Rezension

Shelena Shorts – Zeitenlos: Der Anfang (The Pace #1)

Kurzbeschreibung
Sophie ist gerade mit ihrer Mutter nach Kalifornien gezogen und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch dann rammt sie beim Ausparken das Auto eines Jungen, der unglaublich charmant und gut aussehend ist. Sophie kann nicht aufhören, an ihn zu denken, aber als sie Weston wiedersieht, merkt sie schnell, dass er etwas vor ihr verbirgt. Warum lebt er allein in einem riesigen Haus? Woher hat er all seinen Reichtum? Und was sind das für Forschungen, die er in seinem Labor durchführt? Die Wahrheit ist so unfassbar, dass Sophie sie zuerst gar nicht glauben kann… ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich habe in meinem Leben ja schon einige schlechte Bücher gelesen, aber dieses Buch toppt so einiges, denn was ich hier lesen musste, ist stellenweise mehr als lächerlich und weder glaubwürdig umgesetzt, noch toll geschrieben. Ich möchte der Autorin nun nicht vorwerfen, dass sie den Beruf verfehlt hat, aber ihr Schreibstil und ihre Ideen konnten mich trotz der guten Kurzbeschreibung nicht begeistern.

Obwohl sich die Geschichte aufgrund der leichten Sprache recht schnell liest, muss ich doch sagen, dass es auch stellenweise seine Längen hatte, die absolut nicht nötig waren und die mich mehr genervt als unterhalten haben. So wird u.a. in aller Ausführlichkeit beschrieben, dass Sophie zu ihren Keksen gerne Milch trinkt und wie sie ein Glas aus dem Schrank nimmt, sich dieses einschüttet und austrinkt. Da frage ich mich ganz ehrlich was das soll, da es so gar nichts mit dem eigentlichen Inhalt zu tun hat. Dafür bleiben wichtige Fragen lange Zeit offen und wurden kaum beantwortet.

Darüber hinaus gibt es unglaublich viele Klischees in diesem Buch, die alles andere als gut sind. So wird immer und immer wieder betont, wie reich und gut aussehend Wes doch wäre und Sophie absolut nicht verstehen könnte, wieso er sich ausgerechnet für sie interessieren würde. Ständig wird darauf hingewiesen, wie sexy und unwiderstehlich Sophie ihn findet und er ja so wunderbar sei, gleichzeitig wird aber auch immer wieder erwähnt, dass sie ihn eigentlich gar nicht kennen würde. Dieses Buch ist wirklich zum Mäuse melken und ich hatte wirklich keinen Spaß dabei, erst recht, wenn ich an die Charaktere denke, bei denen mir stellenweise fast schlecht wurde.

Sophie ist eine typische Mary-Sue, wie sie im Buche steht: Zurückgezogenen, schüchtern, häufig umgezogen, ohne Vater aufgewachsen und verliebt sich in den erstbesten Typen, den sie natürlich sofort bis an ihr Lebensende lieben und ehren will. Obwohl immer wieder erwähnt wird, dass sie weder naiv, noch leicht zu beeindrucken sei, geht sie immer wieder nur auf das Geld und das Aussehen von Wes ein und stellenweise machte sie mir den Eindruck, als wolle sie seinen Charakter gar nicht mal kennen lernen. Wes ist ebenfalls so eine Type, die man nicht unbedingt in seiner privaten Umgebung braucht. Egal, was Sophie macht – und sei es noch so dämlich – er ist immer an ihrer Seite, weicht nicht von ihr, verzeiht ihr alles und verwöhnt sie an allen Ecken und Enden. Er ist zu selbstlos und betrachtet auch sehr vieles sehr naiv. Und ja, auch wenn ich solche Vergleiche eher ungern mache: Sophie und Wes schreien quasi schon nach Twilight, denn dort konnte man bereits sämtliche Eigenschaften in gleicher Form schon erleben. Der einzige wirkliche Unterschied besteht lediglich dadrin, dass es in „Zeitenlos: Der Anfang“ keine Vampire gibt.

Bei dem Titel „Zeitenlos: Der Anfang“ dachte ich zunächst an Zeitreisen, aber Pustekuchen. Die Auflösung ist so dermaßen an den Haaren herbeigezogen und unlogisch, dass ich das Buch am liebsten mehrfach gegen die Wand geworfen hätte. Da muss man sich als Leser plötzlich mit der Wissenschaft und Reptilien auseinandersetzen und ich war oftmals über die Wendung der ganzen Handlung mehr als irritiert.
Ich habe mir eine nette Liebesgeschichte über Zeitreisen gewünscht und kein Buch, dass sich plötzlich mit Themen wie Blut, Reptilien und der Wissenschaft beschäftigt. Sicherlich ist dies nicht ganz uninteressant, nur leider gar nicht das, was ich mir bei diesem Werk gewünscht habe.

Die Covergestaltung ist auch so eine Sache. An sich finde ich es wunderschön, nur leider passt es, wenn man weiß, worum es wirklich geht, nicht mehr so ganz zur Thematik. Schade, aber dennoch sehr schön anzusehen. Die Kurzbeschreibung ist dagegen super, verleitet nur durch den Buchtitel und dem Text zu falschen Erwartungen – Stichwort „Zeitreisen“!

„Zeitenlos: Der Anfang“ hat mir leider gar nicht gefallen. Die ersten zwanzig Seiten waren noch toll, aber danach konnte ich leider weder mit den naiven und stellenweise sehr oberflächlichen Charakteren, noch mit der Thematik großartig was anfangen. Vielleicht gibt es Leute, die von der Thematik begeistert sind, nur gehöre ich da nicht zu. Wenn ich mir andere, ebenfalls negative, Rezensionen durchlese, kann ich mir nicht vorstellen, dass die anderen Teile ins Deutsche übersetzt werden.

Reihenfolge
Zeitenlos: Der Anfang
The Broken Lake (dt. Titel unbekannt)
The Iron Quill (dt. Titel unbekannt)
The Hour of Dreams (dt. Titel unbekannt)

5 Kommentare zu „Shelena Shorts – Zeitenlos: Der Anfang (The Pace #1)

  1. Du sprichst mir ja so was von aus der Seele! Zum Glück hatte ich dieses Buch nur ausgeliehen – trotzdem hätte ich gerne die Zeit wieder, die ich ins Lesen investiert hatte. Und auf die Zeitreise-Irreführung bin ich natürlich auch reingefallen.
    Sehr gute Rezension (wie immer) 🙂

  2. ooh, endlich Mal ein Buch, bei dem wir gleicher Meinung sind – schade nur, dass wir es beide so grottenschlecht fanden und wenig Spaß beim Lesen hatten.
    Aber ich bin trotzdem froh, dass wir gleich lagen! 🙂

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