Rezension

Anne Hertz – Wunschkonzert

Kurzbeschreibung
»Hat er dir denn gefallen?«, fragt meine beste Freundin. »Und wie!«, gebe ich zu. »Aber …« »Süße, wieso gibt es bei dir eigentlich immer ein Aber?« Stella hat in der Musikbranche Karriere gemacht, eine wunderbare Mutter und einen besten Freund, dem sie alles anvertrauen kann. Klingt super, oder? Ist es aber nicht: Der Freund ist ein Stoffhase namens Möhrchen, die Mutter hat das Wort »Kontrollfreak« erfunden und der schöne Job geht gerade den Bach runter, weil ein Konkurrent alles daransetzt, Stella auszubooten. Noch dazu sieht er umwerfend aus – Schweinerei! Nein, Stellas Leben ist im Moment ganz und gar kein Wunschkonzert. Es sei denn, sie schafft es, den Taktstock wieder an sich zu reißen… ~ Quelle

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Meine Meinung
Nachdem ich zuletzt das eher enttäuschende „Trostpflaster“ gelesen habe, wollte ich Anne Hertz direkt eine neue Chance geben, da mich die bisherigen Bücher immer begeistern konnten. Ich habe mich dabei für „Wunschkonzert“ entschieden und war daher besonders gespannt, schon allein, weil mich die Kurzbeschreibung direkt angesprochen hat.

Anne Hertz ist ein Sammelpseudonym, dass aus den Schwestern Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz besteht. Der Schreibstil ist auch in diesem Buch wieder einmal typisch für die beiden Autorinnen: leicht, flüssig, stellenweise anspruchslos, aber immer mit viel Humor versehen. Dieser trifft zwar nicht immer so ganz meinen Geschmack, aber dennoch fühle ich mich immer sehr gut unterhalten, sodass das Autorinnen-Duo ein fester Bestandteil in meinem Bücherregal ist.

So gut die Geschichte zum Großteil auch ist, umso enttäuschender fand ich die Protagonistin Stella, die mich an einigen Stellen wirklich genervt hat. Sie ist unglaublich oberflächlich, denkt sehr viel über ihre Frisur und Outfits nach und dazu wird ihr Äußeres auch immer wieder beschrieben, was ich stellenweise wirklich lästig fand, denn so habe ich mehr ihr Aussehen, als ihre Persönlichkeit kennengelernt. Sie wirkt für mich unnahbar und viel zu perfekt, da hätte ich es mir lieber gewünscht, wenn sie Ecken und Kanten gehabt hätte. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Martin und Tim konnten mich nur bedingt unterhalten. Sie sind nicht wirklich mein Typ und haben mich mit ihrer Art oftmals sehr genervt. Hier ist die Aufteilung recht simpel: Martin verkörpert hier einen harmlosen Badboy, der gerne mal den ein oder anderen bösartigen Spruch bringt, aber ansonsten recht harmlos erscheint, während Tim eher der Softie ist, der aus jeder Mücke einen Elefanten macht und sehr sensibel durch die Welt läuft. Wer jedoch schon von diesen Figuren genervt ist, hat noch nicht Stellas Mutter erlebt, denn die ist in diesem Buch die absolute Krönung und ich konnte keine liebende Mutter in ihr entdecken. Vielmehr ist sie ein sehr dominanter Kontrollfreak, die mit sich und der Welt nicht im Einklang ist.

Die Liebesgeschichte ist dagegen recht unterhaltsam (stellenweise auch unfreiwillig), auch wenn diese zum Großteil doch sehr vorhersehbar ist. Dennoch fand ich den Weg zur Entscheidung und die Gedanken und Gefühle dabei sehr interessant, sodass ich da doch das ein oder andere Mal mitfiebern, aber auch lachen konnte.

Das Cover ist wieder einmal wunderschön. Der pinke Farbton und das Grammophon harmonieren gut zusammen und die bunte Mischung, die aus dem Grammophon stammt, geben dem Cover noch die nötigen Farbkleckse, um ein optisches Highlight zu werden. Auch die Kurzbeschreibung liest sich ansprechend und ist gut zusammengefasst.

„Wunschkonzert“ ist sicherlich nicht das beste Buch von Anne Hertz, dennoch konnte es mich durchaus unterhalten. Wahrscheinlich wäre es jedoch schöner gewesen, wenn die Protagonistin ein bisschen weniger oberflächlich und anstrengender gewesen wäre. Dennoch liebe ich die vielen Ideen, die Anne Hertz immer wieder in ihren Büchern verarbeiten und freue mich somit auch auf weitere Bücher von dem sympathischen Autorinnen-Duo.

2 Kommentare zu „Anne Hertz – Wunschkonzert

  1. Ich muss auch sagen, dass ich bei diesem Buch stellenweise die Figuren etwas oberflächlich gezeichnet fand, dafür hat mich aber die Hintergrundgeschichte mit dem „Musikbusiness“ umso mehr interessiert und darüber hinweggetröstet. Auch dass es teilweise für die Figuren reale Vorbilder gab, fand ich spannend.

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