Rezension

Abigail Gibbs – Dinner mit einem Vampir (Dark Heroine #1)

Kurzbeschreibung
Diese Nacht verändert Violets Leben für immer: Mitten auf dem Trafalgar Square in London geschieht ein furchtbarer Mord, und die 18-Jährige ist die einzige Augenzeugin. Erfolglos versucht sie, vor den Tätern zu fliehen – und wird in ein abgelegenes Herrenhaus verschleppt, das von nun an ihr Gefängnis ist. Doch Violets Kidnapper sind keine Menschen, sondern Vampire, faszinierend und todbringend zugleich. Der charismatische Blutsauger Kaspar hat besondere Pläne mit Violet, denn sie ist Teil einer gefährlichen Prophezeihung. Wird sie sich Kaspar hingeben, um zur sagenumwobenen dunklen Heldin zu werden – oder hat er Violets Mut unterschätzt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen? ~ Quelle

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Meine Meinung
Normalerweise müsste man ja eigentlich denken, dass man mittlerweile von Vampirbüchern genug hätte. Dies dachte ich eigentlich auch, aber dann habe ich „Dinner mit einem Vampir“ entdeckt und schon hatte ich wieder große Lust auf solche Geschichten. Dennoch blieb ich ein wenig skeptisch, da ich ein paar Bedenken hatte, dass die Vampire hier lediglich ein Abklatsch aus anderen Büchern sein könnten, aber zum Glück habe ich mich geirrt.

Es ist sicherlich nicht der größte Kracher aller Zeiten und sicherlich gab es einige Stellen, die man bereits aus anderen Büchern kannte, aber dennoch konnte mich die Geschichte in gewisser Art und Weise in den Bann ziehen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass die knapp sechshundert Seiten dann doch stellenweise ganz schön langatmig wurden, da sich manches wiederholt hat und die Autorin sich an einigen Beschreibungen zu lange aufgehalten hat. Dennoch muss man sagen, dass mir der Schreibstil ganz gut gefallen hat. Sicherlich, man merkt der Autorin an, dass es ihr erstes Werk ist und der Schreibstil somit noch ausbaufähig ist, trotzdem fühle ich mich von ihr und ihren Ideen unterhalten. Die Dialoge sind gut und nicht zu holprig, dafür aber stellenweise recht humorvoll und spritzig, was man besonders Violet zu verdanken hat.

Mit Violet war es für mich ein bisschen schwierig. Auf der einen Seite mochte ich sie eigentlich ganz gerne, auf der anderen Seite war ich von ihrer Weiterentwicklung ein wenig enttäuscht. Anfangs fand ich ihre recht forsche Art sehr toll. Sie trug ihr Herz auf der Zunge, wirkte oftmals leicht aufmüpfig und auf einmal war all der Charme fast spurlos weg und man wusste nicht mehr so genau, was man eigentlich von ihr halten soll. Sehr bedauerlich, denn sie hat eine Menge Potential. Bei Kaspar erging es mir stellenweise leider auch so. Er ist auf dem ersten Blick ein typischer Bad Boy, jedoch merkt man schnell, dass er trotz seines langen Lebens als Vampir nicht wirklich zu wissen scheint, wer er eigentlich ist. Von daher erschien er mir stellenweise recht unnahbar, sodass ich nur selten mit ihm warm werden konnte, dennoch ist er eine sehr interessante Figur, bei der eine Menge Potential gibt. Die weiteren Figuren fand ich ganz okay, wenn auch nicht unbedingt überragend. Hier wäre es schön gewesen, wenn sich die Autorin mehr auf die Figuren, als auf ausschweifende Erklärungen konzentriert hätte, aber ich habe große Hoffnungen, dass sich dies im zweiten Band ändern wird.

Die Geschichte konnte mich zum Teil wirklich gut unterhalten und auch überraschen, jedoch bin ich auch der Meinung, dass die Geschichte auch ohne die Einführung von Vampiren mehr als gut funktioniert hätte. Violet wird Zeugin eines Überfalls und wird dabei von Kasper und seinen Leuten erwischt, wie sie alles beobachtet hat. Da sie die Tat vertuschen wollen, wird Violet entführt und fortan von Kaspar festgehalten. Dabei passiert das, was in den meisten Fällen geschieht: Kaspar entpuppt sich nicht nur als typischer Bad Boy, sondern besitzt auch einen weichen Kern, der bei Violet mehr als gut ankommt und so verliebt sie sich in ihn. Obwohl dies alles andere als neu ist, hat mir die Umsetzung doch ganz gut gefallen, allerdings hätte ich es schöner gefunden, wenn Violet sich dabei nicht so stark verändert hätte.

Die Covergestaltung finde ich sehr hübsch und passend zum Genre. Vor allem die Farben passen toll zueinander, sodass das Cover zu einem kleinen Hingucker wird. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen und hat mich auf das Buch trotz so mancher Skepsis sehr neugierig gemacht. Gut geschrieben und dabei nicht zu viel verraten.

Insgesamt konnte mich „Dinner mit einem Vampir“ trotz einiger Schwächen unterhalten und überraschen. Der große Kritikpunkt gilt jedoch den Figuren, die zwar interessant sind, mit denen ich jedoch leider nicht warm wurde. Hoffentlich wird sich dies im zweiten Band „Autumn Rose“ noch bessern, denn die Geschichte hat sehr viel Potential, um noch ein richtiger Kracher zu werden. Wer das Thema ‚Vampire‘ noch nicht satt hat, sollte diesem Buch auf jedem Fall eine Chance geben. Ich kann es nur empfehlen.

Reihenfolge
Dinner mit einem Vampir
Autumn Rose (Oktober 2014)
??? (dt. Titel unbekant)

2 Kommentare zu „Abigail Gibbs – Dinner mit einem Vampir (Dark Heroine #1)

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