Rezension

Kristan Higgins – Lucy kriegt’s gebacken

Kurzbeschreibung
Tick. Tack. Tick. Tack. Seit ein paar Wochen hört die Bäckerin Lucy es ganz deutlich. Ihre biologische Uhr tickt. Es ist also an der Zeit, die Trauer über den frühen Tod ihres Mannes abzuschütteln und sich auf die Suche nach einem geeigneten Samenspender – und wenn möglich Ehekandidaten – zu machen. Solide soll er sein, zuverlässig und kinderlieb. Er muss ja nicht unbedingt so attraktiv oder leidenschaftlich wie Ethan sein, ihr Schwager und Freund „mit gewissen Vorzügen“. Mit diesen gelegentlichen Treffen muss jetzt Schluss sein. Denn Kinderkriegen ist eine ernste Sache. Und das wird sie Ethan auch so sagen. Gleich. Also nachdem er aufgehört hat, sie so zu küssen. Sie auszuziehen. Sie zu lieben. Halt, warte mal, sie zu lieben? Kann das wirklich wahr sein? ~ Quelle

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Meine Meinung
Kristan Higgins und ich – dies ist so eine Sache. Ich habe mittlerweile fast alle Romane von der Autorin gelesen und fand diese auch meistens recht nett, jedoch wollte der Funke bislang nie so ganz überspringen. Mit „Lucy kriegt’s gebacken“ habe ich nun einen weiteren Versuch gestartet und auch hier kann ich wieder nur eines dazu sagen: Ganz nett!

Ich möchte jetzt nicht unbedingt sagen, dass ich die Bücher der Autorin nicht mag, allerdings läuft bei leider alles auf ein bestimmtes Motto hinaus: „Kennste eines, kennste alle!“ Ich fühle mich von Kristan Higgins einfach nicht überrascht, sämtliche Bücher verlaufen nahezu identisch und am Ende denke ich mir immer wieder nur, dass die Bücher ganz nett sind, aber das gewisse Etwas haben die Bücher leider fast alle nicht. Gleiches gilt auch hier für „Lucy kriegt’s gebacken“.

Der Schreibstil ist wieder einmal gut. Stellenweise wird einiges wieder recht überspitzt dargestellt, aber dennoch mag ich den Humor zum Großteil sehr. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, die Figuren werden ausführlich beschrieben, sodass man diese gut kennen lernt und auch sonst ist ein roter Faden in der Handlung erkennbar. Dennoch fehlte es mir ein wenig an Vielseitigkeit, aber wer weiß, vielleicht wird das nächste Buch von ihr wieder besser.

Lucy hatte es in ihrem Leben sicherlich nicht immer leicht. Sie ist mittlerweile dreißig Jahre alt und hört ihre biologische Uhr ticken, gleichzeitig hat sie aber auch große Angst einen Mann in ihr Leben zu lassen, da ihr Ehemann Jimmy vor einigen Jahren verstorben ist. Dennoch ist sie eine wirklich sympathische Frau, die fest im Leben steht und an das Gute auf der Welt glaubt. Obwohl sie immer noch große Angst hat, sich erneut zu binden, hat sie einen großen Wunsch: Ein eigenes Kind. Von daher möchte sie einen neuen Mann kennen lernen, der ihr diesen Wunsch erfüllt. Dabei erwartet sie jedoch nicht die große Liebe, was besonders für Ethan, ihren Schwager alles andere als leicht ist, denn dieser hat ein Auge auf sie geworfen. Ich mochte Ethan von Anfang an recht gern, allerdings kam dieser mir während der Geschichte oftmals zu kurz, da er immer nur mit Jimmy verglichen wird und dieser immer mehr in den Vordergrund rückt. Auch die anderen Figuren sind vollkommen okay, keine wirklich Ausreißer nach oben, aber dennoch recht sympathisch, jedoch auch schnell wieder vergessen.

Die Liebesgeschichte ist ganz okay, weder zu kitschig, noch zu klischeehaft, aber dennoch war ich zwischendurch immer mal wieder genervt, da der Fokus viel zu sehr auf lange Zeit auf Jimmy lag. Man kann trauern, man soll sogar, aber bei Lucy bekam man immer mehr den Eindruck, als wäre Jimmys Tod erst letzte Woche gewesen und nicht schon vor fünf Jahren. Hier wurde mir zu viel getrauert und zu wenig nach vorne geschaut, von daher konnte ich da nicht so mitfiebern, wie ich es zuvor erhofft habe.

Die Covergestaltung gefällt mir ganz gut, besonders die Küken sind wirklich unglaublich niedlich. Die Kurzbeschreibung konnte ebenfalls bei mir punkten und hat mich für die Geschichte direkt begeistern können. Wirklich schade, dass der Inhalt am Ende nicht so ganz mithalten konnte.

„Lucy kriegt’s gebacken“ ist für Fans der Autorin sicherlich ein absolutes Muss. Mir hat es jedoch nur bedingt gefallen. Es gab viele gute Ansätze, jedoch kamen mir die Figuren, die Handlungsstränge und sonstige Umstände einfach zu bekannt vor. Wer jedoch im Vorfeld noch kein Buch von Kristan Higgins gelesen hat, dürfte mit diesem Buch sicherlich viel Spaß haben. Ich kann jedoch nur eines sagen: Ganz nett, aber mehr auch nicht – leider.

2 Kommentare zu „Kristan Higgins – Lucy kriegt’s gebacken

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