Rezension

Jaime Reed – Violett wie die Nacht (Cambion Chronicles #1)

Kurzbeschreibung
„Irgendetwas stimmt nicht mit ihm“, denkt sich Samara, als sie Caleb während ihres Sommerjobs in der Buchhandlung kennenlernt. Frauen scheinen von ihm magisch angezogen zu werden, denn er ist ständig von ihnen umgeben. Als einige seiner „Verehrerinnen“ einen Herzanfall erleiden, ahnt Samara, dass Caleb daran nicht unschuldig ist. Um hinter sein Geheimnis zu kommen, beginnt sie einen intensiven Flirt mit ihm. Doch Caleb ist ein Cambion, in ihm wohnt ein böser Geist, der sich von der Lebensenergie seiner Opfer ernährt. Hat sich Samara schon zu sehr auf ihn eingelassen? ~ Quelle

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Meine Meinung
„Violett wie die Nacht“ ist mir durch das wunderschöne Cover schon mehrfach aufgefallen. Da die Kurzbeschreibung ebenfalls ganz interessant klang, wollte ich die Geschichte sehr gerne lesen, doch mittlerweile bereue ich es leider ein bisschen, denn „Violett wie die Nacht“ konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen und konnte mir nichts Neues bieten.

Der Schreibstil ist an sich wirklich gut und konnte stellenweise unterhalten. Die Dialoge sind meistens sehr zynisch und humorvoll, jedoch auch oftmals sehr altklug und der gesamte Plot steckt voller Klischees. Viele Sätze, besonders die von Samara, wirken stellenweise sehr gestellt und dadurch kam sie mir oftmals nicht unbedingt sympathisch rüber. Auch sonst wird die Geschichte nicht unbedingt spannend, dafür aber zum Großteil sehr vorhersehbar erzählt. Bei so einer Thematik sollte man eventuell nicht zu viel erwarten, aber dennoch habe ich zumindest erwartet, dass die Geschichte nicht schon auf den ersten Seiten so vorhersehbar ist.

Mein größtes Problem bei diesem Buch waren aber hauptsächlich die Charaktere, die mich so gar nicht von sich überzeugen konnten. Samara kann sicherlich ein nettes Mädchen sein, allerdings kam sie mir oftmals so egoistisch, arrogant, sarkastisch und verletzend vor, dass ich bei ihr die meiste Zeit nur mit dem Kopf geschüttelt habe. Andere Meinungen kann sie nur schwer erdulden und oftmals muss sie immer das letzte Wort haben. Dabei spricht sie dann oftmals Sätze aus, die wie auswendig gelernt erscheinen. Sie lässt Gefühle und Nettigkeiten nur ungern zu und stößt den Menschen oftmals und gerne gegen den Kopf. Immerhin kann man ihr aber nicht vorwerfen, dass sie unehrlich wäre. Caleb fand ich dagegen zwar sympathischer, jedoch war er für mich ebenfalls nicht unbedingt ein Hit, da er vom Verhalten und seiner Optik her sehr austauschbar ist. So fällt er optisch am meisten durch seine Augen und sein schiefes Lächeln auf und gibt sich gern unnahbar. Hallo, Edward Cullen!

Die Idee, dass ein Dämon in Calebs Körper lebt, ist an sich zwar ganz nett, aber auch alles andere als neu. Stellenweise hatte ich dadurch oft das Gefühl, als hätte ich bereits alles schon einmal gelesen, da die Umsetzung auch nicht immer das Gelbe vom Ei war. Die Herzanfälle sind sicherlich ganz nett gedacht und waren für mich tatsächlich mal eine Abwechslung, allerdings habe ich auch hier das gewisse Etwas vermisst. Natürlich muss bei sowas auch ein Bösewicht auftreten, der jedoch alles andere als gelungen ist, da ich ihn stellenweise sympathischer fand, als die restlichen Figuren. Dies sollte normalerweise nicht sein. An sich hatte die Geschichte jede Menge Potential, was aber leider nicht genutzt wurde. Ich kann nur hoffen, dass sich im zweiten Band einiges verändern und steigern wird.

Auch die Liebesgeschichte konnte mich nur zum Teil überzeugen. Ich fand Caleb in einigen Situationen wirklich süß, da er sich immer wieder um Samara bemüht hat. Gleichzeitig fand ich Samara aber auch sehr nervtötend, da sie von Gefühlen nichts wissen wollte und somit auch Caleb oftmals wie den letzten Depp hingestellt hat. Selbst eine Aussprache, in der klar hervorgeht, wie die beiden zueinander stehen, wird von ihr ins Lächerliche gezogen, sodass ich das Buch am liebsten mehrfach gegen die Wand geschleudert hätte – was ich natürlich nicht getan habe.

Wirklich hübsch ist jedoch die Cover- und Buchgestaltung. Das Cover ist farblich sehr gut miteinander abgestimmt, der Buchschnitt ist in dem gleichen Stil eingefärbt und die jeweiligen Kapitel sind ebenfalls an das Cover angepasst und werden mit Blüten geschmückt. Die Kurzbeschreibung klang zunächst sehr vielversprechend, sodass ich auf das Buch neugierig wurde. Allerdings wurde mir dabei schon ein wenig zu viel über Caleb verraten.

„Violett wie die Nacht“ ist sicherlich eine nette Geschichte, die mir jedoch oftmals viel zu gewollt erschien. Man erkennt immer wieder Ähnlichkeiten zu anderen Büchern, sodass ich mich leider nicht immer auf die Geschichte einlassen konnte. Dazu waren mir die Figuren oftmals sehr unsympathisch. Zwar werde ich den zweiten Band „Smaragdgrün wie die Dämmerung“ noch eine Chance geben, jedoch ahne ich auch da nicht unbedingt das Beste. Wer solche Bücher noch nicht satt hat, wird mit „Violett wie die Nacht“ sicherlich seine Freude haben, wer jedoch etwas ganz Neues lesen möchte, sollte von diesem Werk die Finger weglassen.

Reihenfolge
Violett wie die Nacht
Smaragdgrün wie die Dämmerung
Golden wie das Morgenlicht

Ein Kommentar zu „Jaime Reed – Violett wie die Nacht (Cambion Chronicles #1)

  1. Hey,
    danke für die Rezi, nun weiss ich, für mich ist die Geschichte absolut nichts 🙂
    LG Ela

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