Rezension

Teresa Sporrer – Verliebe dich nie in einen Rockstar (Rockstar #1)

Kurzbeschreibung
Ein Rockstar in ihrer Klasse! Zoey kann es noch gar nicht richtig glauben. Der angeblich coolste Junge aller Zeiten sitzt in Mathe plötzlich neben ihr. Acid. Ja, genau – DER Acid. Ungekämmtes Haar, verschlungene Tattoos auf den Armen, auffällige Sonnenbrille und natürlich tiefschwarze Klamotten. Vollkommen übertrieben, findet Zoey und versteht nicht, warum ihre Freundinnen bei jeder seiner Bewegungen loskreischen müssen. Aber es kommt noch viel schlimmer. Acid braucht Nachhilfe in Mathe – und die will er ausgerechnet und ausschließlich von Zoey. ~ Quelle

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Meine Meinung
„Verliebe dich nie in einen Rockstar“ ist mir ehrlich gesagt zuerst wegen des wunderschönen Covers aufgefallen. Da der Inhalt auch einigermaßen interessant klang, wollte ich dem Buch eine faire Chance geben, musste aber bereits auf den ersten Seiten feststellen, dass dieses Ebook mich nicht erreichen konnte. Ich war ehrlich gesagt mehrfach am überlegen, ob ich das Buch eventuell sogar abbrechen soll, doch dann habe ich mich dagegen entschieden und habe mich bis zum Schluss durchgequält.

An sich klingt das Buch ja wirklich ganz nett, aber leider gibt es so viele Logik- und Rechtschreibfehler, sodass der Lesespaß schnell verloren ging. Die Figuren waren mir allesamt unsympathisch, die Handlung zieht sich stellenweise wie Kaugummi und der Schreibstil erschien mir oftmals als viel zu gewollt. Die Geschichte liest sich stellenweise viel zu cool, viel zu gleichgültig und zu zynisch. Es kann ja ganz nett sein, wenn Figuren zynisch sind, nur sollten sie dabei auch in irgendeiner Art und Weise auch sympathisch sein – und dies war meiner Meinung nach nicht so.

Es fängt allein schon bei den Namen der Protagonisten an, die allesamt darauf hinweisen, dass die Geschichte in einem englischsprachigen Raum spielt, doch sie spielt tatsächlich im deutschsprachigen Raum, nämlich in Österreich, was nicht so ganz zum Rest der Geschichte passen mag. Es wirkte auf mich fast schon so, als wollte man eine typische High School-Geschichte aufziehen, die jedoch nicht so ganz in den deutschsprachigen Raum passen wollte.

Gleichzeitig haben mich die vielen kleinen Spitzen an die „Twilight“-Reihe sehr gestört. Ich bin nun wirklich nicht der größte „Twilight“-Fan aller Zeiten und kann so manche Kritik an den Büchern verstehen, allerdings finde ich es ausgerechnet in diesem Buch, das selbst vor Logikfehlern nur zu strotzt, alles andere als passend. Dazu muss man sagen, dass „Verliebe dich nie in einen Rockstar“ das Erstlingswerk von Teresa Sporrer ist, da hätte ein bisschen mehr Bescheidenheit sichtlich gut getan.

Mit Zoey lernt man ein ganz spezielles Mädchen kennen, denn anscheinend findet sie immer und an allem etwas auszusetzen. Sie hat sehr viele Vorurteile, trieft nur so vor Sarkasmus, wird stellenweise sehr schnell ausfallend und scheint sich in nahezu jeder Sache überlegen zu fühlen. Ich habe selten eine so unsympathische Buchfigur kennengelernt und das mag schon was heißen. Normalerweise möchte man ja als Autor erreichen, dass sich der Leser mit den Figuren identifiziert, sie versteht, mit ihnen fühlt, hier ist es jedoch das genaue Gegenteil. Ich hatte stellenweise sogar das Gefühl, als wolle man mich mit Zoey und ihren oftmals noch vollkommen kindischen und oberflächlichen Freundinnen vergraulen. Auch Acid konnte mich leider nicht von sich überzeugen, wobei ich hier sagen muss, dass er mich immerhin halbwegs überzeugen konnte. Zwar ist auch er nicht unbedingt sympathisch, aber dafür recht interessant.

Die Dialoge sind stellenweise ganz gut, stellenweise auch das genaue Gegenteil. An sich sind einige Dialoge sogar ganz niedlich, wenn es um einige Schwärmereien angeht, andere dagegen so gar nicht, da ich dabei oft das Gefühl hatte, dass sämtliche Figuren für ihr Alter doch noch sehr unreif wirkten. Positiv ist jedoch, dass dabei die Liebesgeschichte nicht zu kitschig beschrieben wird, sondern stellenweise sogar recht süß beschrieben wird. Zwar darf auch hier der Sarkasmus nicht fehlen, aber dennoch ist auch eine gute Portion Romantik dabei, die nicht zu dick aufgetragen wird.

Was an diesem Ebook aber tatsächlich sehr gut gelungen ist, ist das Cover. Die Farben und die Ansätze einer Gitarre gefallen mir sehr und passen auch gut zu der Geschichte. Es ist bedauerlich, dass der Inhalt dabei nicht mithalten konnte. Die Kurzbeschreibung liest sich ganz okay, hat mich aber nicht unbedingt auf Anhieb angesprochen.

Es gibt Bücher, bei denen soll es einfach nicht sein. Leider gehört „Verliebe dich nie in einen Rockstar“ in genau diese Kategorie und somit werde ich die „Rockstar“-Reihe nicht mehr verfolgen. Wären die Charaktere ein wenig sympathischer und interessanter ausgearbeitet worden, hätte ich sicherlich mehr Spaß an dem Ebook gehabt. So bin ich eher froh, dass ich dieses Ebook hinter mich gebracht habe, von daher kann ich auch keine Leseempfehlung aussprechen. Den zweiten Band „Blind Date mit einem Rockstar“ werde ich nicht mehr lesen.

Reihenfolge
Verliebe dich nie in einen Rockstar
Blind Date mit einem Rockstar (5. Dezember 2013)

2 Kommentare zu „Teresa Sporrer – Verliebe dich nie in einen Rockstar (Rockstar #1)

  1. Ich fürchte, dass es mir genauso gehen wird. Ich habe angefangen und das Buch dann aber erstmal wieder zur Seite gelegt. Ich werde dem Buch im Urlaub nochmal eine Chance geben, aber viel Hoffnung habe ich nicht.
    LG
    Yvonne

  2. Eigentlich schade, denn das Potential ist vorhanden, aber für mich da zu viel nicht zusammengepasst. Da kann ich auch über das wunderschöne Cover nicht hinwegsehen.

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