Rezension

Sally Green – Das Dunkle in mir (Half Bad #1)


Kurzbeschreibung
Nathan wird gejagt. Seit seiner frühesten Kindheit wird er von der Regierung beobachtet, verfolgt, eingesperrt. Denn Nathan lebt in einer Welt, in der – mitten im modernen Alltagsleben – Hexen existieren. Weiße Hexen, die sich selbst für gut erachten und die Regierungsmacht in ihren Händen halten. Schwarze Hexen, die gefährlich und skrupellos sind und im Untergrund arbeiten. Und Nathan, der beides ist – denn seine Mutter war eine Weiße und sein Vater Marcus ist der gefürchtetste Schwarze aller Zeiten. Nathan ist ihm nie begegnet, aber von so einem Vater kann er nur Dunkles und Böses geerbt haben. Oder?
Um an Marcus heranzukommen, stellt der Rat der Weißen eine tödliche Falle – mit Nathan als Köder. Bald wird Nathan von beiden Seiten gejagt und muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt: für die gute Seite in ihm – oder für die böse…
~ Quelle

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Meine Meinung
Schwarze Hexen gegen weiße Hexen – Diese Thematik war mir aus anderen Büchern nicht ganz unbekannt. Da ich den Kampf zwischen beiden Gruppierungen bislang doch immer recht spannend fand, wollte ich auch „Das Dunkle in mir“, dem ersten Band der „Half Bad“-Trilogie eine Chance geben. Ich möchte jetzt nicht unbedingt sagen, dass meine Erwartungen riesig waren, aber dennoch habe ich auf eine spannende und ereignisreiche Geschichte mit interessanten und vielseitigen Figuren gehofft. Diese Erwartungen wurden jedoch nicht erfüllt.

Sally Green hatte sicherlich viele Ideen, nur leider wurden diese meiner Meinung nach nicht unbedingt gut umgesetzt. Die Geschichte liest sich stellenweise so holprig und langatmig, dass ich nicht unbedingt viel Spaß mit der Geschichte hatte. Ich muss sogar zugeben, dass ich das Buch zwischendurch abbrechen wollte, habe mich aber am Ende dagegen entschieden und wollte das Buch zumindest beenden – Spaß hat es jedoch am Ende nicht mehr gemacht, was ich sehr schade finde, denn Potential war definitiv vorhanden, es wurde nur leider viel zu wenig genutzt. Stattdessen hat man einige Szenen, die im Nachhinein nicht unbedingt wichtig waren, viel zu sehr in die Länge gezogen, sodass das Buch am Ende auch mit gut fünfzig bis hundert Seiten weniger ebenfalls gut ausgekommen wäre. Die Figuren fand ich am Anfang noch sehr interessant, jedoch musste ich immer mehr feststellen, dass sie nur recht flach ausgearbeitet sind und mir die nötige Tiefe an vielen Stellen gefehlt hat.

Es ist zwar an sich interessant, wie der Konflikt zwischen den schwarzen und den weißen Hexen erzählt wird, aber dennoch war mir dies nicht genug. Es ist zwar toll, dass es hier keine klare Grenze zwischen gut und böse gibt, aber dennoch hat mir der Geschichte der nötige Biss und die kernigen Figuren gefehlt. Bei Nathan ist zwar an einigen Stellen der Funke ein wenig übergesprungen, aber dennoch war er mir streckenweise zu wenig. Dank seinen Eltern, die nicht der gleichen Hexengruppe angehörten, steht Nathan bereits seit Kindheit an unter Beobachtung, da man noch nicht weiß, was aus ihm wird. Stellenweise wird zwar gut erklärt, wieso man so mit ihm umgeht und wieso man genau das tut, was man mit ihm macht, aber oftmals war es mir viel zu oberflächlich, sodass sich für mich keine Spannung aufbauen konnte. Auch die anderen Figuren blieben für mich eher blass, sodass ich weder mit ihnen warm wurde, noch mit ihnen mitfiebern konnte. Man merkt der Autorin war an, dass sie viele Ideen bei ihren Figuren hatte, allerdings hat es an der Umsetzung das ein oder andere Mal gefehlt.

Was ich noch bemerkenswert finde: Das Buch wird für Leser ab 14 Jahren empfohlen. Da es viele brutale Szenen in dem Buch gibt, bin ich mir nicht so sicher, ob das empfohlene Alter wirklich gerechtfertigt ist, denn wäre dies kein Buch, sondern ein Film, wäre er sicherlich erst ab 16 Jahren freigegeben, von daher würde ich das Buch auch eher Lesern ab 16 Jahren empfehlen.

Das Cover ist an sich ganz nett, ist für mich aber kein großer Hingucker. Dennoch passen die Farben und das nicht zu überladene Cover ganz gut zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung ist gelungen, fasst vieles bereits gut zusammen und macht Lust auf mehr. Schade nur, dass die Geschichte da am Ende nicht mithalten konnte.

Insgesamt hat mir der erste Band der „Half Bad“-Trilogie leider nicht gefallen. Die Geschichte hatte zwar eine Menge Potential, jedoch wurde dies nur selten wirklich genutzt. Stattdessen bekommt man es mit einer Thematik zu tun, die bereits in anderen Büchern besser umgesetzt wurde und Figuren, denen es deutlich an Tiefe gefehlt hat. Von daher kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen und werde die beiden Nachfolger links liegen lassen.

Reihenfolge
Das Dunkle in mir (31. März 2014)
Titel unbekannt
Titel unbekannt

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3 Kommentare zu „Sally Green – Das Dunkle in mir (Half Bad #1)

Meinung? Immer her damit. :)

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