Rezension

Carrie Jones – Flüsterndes Gold (Need #1)

Kurzbeschreibung
Er riecht nach Wald und hinterlässt eine Spur aus Goldstaub – der schöne Fremde, der Zara seit ihrer Ankunft im verschneiten Maine zu verfolgen scheint. Es fällt ihr immer schwerer, seinem sanften Flüstern zu widerstehen, mit dem er sie in die Wälder locken will. In ihrer Panik vertraut sie sich dem attraktiven Nick an, der ihr ein schreckliches Geheimnis offenbart: Zara ist vom Elfenkönig auserwählt. Sein Kuss raubt Seelen, aber wenn er seine Königin nicht bekommt, wird er junge Männer als Blutopfer fordern. Nick ist entschlossen, Zara zu beschützen. Denn er ist nicht nur unsterblich in sie verliebt, sondern auch ein Werwolf und damit der einzige Gegner, den die Elfen fürchten… ~ Quelle

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Meine Meinung
Wer kennt das nicht? Man wird immer wieder auf eine Reihe angesprochen, bekommt sie empfohlen und am Ende ist die Neugierde so hoch, dass man das Buch spontan im Buchladen kauft. Danach hatte ich das Buch eine ganze Zeit lang im Bücherregal stehen, ohne es jedoch weiter beachtet zu haben. Nun wollte ich dann aber doch mal wissen, was an den vielen positiven Stimmen und Empfehlungen dran ist und habe mich auf die Geschichte eingelassen. Die Erwartungen waren hoch, aber leider konnte mich das Buch am Ende dann doch nicht überzeugen.

Es fängt leider schon beim Schreibstil an, denn dieser konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Zwar liest sich die Geschichte sehr schnell und auch leicht, aber für meinen Geschmack ist die Geschichte zu anspruchslos geschrieben. Dazu gibt es immer wieder Wortkreationen, die ich eher peinlich fand, als in irgendeiner Art und Weise kreativ. Man merkt dabei schnell, dass der gesamte Schreibstil aufgesetzt ist und quasi schon krampfhaft möglichst viele Jugendliche ansprechen möchte, allerdings merkt man dabei schnell, dass dies nur ein peinlicher Versuch ist und alles andere als authentisch erscheint. Dazu gibt es einige Logikfehler und viel zu viele Zeitsprünge, die stellenweise nicht nachvollziehbar sind, sodass ich an vielen Stellen das Gefühl hatte, ich hätte was verpasst, obwohl dies nicht der Fall war.

Auch die Charaktere waren leider nicht das Gelbe vom Ei. Besonders Zara hat mich an sehr vielen Stellen genervt und sie ist auch für die meisten Logikfehler verantwortlich. So empfindet sie sich immer wieder als innerlich tot, öffnet sich aber immer wieder neuen Menschen, hat binnen kürzester Zeit einen Freundeskreis aufgebaut, etc. Wäre man wirklich so am Ende und würde man sich innerlich tot fühlen, würde man sich sicherlich nicht sofort auf neue Menschen einlassen, sondern sich vielmehr zurückziehen und die Dinge erst einmal aus der Ferne beobachten, bis man sich langsam an neue Herausforderungen wagt. Dazu ist sie unglaublich oberflächlich, wundert sich über rein gar nichts, nimmt alles als vollkommen normal hin und zweifelt rein gar nichts an, obwohl ihr eigentlich klar sein müsste, wie skurril ihr neues Leben doch ist. Aber auch die anderen Figuren, wie z.B. Megan, Issie und Nick konnten mich allesamt nicht überzeugen, da sie zum einen viel zu oberflächlich behandelt werden und zum anderen alles andere als sympathisch rüber kommen. Es ist immer schade, wenn Figuren alles andere als sympathisch erscheinen und dabei auch noch so derartig kitschig und/oder oberflächlich behandelt werden, sodass man sich mit keiner einzigen Figur identifizieren kann. Ich wünsche allen Figuren in den Folgebänden eine Weiterentwicklung, glaube aber ehrlich gesagt nicht mehr daran.

Der Fantasyanteil ist zwar ganz nett gedacht, aber dann doch stellenweise recht seltsam umgesetzt, denn vieles wurde als viel zu selbstverständlich hingenommen, es wurde mir zu wenig angezweifelt und auch sonst wirkt alles zu skurril. Normalerweise mag ich es ja sehr, wenn Menschen auf Fantasywesen treffen, aber mir hat dabei der nötige Abstand und der nötige Respekt gefehlt. Sehr schade, denn man hätte so viel mehr aus der Geschichte machen können. Dazu ist die Geschichte an vielen Stellen alle andere als neu und hat mich zum Teil an „Twilight“ oder auch „Nach dem Sommer“ erinnert. Es ist ja normalerweise in Ordnung, wenn sich mal hier und da etwas ähnelt, aber dies war mir an einigen Stellen dann doch zu viel – zumal ich dadurch nur noch selten überrascht werden konnte, da die Geschichte zu vorhersehbar ist.

Auch wenn die Geschichte mich nicht überzeugen konnte, so hat zumindest das wunderschöne Cover Eindruck hinterlassen, denn dies ist ein richtig schöner Hingucker. Auch die Kurzbeschreibung liest sich gut. Schade nur, dass der Inhalt dabei nicht mithalten konnte.

„Flüsterndes Gold“ war für mich insgesamt leider eine Enttäuschung. Aufgrund der vielen positiven Stimmen im Vorfeld habe ich mich richtig auf das Buch gefreut, habe dann doch leider schnell merken müssen, dass es mir immer weniger gefällt. Die Charaktere haben mich allesamt in den Wahnsinn getrieben und auch der viel zu einfach gehaltene Schreibstil konnte mich nicht überzeugen. Sehr schade. Die anderen Bände werde ich von daher nicht mehr lesen.

Reihenfolge
Flüsterndes Gold
Finsteres Gold
Verhängnisvolles Gold
Verräterisches Gold (11. August 2014)

3 Kommentare zu „Carrie Jones – Flüsterndes Gold (Need #1)

  1. Leider ging es mir mit dem Buch ähnlich… Die Idee dahinter fand ich ganz gut, nur leider nicht die Umsetzung… Ich überleg stark, ob ich die weiteren Teile lesen sollte :/

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