Rezension

Claudia Toman – Wunschblüten


Kurzbeschreibung
Eine taffe Computerspezialistin stillt ihren mitternächtlichen Hunger in einem japanischen Restaurant auf ihrem Nachhauseweg, das ihr mysteröserweise vorher nie aufgefallen ist. Dort trifft sie auf einen Herrn, der ihr Fragen stellt und sie Antworten suchen lässt, die alles andere als gewöhnlich sind… ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich habe bereits einige Bücher von Claudia Toman gelesen und war bislang fast immer begeistert. Da ich auch schon zwei Kurzgeschichten von ihr gelesen habe, durfte auch „Wunschblüten“ von der Autorin nicht fehlen und ich habe die Geschichte in einer ruhigen Minute relativ schnell ausgelesen gehabt.

Obwohl man hier gerade einmal knapp dreißig Seiten geboten bekommt, hat die Autorin jede noch so kleine Zeile ausgenutzt, um die Geschichten voranzutreiben, sodass man die Figur Katha trotz der Kürze gut kennenlernt und direkt erkennen kann, was in ihrem Leben genau schief läuft. Neben der gut ausgearbeiteten Protagonistin gibt es auch gut geführte Dialoge und einen angenehmen Schreibstil, der sich locker-flockig weglesen lässt.

Katha ist selbständig und betreibt einen kleinen Laden, bei dem sie Computerprobleme aller Art löst. Dabei steht sie ständig unter Druck, steht meistens bis 22/23 Uhr im Laden und das Wort „Freizeit“ kennt sie quasi nur von anderen Menschen. Für sie gibt es nur den Laden und alles andere muss mal freiwillig, mal weniger freiwillig hinten anstehen. Als sie jedoch eher zufällig ein neues japanisches Restaurant mitten in Wien entdeckt und sie dieses nichtsahnend betritt, scheint sich ihr Leben zu ändern, denn sie bekommt die einmalige Gelegenheit, einen Wunsch zu äußern, der sich tatsächlich erfüllen kann. Einzige Bedingung: Sie muss es wirklich wollen und dadurch auch mal ihre Arbeit hinten anstellen…

Interessant ist hierbei, dass die Geschichte zwei unterschiedliche Enden hat. Dabei kann sich der Leser entweder für eine Variante entscheiden oder beide lesen. Ich habe natürlich beide gelesen und muss sagen, dass eines schon sehr bedrückend war, während mir das andere Ende ein Lächeln auf die Lippen zaubern konnte. Dabei beschreibt die Autorin auch sehr eindringlich, was passieren kann, wenn man die falschen Entscheidungen trifft und nicht auf sich selbst achtet.

Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt perfekt in den Frühling, aber auch zur Geschichte selbst, denn auch dort spielt ein solcher Baum eine wichtige Rolle. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen.

Insgesamt konnte mich Claudia Toman mit ihren „Wunschblüten“ mit interessanten Figuren und zwei verschiedenen Enden überzeugen und auch überraschen, sodass ich diese knapp dreißig Seiten starke Kurzgeschichte nur empfehlen kann.

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Ein Kommentar zu „Claudia Toman – Wunschblüten

Meinung? Immer her damit. :)

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