Rezension

Mike Greenberg – Was uns glücklich macht

Kurzbeschreibung
Brooke ist glücklich verheiratet und Mutter. Zum vierzigsten Geburtstag will sie ihrem Mann Aktfotos von sich schenken. Samantha ist in den Flitterwochen, als sie herausfindet, dass ihr viel älterer Mann sie betrügt. Mit einer viel älteren Frau. Katherine ist sensationell erfolgreich in ihrem Job. Wen stört es da schon, dass ihr Boss ihr das Herz gebrochen hat? Drei Frauen, drei ganz unterschiedliche Schicksale. Doch Brooke, Samantha und Katherine haben etwas gemeinsam – aber noch weiß keine von ihnen, was es ist. ~ Quelle

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Meine Meinung
„Was uns glücklich macht“ gehört leider in die Kategorie: „Wunderschönes Cover, katastrophaler Inhalt!“. Ich habe ja schon viele Bücher gelesen, die sich im Laufe der Zeit als Flop entpuppt haben, aber selten kam es vor, dass ich mich bei einem Buch so durchquälen musste.

Ich wollte dieses Buch ehrlich gesagt mehrfach abbrechen, weil ich von den Figuren und dem kompletten Plot so gelangweilt und genervt war. Ich mag es normalerweise sehr, wenn sich männliche Autoren an Liebesromane, bzw. Frauenliteratur heranwagen, dies klappt z.B. bei Marc Levy und Nicholas Sparks sehr gut, aber Mike Greenberg, seines Zeichens Sportjournalist, sollte lieber die Finger von solchen Themen lassen, denn diese sind bei ihm leider nicht sonderlich gut aufgehoben.

Der Schreibstil ist leider alles andere als gelungen. Die Geschichte liest sich sehr holprig, stellenweise gibt es Logikfehler und dazu sind die Charaktere sehr schlecht ausgearbeitet, sodass man dieses Buch einfach nur als oberflächlich bezeichnen kann. Die Geschichte wird aus insgesamt drei Sichten erzählt, was eigentlich vollkommen in Ordnung ist und mich normalerweise nicht überfordert. Hier hat es dies aber tatsächlich. Anhand der Kapitelüberschrift erkennt man normalerweise, aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wird, problematisch ist es jedoch, wenn dermaßen große Sprünge dabei getätigt werden, sodass man der Geschichte nicht mehr so ganz folgen kann. Das größte Problem hatte ich jedoch mit den Dialogen, die oftmals zu gewollt erschienen. Die Gespräche zwischen sämtlichen Beteiligten lesen sich beinahe wie auswendig gelernt, es herrscht keine Lockerheit und nur viel zu selten lässt sich eine Spur von Humor erkennen.

Auch bei den Charakteren hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Zwar sind alle drei Frauen auf den ersten Blick sympathisch, aber dies täuscht. Natürlich ist sowas immer Geschmacksache, mir waren Brooke, Samantha und Katherine jedoch viel zu klischeehaft, teilweise sehr zickig, unauthentisch und oberflächlich. Der Autor versucht zwar die Charaktere möglichst facettenreich darzustellen, jedoch ist dies ihm nach meinem Geschmack nicht sonderlich gut gelungen. Es bleibt natürlich jedem Leser selbst freigestellt, wie viel sie von einer Buchfigur erfahren möchte. Bei mir sieht es so aus, dass ich – besonders bei einer derartigen Thematik – den Figuren in die Seele schauen möchte, was hier jedoch nicht der Fall war. Obwohl man von den drei Frauen einiges erfährt, habe ich jedoch nicht das Gefühl gehabt, dass ich sie tatsächlich kennenlernen durfte.

Wenn man dann noch bedenkt, welches gemeinsame Schicksal sich Brooke, Samantha und Katherine teilen, ist dies zunächst rührend, aber leider hat es mich auch zum Großteil recht kalt gelassen. Mir wurde das Thema Brustkrebs dabei zu schnell abgearbeitet, was bei so einem Buch eigentlich nicht sein sollte. Es klingt vielleicht ein wenig hart, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass eine Frau die Thematik deutlich besser beschrieben hätte, vor allem wäre es dann nicht so dermaßen klischeehaft gewesen.

Nun zum einzigen Highlight: Das Cover. Dieses ist wirklich wunderschön und hat mich direkt angesprochen, sodass ich mich erst für dieses Buch interessiert habe. Auch die Kurzbeschreibung fand ich sehr ansprechend, aber leider entpuppt sich diese dann doch als deutlich besser und vor allem als anders, als das Buch tatsächlich ist.

„Was uns glücklich macht“ ist leider kein Buch für mich, da kann das Cover noch so wunderschön sein, es passte einfach nicht. Da auch die Charaktere und die Handlung selbst so dermaßen oberflächlich sind, kann und möchte ich keine Kauf-, bzw. Leseempfehlung aussprechen.

2 Kommentare zu „Mike Greenberg – Was uns glücklich macht

  1. Da geht es mir mit dem Buch genau andersrum. Mir hat der Inhalt sehr gut gefallen, das Cover hingegen finde ich eher nichtssagend.

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