Rezension

Kristan Higgins – Ich habe mich verträumt

Kurzbeschreibung
Er ist groß, gut aussehend, erfolgreich, liebevoll, einfühlsam und existiert nur in ihrer Fantasie. Weil Grace es leid ist, sich ständig Bemerkungen über ihren Singlestatus anzuhören, erfindet sie kurzerhand einen Verehrer. Dumm nur, dass sich die Geschichte schnell herumspricht und auch ihrem neuen Nachbarn Cal zu Ohren kommt. Der erstaunlich viel Ähnlichkeit mit ihrem Traummann hat Doch bevor Grace sich näher mit ihm beschäftigen kann, muss sie ein paar katastrophale Blind Dates hinter sich bringen, ihren Exfreund auf seiner Hochzeit mit einem Kinnhaken niederstrecken und ein paar Senioren Tanzunterricht geben. ~ Quelle

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Meine Meinung
Kristan Higgins und ich hatten es bislang nicht immer leicht miteinander. Mal mochte ich ihre Bücher sehr, mal war ich total enttäuscht. „Ich habe mich verträumt“ ist mein viertes Buch von der Autorin und somit war ich sehr gespannt, was mich dieses Mal erwarten würde. Zum Glück habe ich dieses Buch von ihr gelesen, denn dieses hat mich endgültig mit der Autorin versöhnt.

Der Schreibstil hat zwar nach wie vor seine Schwächen, aber dennoch kann ich sagen, dass mich die Geschichte unterhalten hat. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und auch die Orte wurden sehr gut beschrieben. Die Dialoge empfand ich jedoch an einigen Stellen nicht so ganz gelungen, da sie sich stellenweise zu überspitzt oder gar hochgestochen lesen. Die Geschichte ist dazu an einigen Stellen viel zu langatmig und manchmal hatte ich sogar das Gefühl, als würde überhaupt nichts passieren. Andere Szenen wurde dagegen fast schon zu schnell abgearbeitet, sodass ich dabei manchmal das Gefühl hatte, als hätte ich etwas verpasst. Aber dennoch: Die Thematik ist witzig und charmant umgesetzt worden.

Die Figuren sind allesamt gut dargestellt worden und ich bekam ein gutes Bild von ihnen. Besonders Grace ist mir dabei sehr ans Herz gewachsen, da ich ihre chaotische, aber liebenswerte Art direkt mochte. Auf der Suche nach ihrem Traummann wirkt sie stellenweise sehr verbissen und auf ziemlich positive Art und Weise recht bekloppt, aber genau dies mochte ich so sehr an ihr. Jedoch muss ich auch zugeben, dass sie mir schon sehr leid tat, denn stellenweise wirkte sie während ihrer Aktionen auch sehr verzweifelt. Sie gibt die Hoffnung auf die große Liebe nie auf und kämpft für ihr Glück, was ich sehr sympathisch fand. Trotz all ihrer Macken und verrückten Aktionen wirkt Grace unglaublich bodenständig und authentisch, aber auch ihre Familie konnte mich überzeugen. Sie sind mindestens genauso chaotisch wie Grace und tragen allesamt das Herz auf der Zunge. Cal fand ich dagegen stellenweise zwar interessant, aber nicht sonderlich sympathisch, da ich einige Reaktionen von ihm nicht so ganz nachvollziehen konnte, zumal er zu oft viel zu verschlossen wirkte. Er ist die einzige Figur, bei der ich das Gefühl hatte, sie nicht kennengelernt zu haben.

Die Liebesgeschichte fand ich oftmals schon zu süß und zu klischeehaft, sodass hier in diesem Fall weniger deutlich mehr gewesen wäre. Dazu ist der Verlauf stellenweise recht vorhersehbar, sodass ich mit Grace nicht immer mitfiebern konnte. Allerdings verzeihe ich der Autorin die vielen Klischees recht gerne, dennoch hätte ich auf die zu süßen Beschreibungen dann doch verzichten können. Aber gut, mit sowas muss man rechnen, wenn man sich auf dieses Genre einlässt.

Das Cover hat mich dagegen leider gar nicht angesprochen und ist im Regal kein wirklicher Hingucker. Die Models auf dem Cover passen zwar ganz gut zu den Figuren, aber dennoch habe ich mir ein bisschen mehr versprochen. Dafür ist die Kurzbeschreibung ganz gut gelungen, da sie die wichtigsten Themen zusammenfasst und man direkt einen guten Blick über Grace‘ chaotisches Leben bekommt.

Insgesamt hätten der Geschichte gut und gerne fünfzig Seiten weniger sicherlich gut getan, da einige Szenen im Mittelteil stellenweise sehr langatmig sind. Die liebevoll ausgearbeiteten Figuren und eine humorvolle Handlung gleichen dies jedoch wieder aus, sodass ich mit diesem Buch am Ende recht zufrieden bin. Wer bereits andere Bücher von Kristan Higgins mochte, wird auch mit „Ich habe mich verträumt“ mehr als glücklich sein.

Ein Kommentar zu „Kristan Higgins – Ich habe mich verträumt

  1. Ich kann dir bei allem nur zustimmen. 🙂 Das Buch war auf jeden Fall unterhaltsam und Klischee gibt es ja in jedem Liebesroman. 😀

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