Rezension

Gabriella Engelmann – Goldmarie auf Wolke 7

Kurzbeschreibung
Marie schwebt auf Wolke 7, als sie einen Job im Laden Traumzeit ergattert. Traumhaft ist vor allem auch der Ire Dylan, den sie dort kennen lernt. Dann geschehen plötzlich viele magische Dinge, die Marie sich nicht erklären kann. Die mysteriöse Nives spinnt ihre Schicksalsfäden und im Leben von Marie und ihrer Stiefschwester Lykke ist bald nichts mehr, wie es einmal war. ~ Quelle

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Meine Meinung
Mit „Goldmarie auf Wolke 7“ hat Gabriella Engelmann erneut eine Märchenadaption geschrieben. Wie immer schafft es die Autorin, ein Märchen so neu zu schreiben, dass es leicht fällt, sich auf die Geschichte einzulassen und somit ist es immer wieder ein riesengroßer Spaß, die Bücher der Autorin zu lesen.

Der Schreibstil ist gewohnt gut und somit sehr leicht und flüssig zu lesen. Gabriella Engelmann schafft es immer wieder, mich an ihre Werke zu fesseln, sodass es mir sehr schwer fällt, die jeweiligen Bücher aus den Händen zu legen. Die Geschichte spielt wieder einmal in Hamburg, sodass ich erneut die Möglichkeit hatte, die Stadt noch näher kennenzulernen. Immer wieder schön, dass die Autorin Hamburg so treu bleibt und sämtliche Märchen in der Stadt spielen. So wachsen mir nicht nur die Charaktere ans Herz, sondern auch immer mehr die Stadt selbst.

Die Geschichte wird in drei Teilen erzählt. Zum einen gibt es immer wieder Tagebucheinträge von Lykke, zum anderen wird die Geschichte über Marie sehr ausführlich erzählt und dann gibt es noch die Erzählung von Frau Holle, sodass die Märchenstimmung bei mir dieses Mal besonders hoch war.

Marie ist eine Protagonistin, die man nur gerne haben kann. Sie ist liebenswürdig, man kann sich in ihre Gefühle und ihre Lage hineinversetzen und ich habe in so mancher Situation mit ihr gelitten. Da ihr Vater verstorben ist, lebt sie bei ihrer Stiefmutter und ihrer Stiefschwester. Während sich ihre Stiefmutter liebevoll um sie kümmert, versteht sie sich mit ihrer Stiefschwester Lykke alles andere als gut, denn diese ist oftmals neidisch und zieht sich eher zurück, als am Familienleben teilzunehmen. In ihren Tagebucheinträgen lästert Lykke oftmals über Marie, deren Freunde und den Alltag, denn sie vor lauter Verbitterung nur gehemmt nachgehen kann. Dylan, der hier als Märchenprinz gilt und von Marie ins Herz geschlossen wird, fand ich schon deutlich sympathischer als Lykke, da er positiver durchs Leben geht.

Natürlich darf auch in diesem Märchen eine Liebesgeschichte nicht fehlen und somit hat man mit Dylan und Marie wieder einmal etwas geschaffen, was mir gut gefallen hat. Die Geschichte ist trotz der sonst eher kitschigen Liebesgeschichten in Märchen sehr gut gelungen und alles wirkt sehr natürlich und vorsichtig und überhaupt nicht aufgesetzt. Das steht nicht nur den beiden Protagonisten, sondern auch der Handlung sehr gut.

Ebenfalls sehr positiv ist die Entwicklung der Charaktere in diesem Buch. Normalerweise erkenne ich erst die stetige Entwicklung nach mehreren Bänden, hier ist es jedoch so, dass sich die Charaktere seitenweise weiterentwickeln und es ist erstaunlich, was kleine Momente dabei doch ausmachen können. Besonders Lykke hat mir dabei sehr gut gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass sie nicht unbedingt mein Liebling war.

Wie bei allen Märchen von Gabriella Engelmann gibt es auch dieses Mal wieder ein Personenregister am Anfang des Buches, das ich wie immer sehr gelungen und hilfreich finde. Es ist immer wieder schön, bereits im Vorfeld über die Charaktere zu erfahren, sodass ich bereits im Vorfeld erahnen kann, welche Figuren mir sympathisch sind und welche nicht.

Dazu hat es mir sehr gut gefallen, wie stark Frau Holle in die Geschichte eingebaut wurde und man bereits lieb gewonnene Charaktere aus den anderen Märchenbüchern noch einmal erleben durfte. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Autorin an bereits abgeschlossenen Geschichten festhält und der Leser dennoch die Chance erhält, etwas Neues über die Charaktere zu erfahren.

Das Cover ist wunderschön geworden und ist ein absoluter Hingucker in jedem Bücherregal. Die knalligen Farben und die vielen Sterne runden das gelungene Bild ab und auch die Kurzbeschreibung liest sich gut, ohne zu viel zu verraten. Gut gemacht!

Insgesamt hat mir „Goldmarie auf Wolke 7“ gut gefallen und es war mal wieder schön, in die Märchenwelt der Autorin schlüpfen zu dürfen. Interessante Charaktere und ein unterhaltsamer Plot sorgen dafür, dass ich dieses Buch so schnell nicht vergessen werde. Kauf- und Leseempfehlung.

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