Rezension

Kristan Higgins – Das Gute liegt so nah

Kurzbeschreibung
Joe! Für die junge Ärztin Millie Barnes hat die Sehnsucht einen Namen. Nach dem Studium zurück auf Cape Cod, will sie vor allem eins: Joe Carpenter davon überzeugen, dass sie beide zusammen gehören. Schließlich schwärmt sie seit ihrer Highschoolzeit für ihn. Niemand hat so freche Augen und so ein sexy Grübchen wie er, niemand dieses dunkelblonde Haar, das immer so ausseht, als hätte darin gerade eine Frau gewühlt was wahrscheinlich stimmt. Allerdings gibt es noch einen zweiten Mann in Millies neuem, alten Leben: Ihren Schwager Sam, frisch von ihrer egomanischen Schwester geschieden. Nur ein guter Freund, nur ein verlässlicher Kumpel. Oder? Aber wer sagt eigentlich, dass die Sehnsucht nur einen Namen trägt? ~ Quelle

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Meine Meinung
Kristan Higgins hat mich bislang leider noch nicht so von sich überzeugen können, wie ich es erhofft habe. Ein Buch hat mir richtig gut gefallen, das nächste Werk danach war leider ein totaler Flop. Nun wollte ich der Autorin noch einmal eine Chance geben und habe mich für „Das Gute liegt so nah“ entschieden. Die Chance wurde zwar nicht komplett genutzt, aber immerhin ist das Buch in meinen Augen kein totaler Flop.

Der Schreibstil von Kristan Higgins ist an sich zwar ganz gut, allerdings schafft die Autorin es nie, dass ich mich bei ihren Werken komplett wohl fühle. Die Figuren und Orte werden zwar gut und liebevoll beschrieben, aber mir erscheint oftmals alles zu oberflächlich. Dabei ist es wirklich spürbar, dass die Autorin sich um ihre Leser bemüht und diesen immer wieder etwas Neues bieten möchte, aber leider kommt dies bei mir nicht ganz an. Ich mag jedoch ihren Humor und ihren Sinn für Romantik, die bei einem solchen Genre Gold wert sind.

Mit den Figuren hatte ich leider oftmals ein Problem, denn auch wenn sie von der Autorin liebevoll beschrieben wurden, kamen sie mir oftmals unglaublich oberflächlich vor. Es wurde mir zu simpel gedacht und zu simpel gefühlt, wirklich tiefgehende Gedankengänge oder Dialoge kamen dabei nur selten vor. Besonders mit Millie wurde ich leider nicht warm, da ich mit ihrer Art oftmals nicht ganz klar kam. Ihre Gefühle und Gedanken habe ich ihr nur selten abgenommen und somit kam sie für mich oftmals nicht ganz authentisch daher.

Ich habe bei „Das Gute liegt so nah“ einiges vermisst. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass die Protagonistin mal etwas tiefgründiger wäre, nicht zu verrückt, nicht zu verbissen, sondern einfach nur liebenswürdig. Zwar ist Millie dies sogar an einigen Stellen, aber dennoch war sie mir den anderen Figuren aus vorherigen Büchern der Autorin einfach zu ähnlich. Dazu bin ich nicht unbedingt ein Fan von Dreiecksbeziehungen, bzw. von Frauen, die sich nicht entscheiden können, allerdings muss ich auch sagen, dass ich schon weitaus schlimmere Dreiecksbeziehungen gelesen habe und von daher war diese noch eine der angenehmen Sorte.

Aber wie oben bereits gesagt, war die Geschichte kein totaler Flop, sondern ganz nette Unterhaltung, wenn man das Werk als Zweitbuch betrachtet. So mochte ich Cape Cod als Ort sehr gerne und auch die Nebenfiguren waren ganz sympathisch. Schade nur, dass Millie da nicht so ganz mithalten konnte.

Das Cover ist leider wieder einmal so eine Sache. Auf der einen Seite ist es ganz ansehnlich, auf der anderen Seite so extrem gekünstelt, dass es schon wieder unschön wirkt. Besonders die Mimik ist dabei misslungen. Die Kurzbeschreibung ist dagegen wieder einmal richtig gut und macht Lust auf mehr.

Insgesamt ist „Das Gute liegt so nah“ ganz nett, aber nichts, was mich langfristig unterhalten konnte. Die Figuren sind liebevoll beschrieben, aber noch ausbaufähig, gleiches gilt für den Plot. Kristan Higgins und ich soll auch nach dem dritten Buch nicht so ganz sein, denn leider geraten ihre Bücher bei mir viel zu schnell in Vergessenheit. Ob ich noch ein weiteres Werk von ihr lesen werde, halte ich zwar nicht für ausgeschlossen, aber ich brenne auch nicht darauf. Die Zeit wird es zeigen.

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