Rezension

Abbi Glines – Vollkommen verliebt (The Vincent Boys #1)

512DzQjEvAL._SY445_Kurzbeschreibung
Irgendetwas an ihm machte mich verrückt. Ich wusste nicht was, aber ich musste zu ihm. Was war nur mit mir los? Ashton hat es satt, allen etwas vorzumachen. Sie ist nicht die brave, anständige Pfarrerstochter, für die alle sie halten. Als ihr Freund Sawyer den Sommer über verreist, trifft sie seinen Cousin Beau wieder – den attraktiven Bad Boy der Stadt. Als Kinder waren sie beste Freunde, doch plötzlich knistert es heftig zwischen ihnen. Und je mehr die beiden versuchen, voneinander zu lassen, desto unmöglicher wird es, dem eigenen Verlangen zu widerstehen. ~ Quelle

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Meine Meinung
Abbi Glines konnte mich bereits mit ihrer „Rush of Love“-Trilogie begeistern. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen, als ich erfahren habe, dass es eine weitere Reihe von ihr geben wird. Während die Reihe in Deutschland unter dem Namen „Little Secrets“ veröffentlicht wird, heißt sie im Original „The Vincent Boys“, allerdings sind beide Titel durchaus passend. Das Buch war schnell ausgelesen und zum Glück konnte es meine hohen Erwartungen erfüllen, allerdings dann doch etwas anders, als ich zuvor erwartet habe.

Abbi Glines hat einen sehr interessanten Schreibstil, der gerne mal zwischen toll und kitschig abweichen kann. Besonders bei den erotischen Szenen fällt mir immer wieder auf, wie sie zwischen romantisch und salopp wechselt. An sich ist dies ja ganz abwechslungsreich, aber dennoch musste ich bei solchen Szenen immer unfreiwillig schmunzeln. Allerdings muss ich zugeben, dass die Dialoge bei „Vollkommen verliebt“ deutlich lesbarer und unterhaltsamer sind, als bei „Rush of Love“. So kann man zumindest sagen, dass sich die Autorin stets steigert. Die Geschichte liest sich einfach und schnell, die Kapitel haben die richtige Länge und das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Ashton und Beau erzählt. Dabei lernt man die Figuren richtig gut kennen und ich konnte mich somit in vielen Situationen in sie hineinversetzen.

Ashton und Beau sind zwei sehr interessante und sympathische Figuren, die mir direkt gefallen haben. Während Ashton stets das Vorzeigemädchen sein muss, ist Beau der Bad Boy der Stadt, von dem man stets das Schlimmste erwartet. Sie sind bereits seit der Kindheit miteinander befreundet, allerdings kühlte diese in den letzten Jahren immer mehr ab. Ashton konnte ich dabei besonders ins Herz schließen. Als Pfarrerstochter sind die Augen stets auf sie gerichtet und man erwartet immer wieder von ihr, dass sie zu allen Menschen freundlich und hilfsbereit ist, allerdings brodelt es schon lange in ihr und sie möchte einfach sein wie sie ist – und dies ist eben nicht immer nur freundlich und hilfsbereit, was jedoch auch vollkommen okay ist. Dagegen bezweifeln die Leute bei Beau, dass er nett, freundlich und zuvorkommend sein könnte. Durch seine Mutter und sein Zuhause ist er von den Menschen nicht unbedingt immer gern gesehen, was ihn besonders ältere Menschen spüren lassen. Sein Cousin Sawyer, Ashtons Freund, ist dagegen das genaue Gegenteil. Er ist der Star in der Schulmannschaft, er ist gutaussehend, stets zuvorkommend und höflich und jede Mutter wünscht ihn sich als Schwiegersohn. Für die Bürger der Stadt steht es quasi schon fest, dass Ashton und Sawyer irgendwann heiraten werden.

Der Verlauf der Geschichte und besonders die Veränderungen, die Ashton durchlebt, werden nachvollziehbar und authentisch beschrieben, sodass ich keinerlei Logikfehler entdecken konnte. Stellenweise kam mir die ein oder andere Veränderung zwar viel zu schnell und viel zu plötzlich, aber dennoch konnte mich die Geschichte von Beginn an unterhalten. Die erotischen Szene sind dagegen stellenweise sehr witzig, auch wenn dies von der Autorin gar nicht beabsichtigt ist. Ich weiß nicht, ob man dies der Übersetzerin ankreiden muss, aber es ist schon interessant, wie oft eine Bezeichnung für das männliche Geschlechtsteil binnen kürzester Zeit doch wechseln kann.

Das Ende hat mir wiederum sehr gut gefallen. An sich ist die Geschichte abgeschlossen, jedoch gibt es auch noch einige unbeantwortete Fragen und Andeutungen, die für den zweiten Band „Vollkommen vertraut“ sehr interessant werden könnten. Ich bin schon sehr gespannt.

Die Covergestaltung ist nett, aber nicht unbedingt ein optisches Highlight. Ich muss jedoch zugeben, dass mir das deutsche Cover deutlich besser als die Originalausgabe gefällt. Die Kurzbeschreibung ist dagegen sehr gelungen und hat mich direkt angesprochen.

„Vollkommen verliebt“ hat mir sehr gut gefallen und konnte mich mit interessanten Figuren und oftmals unfreiwillig amüsanten Szenen begeistern. Ich bin bereits sehr auf den zweiten Band „Vollkommen vertraut“ gespannt, bei dem Sawyer eine größere Rolle spielen wird. Wer bereits „Rush of Love“ mochte, wird auch an „Vollkommen verliebt“ seine Freude haben.

Reihenfolge
Vollkommen verliebt
Vollkommen vertraut (November 2013)
My Vincent Boys (Datum unbekannt)

3 Kommentare zu „Abbi Glines – Vollkommen verliebt (The Vincent Boys #1)

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