Rezension

Patricia Hermes – You Shouldn’t Have to Say Goodbye

Kurzbeschreibung
Thirteen-year-old Sarah Morrow doesn’t think much of the fact that her mother winced a little when she hugged her. In fact, that first small indication of something wrong escapes the whole family. Three weeks later though there can be no escape. Sarah’s mother has been diagnosed with incurable cancer and the love this family shares becomes a desperate clinging.
But Sarah’s mother has a gift. A gift for reaffirming life. And even as she leaves that gift, another one, a letter, will help bring Sarah through the most painful and trying time she has ever had.
~ Quelle

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Meine Meinung
Ich hatte mal wieder große Lust auf ein englischsprachiges Buch und habe dabei „You Shouldn’t Have To Say Goodbye“ von Patricia Hermes empfohlen kommen. Da mich das Cover und die Kurzbeschreibung direkt angesprochen haben, wollte ich dem Buch eine Chance geben.

Zuallererst sollte gesagt werden, dass dieses Buch auch bestens für Einsteiger gedacht ist, die vielleicht Probleme mit der englischen Sprache haben, bzw. nicht zu oft auf Englisch lesen. Von daher kann das Buch besonders für jüngere Leser sehr geeignet sein.

Patricia Hermes hat mit „You Shouldn’t Have To Say Goodbye“ eine melancholische Geschichte geschrieben, die mich stellenweise sehr berührt hat. Obwohl die Geschichte einfühlsam erzählt wird, gab es allerdings auch Momente, in denen ich oftmals den Kopf schütteln musste, denn ausgerechnet Hauptfigur Sarah hat bei mir für Ungereimtheiten gesorgt, denn ihr Verhalten war oftmals nicht ihrem Alter entsprechend. Allerdings werden ihre Gedanken und Gefühle gut auf Papier gebracht, sodass ich mich an vielen Stellen in sie hineinversetzen konnte und mich oftmals gefragt habe, wie ich wohl an ihrer Stelle reagiert hätte.

Allerdings erschien sie mir auch an vielen Stellen sehr unreif. Sie ist 13 Jahre alt, in diesem Sinne ein Teenager, der mitten in der Pubertät steckt, jedoch benahm sie sich oftmals nicht so. Wenn ich ihr Alter nicht gewusst hätte, hätte sie ehrlich gesagt auf 6-8 Jahre geschätzt. So wartet sie u.a. jeden Abend in ihrem Bett auf den Gute-Nacht-Kuss von ihrem Eltern, bevor sie tatsächlich einschlafen kann. Dies klingt zwar sehr süß, aber in meinen Augen dann doch ein wenig realitätsfern. So etwas gibt es in diesem Alter sicherlich noch, allerdings wollte dies so gar nicht zu ihren anderen Wesenszügen passen. Auch ihr Verhalten zu ihrer Mutter ist enorm kindisch gewesen und ich wüsste nicht, ob ich mir das an Stelle ihrer Mutter so hätte gefallen lassen.

Ihre Mutter wird krank und wenig später wird bei ihr Krebs festgestellt, der nicht mehr behandelt werden kann. Anstatt ihrer Mutter beizustehen, lehnt sie alles ab und behauptet stellenweise sogar, ihre Mutter für die Krankheit zu hassen. Natürlich ist man traurig, machtlos und wütend, wenn man von so einer Diagnose erfährt, aber sollte man nicht lieber für die Mutter da sein und deren Ratschläge und Tipps annehmen? Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass Sarah einfach ein wenig reifer und vernünftiger reagiert hätte, doch dies war leider nicht so und somit auch ein Grund für mich, sie immer weniger zu verstehen.
Ihre Eltern selbst haben mir dagegen sehr gut gefallen. Ihr Verhältnis untereinander hat mich sehr berührt und stellenweise auch zum Nachdenken angeregt. Die Krankheit hat beide nur noch fester zusammengeschweißt und sie wollen die letzte Zeit, die ihnen noch bleibt, in vollen Zügen genießen.

Obwohl die Geschichte sehr gut geschrieben ist und besonders durch ihre Melancholie auffällt, hat mir dennoch das gewisse Etwas gefehlt. Der Plot ist interessant und auch die Figuren sind zum Teil gut ausgearbeitet, aber dennoch war mir die Geschichte viel zu ruhig und mir ist trotz der bedrückenden Thematik einfach zu wenig passiert.

Das Cover gefällt mir dagegen sehr. Die melancholische Stimmung ist gut aufgefangen und der Steg ist als Symbol sehr schön ausgewählt. Auch die Kurzbeschreibung weiß zu überzeugen und hat mich direkt zum Kauf animiert.

„You Shouldn’t Have To Say Goodbye“ ist sicherlich eine traurige Geschichte, die berührt und zum Nachdenken anregen kann, allerdings hat mir das gewisse Etwas gefehlt, um mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen zu können. Wäre die Protagonistin ein wenig reifer erschienen, hätte ich mich vermutlich besser mit ihr identifizieren können. So ist „You Shouldn’t Have To Say Goodbye“ zwar ein nettes und trauriges Buch, aber kein Werk, das ich auf Dauer im Gedächtnis behalten werde.

Ein Kommentar zu „Patricia Hermes – You Shouldn’t Have to Say Goodbye

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