Rezension

Jenny Han – Ohne dich kein Sommer (Summer #2)

Kurzbeschreibung
In all den Sommern mit Conrad und Jeremiah fühlte Belly sich stets zu dem verschlossenen Conrad hingezogen. Doch kaum hat die 16-Jährige dessen Herz erobert, fällt ein Schatten auf die erste Liebe. Conrads Mutter Susannah stirbt, und sein Vater will auch noch das Strandhaus verkaufen. Um das zu verhindern, bricht Conrad sofort dorthin auf. Jeremiah und Belly folgen ihm. Wird jetzt noch einmal alles wie früher, die drei in Freundschaft vereint? Belly klammert sich an diese Vorstellung – doch bei der Abschiedsparty werden die Karten noch einmal neu gemischt… ~ Quelle

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Meine Meinung
Jenny Han ist meine persönliche Neuentdeckung im Jahre 2013! Als ich „Der Sommer, als ich schön wurde“ gelesen habe, stand für mich direkt fest, dass ich auch die anderen beiden Bände „Ohne dich kein Sommer“ und „Der Sommer, der nur uns gehörte“ ebenfalls unbedingt lesen möchte. Also ging es direkt in die Buchhandlung und schon am gleichen Abend ging es mit Belly, Conrad und Jeremiah weiter. Und es hat sich definitiv gelohnt.

Ich dachte eigentlich, dass Jenny Han den ersten Band nicht mehr toppen könnte, aber es ist ihr tatsächlich gelungen. „Ohne Dich kein Sommer“ ist deutlich emotionaler und tiefgehender. Bereits auf den ersten Seiten war ich den Tränen nahe und dies ging fast die ganze Zeit über so weiter, denn Jenny Han beschreibt Bellys Gefühle und Gedanken so eindringlich und detailliert, dass es gar nicht anders möglich ist, als selbst die Gefühle zu empfinden, die Belly empfindet.

Susannahs Tod und ihre Beerdigung werden so dermaßen emotional beschrieben, sodass man selbst um sie und um all die Momente trauert, die sie nicht mehr erleben darf. Sie gehörte im ersten Band zu meinen Lieblingsfiguren und es ist sehr traurig, wie es mit ihr bergab ging, allerdings ist ihr Tod die einzig richtige Entscheidung, auch wenn es zunächst schmerzt. Durch diese Situation lernt man vor allem Belly, Jeremiah und Conrad noch einmal vollkommen neu kennen. Sie wirken allesamt ernster und von Unbeschwertheit ist nicht mehr viel zu spüren.

Besonders bei Belly findet eine Veränderung statt, die schmerzlich und wunderbar zugleich ist. Susannahs Tod lässt sie nicht los und sie verbietet es sich quasi selbst, glücklich zu sein. So hat sie immer, wenn sie lacht, ein schlechtes Gewissen und gleichzeitig erinnert sie alles an Susannah. Ihre Gedanken und Gefühle wirken sehr authentisch und auch der Trauerverlauf wird nachvollziehbar beschrieben. Auch Jeremiah und Conrad werden dabei authentisch und interessant beschrieben. Jeremiah ist auch nach Susannahs Tod recht offen und versucht stets positiv zu sehen. Conrad ist dagegen gewohnt muffig und in sich gekehrt. Gefühle lässt er nicht zu und er wirkt meistens recht abweisend. Während ich dieses Verhalten im ersten Band manchmal ein wenig als nervig empfand, empfand ich dies bei „Ohne dich kein Sommer“ dagegen nicht, da man ihn besser kennen lernt und auch seine Taten besser verstehen kann.

Mit dem geplanten Verkauf des Sommerhauses, den Jeremiah, Belly und Conrad verhindern möchten, wurde die nötige Dramatik geschaffen, die ich im ersten Band noch ein wenig vermisst habe. Zwar konnte ich mir sehr schnell ausrechnen, wie die Geschichte rund um das Haus enden könnte, allerdings hätte ich mit dem Verlauf bis dahin nicht unbedingt gerechnet. Auch das Ende traf mich vollkommen unerwartet, denn ich habe mit gewissen Wendungen absolut nicht gerechnet, dazu hat das Buch am Ende einen bösen Cliffhanger, sodass ich auch das dritte Buch nun unbedingt lesen muss. Man muss schon sagen: Ein sehr cleverer Schachzug von der Autorin.

Das Cover hat mir dagegen leider überhaupt nicht gefallen. Das Cover vom ersten Band war zwar auch nicht unbedingt ein Hingucker, aber immerhin hat dies noch einigermaßen zu Belly gepasst. Der violette Rand und das Schiff im Hintergrund sind dagegen leider ein Flop, denn dies passt nicht zur Geschichte. Ich hätte mir da eher ein Cover gewünscht, das die Emotionen auch hervorgebracht hätte. Die Kurzbeschreibung ist dagegen sehr gelungen und hat mich zum direkten Weiterlesen animiert.

„Ohne Dich kein Sommer“ ist eine würdige Fortsetzung und alles andere als ein Lückenfüller. Die Figuren konnte ich noch mehr ins Herz schließen und ich hätte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus den Händen gelegt. Wer den ersten Band mochte, wird „Ohne Dich kein Sommer“ lieben. Hoffentlich wird es noch viele weitere Bücher von der wunderbaren Jenny Han geben.

Reihenfolge
Der Sommer, als ich schön wurde
Ohne dich kein Sommer
Der Sommer, der nur uns gehörte

3 Kommentare zu „Jenny Han – Ohne dich kein Sommer (Summer #2)

  1. Eine schöne Rezi! Um Band 1 bin ich auch mehrfach geschlichen. Dann wandert es jetzt auf meiner WL weiter nach oben. 🙂

    Schönes WE!
    SaCre

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