Rezension

Abbi Glines – Befreit (Chance #2)

Kurzbeschreibung
Grant hat um Harlows Herz gekämpft, und er hat ihr bewiesen, dass sie ihm vertrauen kann. Da er längst nicht mehr der Playboy ist, für den alle ihn halten, hat Hallow sich schließlich auf ihn eingelassen. Sie hat all die neuen Gefühle und Wünschen zugelassen, die er ihn ihr weckt. Beinahe scheint es so, als könnten sie zusammen glücklich werden. Doch obwohl sie Grant vertraut, hat Harlow ein Geheimnis für sich behalten. Ein Geheimnis, das alles für immer verändern könnte und eines Tages alles zerstören wird… ~ Quelle

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Meine Meinung
Abbi Glines hat es innerhalb weniger Monate in die Top 5 meiner absoluten Lieblingsautoren geschafft, insofern musste ich nach „Begehrt“, dem ersten Band der „Chance“-Dilogie auch unbedingt den zweiten Band lesen. Nachdem der erste Band hochdramatisch geendet ist, waren meine Erwartungen an die Fortsetzung besonders hoch und ich bin froh, dass mich die Autorin wieder einmal begeistern konnte.

Der lockere und leichte Schreibstil hat mich wieder einmal überzeugt. Zwar wirkt die Autorin bei einigen (erotischen) Szenen oftmals noch unbeholfen, allerdings finde ich dies besonders sympathisch. Die Dialoge wirken dagegen immer authentisch, wenn auch manchmal sehr kitschig, aber genau das mag ich so sehr an den Büchern, die in Rosemary Beach spielen. Gleichzeitig gibt es wieder jede Menge Drama, Herzschmerz und Entscheidungen, die das Leben von Grund auf verändern können. Dazu machen die Charaktere eine gute und authentische Weiterentwicklung durch, sodass ich fast alle von ihnen (erneut) ins Herz schließen konnte.

Harlow und Grant sind einfach zuckersüß zusammen. Ich mag beide Figuren sehr, auch wenn ich es manchmal sehr erschreckend finde, wie weltfremd Harlow stellenweise noch durchs Leben geht. Sie gewinnt zwar aufgrund ihrer Schwangerschaft immer mehr an Selbstvertrauen und traut sich gewisse Dinge immer mehr zu, allerdings wirkt sie auch manchmal recht hilflos, da sie stellenweise glaubt, nicht gut genug für Grant zu sein. Durch ihre Krankheit ist sie zwar nie wirklich gehandicapt, wird jedoch ständig wie ein rohes Ei behandelt, was nicht nur sie stört, sondern meistens auch den Leser. Grant macht dagegen eine Wandlung durch, die wirklich respektabel ist. So ist aus dem früheren Womanizer ein zuvorkommender und fürsorglicher Mann geworden, der sich nicht nur um Harlow kümmert, sondern auch Verantwortung übernimmt und keine Angst vor der Zukunft hat – auch wenn er dabei stets im Hinterkopf hat, dass er Harlow während der Schwangerschaft verlieren könnte.

Einzig und allein der ständige Vergleich mit Rush hat mich mit der Zeit genervt. Ständig heißt es, dass Grant einst wie Rush war und er genau wie Rush nie mit so einem Wandel gerechnet hätte, usw. Es ist mir klar, dass mit Rush alles angefangen hat und er in den „Rosemary Beach“-Büchern deswegen immer eine große Rolle spielen wird, dennoch waren mir die Vergleiche einfach etwas zu viel, denn Grant ist immerhin ein eigenständiger Charakter.

Die anderen Figuren, wie z.B. Harlows Vater Kiro oder auch ihr Bruder Mase, haben mir sehr gut gefallen und man hat eine neue Seite von ihnen kennengelernt. Besonders Kiro, der sonst so harte Rocker, konnte mich mit seiner gefühlvollen Art überzeugen. Hier passt die Aussage „Harte Schale, weicher Kern“ wie die Faust aufs Auge und somit konnte ich ihn nur ins Herz schließen. Interessant ist auch, dass Nan erstmals selbst zu Wort kommen darf und man in einem Kapitel ihre Gedanken und Gefühle kennen lernen darf. Auch wenn ich sie für ihr Verhalten immer noch nicht mag, kann ich ihre Beweggründe mittlerweile nachvollziehen. Dennoch wird sie niemals zu meinen Lieblingen gehören, denn dafür ist sie mir dann doch zu unsympathisch und zu künstlich.

Besonders schön empfand ich die Liebesgeschichte zwischen Harlow und Grant, sowie den Verlauf der Schwangerschaft. Harlow möchte ihr Baby trotz aller Risiken austragen und stellt sich dabei nicht nur gegen ihre Familie, sondern auch gegen Grant. Während fast alle zu einer Abtreibung raten, entpuppt sich Harlow als Kämpferin, die wie eine Löwin um sich und ihr ungeborenes Baby kämpft. Dabei beginnt auch Grant langsam Gefühl für das Baby zu entwickeln, ohne sich dessen jedoch bewusst zu sein. Es ist von daher wirklich schön zu sehen, wie er sich immer mehr auf seine Zukunft einstellt und Hoffnung schöpft. Zwar wird hierbei vieles sehr kitschig und oftmals auch klischeehaft beschrieben, aber dennoch konnte ich das Buch kaum aus den Händen nehmen, weil die Geschichte mich einfach nicht losgelassen hat.

Die Covergestaltung passt sich sehr gut dem ersten Band an, das Paar auf dem Cover wirkt vertraut und ihre Haltung ist sinnlich. Mir gefällt diese Konstellation wirklich sehr, sodass ich dem Verlag hierfür nur ein Kompliment aussprechen kann. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, klingt jedoch weitaus dramatischer, als es am Ende tatsächlich ist.

„Befreit“ ist insgesamt eine würdige Fortsetzung von „Begehrt“. Grant und Harlow haben nicht nur eine wunderschöne, sondern auch hochemotionale Geschichte erhalten, die mich das ein oder andere Mal sehr berühren konnte. Ich freu mich darauf, die beiden Protagonisten in anderen Geschichten erneut erleben zu dürfen – wenn auch nur noch als Nebenfiguren. Für Fans von Abbi Glines wie immer ein absolutes Muss!

Reihenfolge
Begehrt
Befreit

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