Rezension

Jana Voosen – Nach mir die Sintflut

Kurzbeschreibung
„Die Geschichte, die Sie nun lesen werden, könnte Sie ganz schön überraschen – denn im meistverkauften Buch der Welt wird sie etwas anders erzählt. Das liegt daran, dass die Autoren nicht dabei waren, ganz im Gegensatz zu mir…“
Wie es wirklich war: Die Geschichte der Sintflut und der Arche Noah erzählt aus Sicht der beiden jungen Männer Elias und Raphael.
~ Quelle

Hier kann das Ebook gekauft werden!

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Meine Meinung
Ich habe bereits einige Romane von Jana Voosen gelesen. Da mir diese immer gut bis sehr gut gefallen haben, war ich auf ihre Kurzgeschichte „Nach mir die Sintflut“ ganz besonders gespannt und musste das Ebook direkt lesen. Leider hat sich die Geschichte für mich nicht gelohnt, denn sie wirkte auf mich zu aufgesetzt und zu überspitzt, sodass ich am Ende fast schon erleichtert war, dass die Geschichte nur so kurz war.

„Nach mir die Sintflut“ gibt es sowohl als Kurzgeschichte einzeln zu kaufen, als auch in der Chick-Lit Anthologie „Anne Hertz & Friends“. Obwohl mir der Schreibstil von der Autorin bislang immer sehr zugesagt hat, konnte mich die Autorin mit ihrer knapp 17-seitigen Kurzgeschichte leider gar nicht begeistern. Die Dialoge wollten für mich so gar nicht zur Geschichte passen, die Entscheidungen, die hierbei getroffen wurden, sind oftmals so ideenlos, dass ich nur ein müdes Lächeln übrig hatte.

Die Idee an sich, hier einfach mal die „wahre“ Geschichte der Arche Noah, bzw. der Sintflut zu erzählen, fand ich ja noch interessant, die Umsetzung selbst hat mir jedoch leider nicht gefallen. Es ist zwar nett, dass man sich mit der Sintflut befasst hat, allerdings fand ich die Figuren dabei alles andere als gelungen. Wer die Bibel gelesen hat, weiß genau über Noah und seine Beweggründe Bescheid, von daher möchte ich da gar nicht zu genau drauf eingehen. Während Noah noch halbwegs gelungen ist, kam ich mit Elias und Raphael leider gar nicht auf einen Nenner. Beide Männer, Anfang 20, waren so naiv, dass es fast schon weh tat. Elias sieht zum ersten Mal eine Frau, die er begehrt – natürlich verheiratet – und sofort denkt er, dass sie ihn lieben würde, obwohl sie zuvor vielleicht zwei Sätze gewechselt haben.

Auch das Ende konnte mich mit der Geschichte leider nicht versöhnen, denn auch hier wirkte alles viel zu naiv und verlief eindeutig zu schnell, sodass ich mich trotz der anfangs interessanten Thematik leider gar nicht mit der Geschichte anfreunden konnte.

Das Cover ist hübsch anzusehen, passt aber optisch rein gar nicht zur Geschichte. Dies ist jedoch nicht unbedingt ein großer Kritikpunkt, da das Cover dem Buch „Anne Hertz & Friends“ angepasst ist. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich die Geschichte direkt lesen musste.

Insgesamt konnte mich Jana Voosen mit ihrer Kurzgeschichte „Nach mir die Sintflut“ aufgrund der teilweise unsympathischen Figuren leider nicht begeistern. Da ich aber weiß, dass die Autorin es deutlich besser kann, werde ich auch weiterhin noch hoffentlich viele Romane von ihr lesen. Von dieser Kurzgeschichte sollte man jedoch Abstand nehmen.

2 Kommentare zu „Jana Voosen – Nach mir die Sintflut

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