Rezension

Petra Röder – Traumfänger

Kurzbeschreibung
Seit ihre kleine Schwester Emma im Koma liegt, hört Kylie sie in ihren Träumen um Hilfe rufen. In genau einem solchen Traum trifft sie Matt Connor, der dort seit Monaten festsitzt. Bald wird klar, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen, doch hat ihre aufkeimende Liebe überhaupt eine Chance? Denn nur wenn es Kylie gelingt, Matt und Emma aus diesem Traum zu befreien, werden die beiden auch in der realen Welt überleben. Doch in der Traumwelt wimmelt es von bösartigen Kreaturen und Matt trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, von dem Kylie erst erfährt, als es fast zu spät ist. ~ Quelle

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Meine Meinung
Petra Röder war mir schon längere Zeit ein Begriff, nur leider hatte ich bislang kein Buch von ihr gelesen. Nun hat mich jedoch die Neugier gepackt und ich habe spontan zu „Traumfänger“ gegriffen, was direkt ein Volltreffer war, denn das Buch konnte mich auf Anhieb begeistern.

Der Schreibstil hat mich direkt packen können. Petra Röder hat eine recht einfache, aber sehr schöne Sprache gewählt, dazu werden Charaktere und die Traumwelt so dermaßen ausführlich und schön beschrieben, dass es eine Leichtigkeit war, mich in die Geschichte einzufinden. Die Geschichte wird aus Kylies Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, dadurch lernt man sie, ihre Gedanken und Gefühle besonders gut kennen. Die Dialoge sind ebenfalls gelungen, allerdings rutschen sie bei Matt und Kylie auch oftmals ins Kitschige ab, was ich der Autorin jedoch gerne verzeihe.

Kylie hat mir als Protagonistin gut gefallen. Zwar war es mit ihr oftmals nicht leicht, da sie stellenweise sehr zickig und aufgebracht reagiert, aber dennoch musste ich sie einfach ins Herz schließen, denn sie hat auch ihre guten Seiten. So ist sie unglaublich mutig und loyal. Ihre kleine Schwester Emma wurde in die Traumwelt entführt und somit ist ihre Seele in Gefahr. Zusammen mit Matt, der ebenfalls in der Traumwelt gefangen ist, macht sich Kylie auf die Suche nach ihrer Schwester und erlebt dabei Abenteuer, die sie wohl selbst als Letzte erwartet hat. Matt ist ein junger Arzt, der sich schon lange mit der Traumwelt und den Seelenfressern beschäftigt. Vor fünf Monaten hat er sich freiwillig in die Traumwelt begeben und ist seitdem nicht mehr aufgewacht, da in der realen Welt einige schreckliche Dinge passiert sind, über die er erst nach und nach etwas erfährt. Er verliebt sich in Kylie und kümmert sich liebevoll um sie und setzt alles daran, um ihr bei der Suche nach ihrer Schwester zu helfen. Auch in der realen Welt wollen sie den Kontakt nicht zueinander verlieren, allerdings erfährt Kylie erst viel zu spät, welches Geheimnis er mit sich trägt und die reale Welt für ihn weit entfernt liegt.

Die Idee mit der Traumwelt habe ich in dieser Form noch nie so gelesen, von daher konnte mich die Traumwelt und deren Geschöpfe schnell in den Bann ziehen. Besonders Needle, ein kleiner Kobold, ist mir dabei besonders ans Herz gewachsen. Obwohl er für seine Dienste Erinnerungen von Kylie und Matt verlangt, war er nie unsympathisch, sondern man erkennt schnell, was für ein gutes Herz er hat, auch wenn er dies gerne verstecken möchte. Dazu wird die Traumwelt sehr abwechslungsreich beschrieben. Da gibt es z.B. die Schlucht, in der die Feuerwölfe leben, ein See voller Gefahren oder auch den endlosen Wald, indem die Seelenfresser ihr Unwesen treiben.

Oftmals gab es einige Stellen, die ich unglaublich kitschig fand, aber dennoch hat es mich komischerweise nicht genervt, denn ich fand, dass es trotz allem die richtige Portion Kitsch war. Da gibt es zum einen die Dialoge zwischen Kylie und Matt, die stellenweise doch sehr kitschig und naiv klingen, allerdings verzeiht man es den beiden Protagonisten sehr schnell, da sie in einer Extremsituation stecken und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich an ihrer Stelle nicht auch so gehandelt hätte. Gleichzeitig wurde mir stellenweise schon fast zu oft erwähnt, dass Matt Kylie einen flüchtigen Kuss auf die Wange oder auf die Stirn gehaucht hat. Dies hätte man, besonders zum Schluss hin, nicht auf jeder Seite erwähnen müssen.

Ein Kritikpunkt ist für mich das Ende, denn dies konnte mich nur bedingt überzeugen, da mir plötzlich alles viel zu schnell und zu harmlos verlief. Ich habe da auf ein paar dramatische und spannende Szenen gewartet, doch leider blieben diese zum Großteil aus. Sicherlich, dass Ende an sich ist gut gewählt, allerdings hätte man dies deutlich spannender umsetzen können. Dies ist aber auch der einzige große Kritikpunkt, den ich bei der ansonsten wunderbaren Geschichte gefunden habe.

Wirklich schön ist die Covergestaltung. Die Grüntöne und Sterne passen gut zu den Wäldern in der Traumwelt und auch das Pärchen ist gut getroffen. Ebenfalls sehr schön ist die Kapitelgestaltung, die mit seinen Verzierungen und Schriftzügen ein richtiger Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung liest sich gut und macht direkt Lust auf mehr.

Insgesamt hatte ich großen Spaß an „Traumfänger“. Petra Röder ist spätestens nach diesem Werk kein Geheimtipp mehr für mich und ich werde mit Sicherheit auch weitere Bücher von ihr lesen. Interessante Charaktere und eine wunderbare, traumhafte Welt sorgen dafür, dass man sich beim Öffnen des Buches direkt wohlfühlt. Absolute Kauf- und Leseempfehlung!

3 Kommentare zu „Petra Röder – Traumfänger

  1. Ohhh Dein erstes Buch??? Dann greif zu weiteren .. sie sind alle genial. Mindestens 4, meist sogar 5 Sterne. Versuch mal Flammendes Herz .. sooo schön. Aber auch Plötzlich verliebt oder aber die Vampir Trilogie (Blutrubin) .. einfach toll!

  2. Ich bin total begeistert von dem Schreibstil, von daher habe ich mir direkt „Plötzlich verliebt“ und „Plötzlich verlobt“ gekauft. Hoffentlich sind diese mindestens genauso gut. 🙂

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