Rezension

Jenny Han/Siobhan Vivian – Feuer und Flamme (Burn for Burn #2)

Kurzbeschreibung
Lillia, Kat und Mary haben einen Pakt geschlossen: Gemeinsam wollen sie es denen heimzahlen, die ihnen früher einmal Unrecht angetan haben. Die erste Racheaktion der Mädchen ging leider ziemlich schief, aber Mary lässt der Verrat, mit dem Reeve sie vor vielen Jahren in die Verzweiflung trieb, einfach keine Ruhe. Ihr neuer Plan ist perfekt: Lillia macht sich an Reeve heran und dann bricht sie ihm das Herz. So wie er Mary damals das Herz gebrochen hat. So wird es vereinbart. Und so könnte es funktionieren – vorausgesetzt, es kommen keine Gefühle ins Spiel. ~ Quelle

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Meine Meinung
Bücher von Jenny Han haben es mir bereits seit einer ganzen Weile besonders angetan. Dank der „Burn for Burn“-Trilogie, die sie in Zusammenarbeit mit Siobhan Vivian geschrieben hat, bin ich auch gleichzeitig auf Siobhan Vivian aufmerksam geworden, sodass diese Trilogie einer meiner Neuentdeckungen im Jahr 2014 ist.

Nachdem mich der erste Band bereits schwer begeistern konnte, waren meine Erwartungen an den zweiten Band enorm hoch und ich hatte zunächst befürchtet, dass sich „Feuer und Flamme“ als ein eher typischer Mittelteil entpuppen könnte: Nett, aber lediglich nur eine kleine Vorbereitung auf den letzten Band. Zum Glück habe ich mich geirrt, denn „Feuer und Flamme“ bietet eine enorme Weiterentwicklung bei den Figuren, interessante Weiterführungen von den Racheplänen und jede Menge Spannung.

Der Schreibstil ist gelungen und sprüht nur so vor lauter Spannung, Drama und den typischen Problemen im Leben eines Teenagers. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, die Dialoge sind mit Witz und einem gewissen Grad an Ernst gespickt und dazu wird das Buch erneut aus drei Sichten erzählt. So kommen Kat, Mary und Lillia gleichermaßen zu Wort, wobei ich den Part von Kat immer noch besonders interessant finde, da sie die meiste Vielseitigkeit besitzt. Gleichzeitig werden der Geschichte noch Mystery-Anteile verabreicht, sodass man hierbei gleich doppelt überrascht wird, denn der Cliffhanger am Ende hat es in sich.

Im zweiten Band haben sich die Charaktere enorm weiterentwickelt. Besonders Mary macht eine gute Entwicklung durch, die jedoch auch sehr verwirren kann, denn obwohl man ihre Gefühle und Gedanken sehr gut kennen lernt, war sie für mich nie so ganz greifbar, was ich mir selbst nicht erklären konnte. Durch das Ende wurden jedoch schon einige Fragen beantwortet, sodass ich bereits da schon so manches besser nachvollziehen konnte. Kat ist kaltschnäuzig wie immer, dabei jedoch auch sehr liebenswert, sodass sie in diesem Band schon beinahe die gute Seele darstellte. Mit Lillia konnte ich dagegen leider immer noch nicht viel anfangen. Sie wirkt auf mich einfach oft herablassend und viel zu verwöhnt. Obwohl sie immer wieder betont, dass sie nicht so wie die anderen Jugendlichen aus der Clique ist, beweist sie doch immer wieder, dass sie genauso oberflächlich und arrogant sein kann, womit ich nur selten klar kam. Ich hätte ihr gerne eine Seite gegönnt, bei der sie auch mal selbstlos gewirkt hätte, doch leider ist dies nicht wirklich eingetroffen.

Auch die anderen Mitglieder der Clique, wie z.B. Reeve, Rennie oder auch Alex sind zwar an sich interessant, aber allesamt egoistisch und so dermaßen von sich selbst überzeugt, dass es fast schon weh tut. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich bei Alex manchmal das Gefühl habe, dass er eigentlich gar nicht zur Clique gehören möchte und noch viel mehr in ihm steckt. Hoffentlich wird sich dieser Eindruck im dritten Band bewahrheiten.

Die Racheaktionen, die sich Lillia, Mary und Kat ausdenken, sind stellenweise recht absurd und keine der drei Mädchen weiß anscheinend, wann Schluss ist, aber dennoch mochte ich diese überspitzten Reaktionen, denn von diesem Drama lebt die Geschichte praktisch. Interessant ist dabei auch, wie besonders Reeve auf einige der Aktionen reagiert und sich immer mehr öffnet. Dies macht ihn zwar nicht unbedingt sympathischer, jedoch erfährt man so einiges über ihn, was ebenfalls der Geschichte weiterhilft.

Das Ende ist verdammt gut gemacht, ich hatte Gänsehaut und wollte das Buch gar nicht aus den Händen legen. Es haben sich aufgrund des heftigen Cliffhangers innerhalb von Sekunden sehr viele Fragen in meinem Kopf gebildet und ich hätte am liebsten schon sofort die Antworten, allerdings werde ich mich da leider noch gedulden müssen.

Das Cover gefällt mir gut und passt sich dem ersten Band an. Hier bin ich besonders froh, dass man weiterhin an den Originalcovern festhält und nichts eigenes entworfen hat. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt zum Kauf animiert.

Insgesamt ist „Feuer und Flamme“ mit seinen vielseitigen Figuren und einem interessanten Plot ein gelungener Mittelteil der „Burn for Burn“-Trilogie und ich kann es nach diesem Cliffhanger kaum noch erwarten, den dritten Band „Feuer und Flamme“ zu lesen. Leider muss man sich noch bis März 2015 gedulden. Wer noch kein Buch von Siobhan Vivian oder Jenny Han gelesen hat, hat definitiv etwas verpasst und sollte dies dringend nachholen.

Reihenfolge
Auge um Auge
Feuer und Flamme
Asche zu Asche

2 Kommentare zu „Jenny Han/Siobhan Vivian – Feuer und Flamme (Burn for Burn #2)

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