch dargestellt, sodass mir die Geschichte im Großen und Ganz ganz gut gefallen hat.

So sehr ich auch die Langatmigkeit stellenweise kritisiert habe, muss ich sagen, dass mir die Auflösung am Ende ganz gut gefallen hat. Hier hat der Autor noch einmal alles gegeben und gezeigt, was er tatsächlich drauf hat. Eine schnelle Auflösung mit vielen Antworten, so habe ich es mir gewünscht und so habe ich es auch bekommen. Schade, dass es nicht das gesamte Buch über so verlaufen ist.

Das Cover ist ein richtiger Hingucker und hat mich direkt angesprochen. Besonders die Farbgestaltung hat mir sehr gefallen. Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die meiner Meinung nach sehr gelungen ist und die Geschichte äußerst spannend präsentiert.

Insgesamt hat mir „Brothers and Bones: Blutige Lügen“ ganz gut gefallen, auch wenn ich leider zugeben muss, dass die Geschichte dann doch weit weniger spannender und langatmiger war, als ich im Vorfeld erhofft habe. Dennoch: Fans des Genres und diejenigen, die sich für die Mafia interessieren, sollten unbedingt einen Blick auf das Buch werfen.

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Ein Kommentar zu „James Hankins – Brothers and Bones: Blutige Lügen

Meinung? Immer her damit. :)

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