Rezension

Jutta Wilke – Bitte zweimal Wolke 7

Kurzbeschreibung
Hamburg, ich komme! Endlich Sommerferien. Endlich Kim (meine allerbeste Freundin) wiedersehen. Endlich Stefan (Typ meiner schlaflosen Nächte) erobern. So zumindest sieht Karos Plan aus… bis Kim plötzlich anfängt, sich durch die Cyber-Welt zu knutschen… ein paar Kilos zu viel Karos feste Vorsätze ins Wanken bringen… Und warum ist Stefan plötzlich gar nicht mehr so traumhaft schön und unwiderstehlich? ~ Quelle

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Meine Meinung
Da mir Jutta Wilke als Autorin bislang immer gut gefallen hat, habe ich mich dazu entschieden, ein weiteres Werk von ihr zu lesen, das eher für jüngere Leser geschrieben wurde. Da die Beschreibung zu „Bitte zweimal Wolke 7“ gar nicht mal so schlecht klang, habe ich auf eine unterhaltsame Geschichte gehofft, doch leider wurde ich enttäuscht.

Jutta Wilke hat für dieses Buch eine recht einfache Sprache gewählt, die sich einigermaßen flüssig lesen lässt, allerdings hat mich daran leider auch einiges gestört, was ich normalerweise nicht von ihren Werken gewohnt bin. Die Sprache kam mir stellenweise schon fast zu bemüht vor. Alles soll mega cool und mega trendy erscheinen, doch leider hat mich dies sehr genervt, denn dadurch wirkten die Charaktere sehr flach und unsympathisch und auch die Autorin hat sich damit nicht unbedingt einen Gefallen getan. Der Schreibstil in ihren anderen Werken hat mir deutlich besser gefallen.

„Bitte zweimal Wolke 7“ ist Teil der Rebella-Reihe, die man jedoch in keiner bestimmten Reihenfolge lesen muss, da es immer wieder um andere Charaktere geht und abwechselnd von verschiedenen Autoren geschrieben wird. Dazu ist jeder Roman in sich abgeschlossen.

Mit Karo lernt man eine Protagonistin kennen, mit der es nicht immer leicht ist. Sie wirkt oftmals sehr anstrengend, oberflächlich und für ihre fast 16 Jahre noch sehr kindlich, sodass ich mich oft dabei erwischt habe, wie ich nur genervt den Kopf geschüttelt habe. Ihre Eltern sind geschieden und sie verbringt die Sommerferien bei ihrem Vater in Hamburg, wo auch ihre beste Freundin lebt. Da ihr Vater nun mit einer anderen Frau zusammenlebt, fühlt sie sich unwohl und macht es der neuen Frau auch nicht unbedingt leicht. Dazu ist sie unglaublich oberflächlich. So denkt sie immer nur wieder an das Aussehen von Stefan und andere Jungs werden dagegen eher schlecht geredet. So hat ihr Nachhilfelehrer keine guten Karten bei ihr, da sie ihn immer nur innerlich verflucht und ihn so manches Mal beledigt, nur weil er der Buchfigur Harry Potter ähnlich sieht. Ihre beste Freundin Kim ist leider auch nicht unbedingt besser. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um die Umwelt und trifft sich online mit irgendwelchen Männern. Dazu wirkt sie sehr aufgesetzt, was mich so manches Mal sehr genervt hat. Auch die weiteren Charaktere wie Karos Eltern, die neue Frau an der Seite ihres Vaters, Stefan, etc. bleiben erschreckend blass und oberflächlich. Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, als hätte ich einen von ihnen nur annähernd kennengelernt.

Ich weiß, bei solchen Büchern muss ich bedenken, dass ich bereits aus der Zielgruppe raus bin und ich weiß auch, dass ich bei solchen Büchern vielleicht nicht zu viel erwarten soll, allerdings habe ich auch nicht damit gerechnet, wie oberflächlich diese Geschichte ist. Karo hätte man deutlich mehr Ecken und Kanten geben können, man hätte ihre Gefühle und Gedanken bzgl. der Trennung ihrer Eltern besser verarbeiten können und mit Sicherheit hätte man die Geschichte nicht so betont cool – und damit aufgesetzt – schreiben müssen. Eine 15-jährige, die nur an Sex mit einem beinahe Fremden denkt, dabei vor ihrem Spiegel strippt und sich beinahe für Cybersex hergibt, hätte absolut nicht sein müssen.

Das Cover gefällt mir von den Farben her sehr gut, allerdings finde ich die beiden Mädchen auf dem Cover alles andere als gelungen, denn sie passen nicht zu der Beschreibung von Karo und Kim. Karo ist leicht mollig und hat rote Locken, Kim hat dagegen lange Haare. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen richtig gut und war für mich Kaufgrund Nummer Eins.

Insgesamt konnte mich „Bitte zweimal Wolke 7“ leider nicht von sich überzeugen. Flache Charaktere und eine vorhersehbare Handlung konnten mich nicht überzeugen und somit war ich froh, dass ich das Buch am Ende endlich schließen konnte. Da ich aber weiß, dass Jutta Wilke normalerweise viel mehr kann, verzeih ich ihr dieses Buch gerne und werde ihr weiterhin treu bleiben.

Ein Kommentar zu „Jutta Wilke – Bitte zweimal Wolke 7

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