Rezension

Nancy Salchow – Memo von Meena

Kurzbeschreibung
Oliver scheint am Ziel seiner Träume: Als Kolumnist eines großen People-Magazins hat er endlich den Job, den er sich immer gewünscht hat. Doch seine Begeisterung bekommt einen ersten Dämpfer, als er erfährt, dass er keine eigene Kolumne bekommt, sondern als Ghostwriter für die hochschwangere Kolumnistin Meena einspringen soll. Alles, was man ihm in die Hand drückt, ist ein Diktiergerät mit den Audionotizen seiner Vorgängerin und den Tipp: Schreib einfach genau wie sie! Doch wie konstruiert man aus stundenlangen, konfus zusammengewürfelten Aufnahmen eine lesenswerte Kolumne? Und wie fasst man die vielen Worte einer Frau zusammen, die scheinbar alle Talente beherrscht außer der Fähigkeit, auf den Punkt zu kommen? Die Aufgabe, sich in die Gefühlswelt einer Frau zu versetzen, wird zur Mission – und schon bald ist die fremde Stimme auf dem Diktiergerät weit mehr als nur ein Job. ~ Quelle

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Meine Meinung
Nancy Salchow war mir bereits durch Werke wie „Unser sechzehntes Jahr“, „Doppelkinnbonus“ oder auch „Das Luftblumenhaus“ bekannt und von daher war ich sehr erfreut, als ich „Memo von Meena“ entdeckt habe. Ich habe mir das Buch direkt geholt und fing an zu lesen und ich war direkt begeistert.

Nancy Salchow hat einen unglaublich sympathischen Schreibstil, der mich immer wieder unterhalten kann. Die perfekte Mischung aus manchmal traurigen Schicksalen, die jedoch immer wieder mit einer guten Portion Humor vermischt sind, gefällt mir sehr gut und somit war auch dieses Buch wieder ein Volltreffer. Dazu lässt sich jedes Werk von der Autorin sehr leicht und schnell lesen. Besonders die Charaktere haben es mir in dieser Geschichte angetan, die man trotz der Kürze (92 Seiten) sehr gut kennen lernt.

Meena und Oliver sind großartige Protagonisten, die ich auf Anhieb sympathisch fand. Meena hat in Deutschlands beliebtestem Frauenmagazin eine Kolumne, die bei den Leserinnen wie eine Bombe einschlägt. Als sie jedoch schwanger wird und strenge Bettruhe verordnet bekommt, erhält die Kolumne einen Ghostwriter: Oliver! Dieser kann sich jedoch aufgrund von vielen Memos in Meenas Gedankenwelt wiederfinden und dadurch bleibt die Kolumne weiterhin ein großer Erfolg. Durch die vielen Memos empfindet Oliver immer mehr für Meena. Er sucht den Kontakt, versucht sie zu verstehen und konzentriert sich immer weniger auf die Kolumne. Während er ein eher neugieriger Mensch ist, der nach Bauchgefühl handelt, ist Meena eher die Grüblerin, die alten Dingen hinterher trauert und sich nicht so ganz auf die Gegenwart einlassen kann. Dadurch entstehen interessante und humorvolle Emails und SMS zwischen den beiden Protagonisten.

Neben den SMS und Emails, die Oliver und Meena austauschen, gibt es noch viele Tonbandaufnahmen von Meena und später auch von Oliver, der die Tonbandaufnahmen als hilfreich und lehrreich ansieht und somit selbst beginnt, diese zu sprechen. Dadurch gibt es zwar weit weniger Dialoge als erwartet, aber dennoch lernt man die Protagonisten gut kennen und ich konnte sie schnell ins Herz schließen.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dabei dennoch: Die Geschichte ist viel zu kurz und hätte noch locker 150-200 weitere Seiten füllen können. Die Handlung, als auch die Protagonisten besitzen eine Menge Potential und ich hätte noch viel mehr erfahren wollen, aber leider kam das Ende schon fast zu schnell, denn man rast dem Ende quasi entgegen, was ich ein wenig schade finde. Die Auflösung der Geschichte wird quasi in einer kleinen Zusammenfassung zusammengetragen, was die Geschichte meiner Meinung nach nicht verdient hat, denn dafür ist sie einfach bis dahin zu gut geschrieben.

Die Covergestaltung ist sehr hübsch, da das Thema Kolumne perfekt dargestellt wird. Meena ist dabei sehr gut getroffen und auch der Seiteneinriss zum Titel gefällt mir sehr. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und stimmig und es wird nicht zu viel verraten.

Insgesamt hat mich „Memo von Meena“ überzeugen und begeistern können. Interessante Protagonisten und ein guter Plot sorgen dafür, dass ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt habe. Ich kann der Autorin nur wünschen, dass sie bald viel mehr als nur ein Geheimtipp ist. Bitte mehr davon!

3 Kommentare zu „Nancy Salchow – Memo von Meena

  1. Hab das E-Book letztens kostenlos bei Amazon runtergeladen, bin aber leider noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Deine Rezension hat mich nun aber auch neugierig gemacht 🙂

    LG Michaela

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