Rezension

Lisa J. Smith – Die Versuchung (Der magische Zirkel #6)

Kurzbeschreibung
Eine dunkle Macht droht, den Hexenzirkel zu zerstören. Wird Cassie ihre magische Liebe opfern, um das Überleben der Hexen zu sichern? Noch nie zuvor hat Cassie sich so einsam gefühlt: Der Zirkel ist im Bann einer bösen Macht, besessen von jahrhundertealten Geistern – den Ahnen von Black John. Cassie weiß, dass nur sie selbst den Zirkel vor dem Untergang bewahren kann. Doch das Risiko ist hoch, denn der Schlüssel zur Erlösung liegt in Black Johns Buch der Schatten. Verzweifelt nimmt Cassie den Kampf auf – und wird auf eine harte Probe gestellt: Ist ihre Liebe zu Adam stark genug, um der gefährlichen Versuchung zu widerstehen? ~ Quelle

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Meine Meinung
Das ist es also. Endgültig! Das Ende des magischen Zirkels. Nachdem „Der magische Zirkel“ eigentlich nur als Trilogie angedacht war und nach mehr als zehn Jahren der vierte Band erschienen ist, war ich zunächst skeptisch, allerdings haben mich der vierte und der fünfte Band so begeistert, dass ich mich auf den sechsten Band sehr gefreut habe. Die Erwartungen waren nach dem bösen Cliffhanger des fünften Bandes enorm hoch und somit habe ich mich sofort auf das Buch gestürzt.

Obwohl auch dieser Band wieder nur von einem Ghostwriter geschrieben ist, merkt man hier dennoch, dass Lisa J. Smith trotz allem noch greifbar ist, denn ihre angefangene Geschichte wurde bestens weitergeführt, sodass man ihre Handschrift trotz allem noch erkennen kann. Die Geschichte knüpft unmittelbar am Ende von „Die Hexenjagd“, dem fünften Band, an und zeichnet auf, wie es Cassie nach dem vorläufigen Verlust ihres Zirkels geht. Dabei ist es besonders interessant zu beobachten, wie sie handelt, denn normalerweise hat sie sich viel zu häufig anderen Leuten untergeordnet, sodass man sie nun erstmalig vollständig und eigenhändig handeln sieht. Interessant ist dabei auch, von dem sie überraschenderweise Hilfe erhält und welches Schicksal dabei tatsächlich in ihren Händen liegt.

Cassie beweist in diesem Abschlussband eine Menge Mut, sammelt mächtig Selbstvertrauen und erkennt, dass sie trotz einiger Differenzen tatsächlich nur mit dem Zirkel existieren kann. Auch der Rest des Zirkels, der in diesem Band anfangs nur eine kleine Rolle spielt, entwickelt sich sehr gut weiter und hält auch dann zusammen, wenn man es nicht mehr für möglich hält. Eine weiterhin sehr wichtige Rolle spielt auch Cassies Schwester Scarlett. Sicherlich kann man von ihr und ihrem Verhalten halten, was man möchte, mir hat sie trotz ihrer Taten oftmals sehr leid getan, da man recht schnell durchschauen kann, weshalb sie so manche Tat überhaupt erst gemacht hat. Umso interessanter waren dabei dann auch die Gespräche zwischen den beiden ungleichen Schwestern und welch unterschiedliche Ziele sie verfolgen. Wirklich enttäuschend fand ich lediglich wieder einmal Adam. Ich kann einfach nicht verstehen, was Cassie und andere Menschen in ihn finden, denn im Prinzip ist er absolut durchschnittlich und weder ein Bad- noch ein Sunnyboy. Seine Entscheidungen sind fragwürdig, wirklich sympathisch ist er auch nicht und Cassie könnte durchaus einen anderen Mann finden, der sie besser behandeln würde.

Sehr interessant und vor allem intensiv fand ich dagegen Cassies Familiengeschichte. Obwohl ihr Vater Black John in dieser Reihe schon oft thematisiert wurde und auch sein Buch der Schatten stets ein wichtiges Element darstellt, empfand ich ihre anderen Vorfahren und was diese bewirkt haben, oftmals noch interessanter, sodass hierbei auch historische Ereignisse eine wichtige Rolle spielen.

Das Ende ist dagegen reine Geschmacksache. Sicherlich ist dies für den Großteil der Leser ein netter und lückenloser Abschluss, mit dem jeder leben kann. An sich finde ich das Ende auch okay, allerdings hätte ich mir hierbei noch mehr Drama und die ein oder andere Träne gewünscht. Zwar werden fast alle Fragen nahezu vollständig beantwortet, jedoch konnte mich so manche Konstellation am Ende nicht so wirklich überzeugen, aber dies ist ja zum Glück Geschmacksache und kann den ansonsten sehr guten Eindruck nicht schmälern.

Das Cover ist wieder einmal wunderschön anzusehen und passt sich den anderen Bänden an – auch wenn besonders die letzten drei Cover deutlich moderner aussehen, was jedoch auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt, wann der dritte und der vierte Band erschienen sind. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und fasst das Szenario sehr gut zusammen.

Insgesamt ist „Die Versuchung“ ein gelungener und spannender Abschluss einer wunderbaren und phantastischen Reihe, die mir über Jahre hinweg großen Spaß bereitet hat. Ich hätte mir zwar einen anderen, dramatischeren Schluss gewünscht, allerdings wurde hier auch eine Auflösung gewählt, mit denen die meisten Leser leben können. Ich werde Cassie und Co. vermissen und kann diese Reihe nur jedem Leser ans Herz legen.

Reihenfolge
Die Ankunft
Der Verrat
Die Erlösung
Der Abgrund
Die Hexenjagd
Die Versuchung

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