Rezension

Cornelia Funke – Geisterritter

Kurzbeschreibung
Heulende Geister, tapfere Ritter, wilde Abenteuer! Der große Kinderroman von Cornelia Funke Jon Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit Geistern auskennt… ~ Quelle

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Meine Meinung
Obwohl ich fast alle Bücher der Autorin in meinem Bücherregal stehen habe, bin ich Cornelia Funke gegenüber oft skeptisch und traue mich nie so ganz an ihre Bücher heran – dabei klingen die meisten Bücher wirklich interessant. Da ich bei „Tintenherz“ noch weiterhin skeptisch bin, wollte ich einem anderen Buch eine Chance geben und habe mich für „Geisterritter“ entschieden, was definitiv eine gute Wahl war.

Cornelia Funke hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und schnell lesen lässt. Die Erlebnisse von Jon werden sympathisch, spannend und humorvoll beschrieben, sodass es mir leicht fiel, mich auf diese Geschichte einzulassen. Jedoch sollte man auch dabei beachten, dass es sich bei „Geisterritter“ eher um ein Kinder- als um ein Jugendbuch handelt, denn für ältere Leser werden manche Momente eventuell nicht sonderlich spannend und/oder authentisch beschrieben sein. Wenn man sich jedoch auf das Buch einlassen kann, hat man durchaus Spaß an diesem Buch.

Jon hat mir als Charakter unglaublich gut gefallen. Für seine gerade einmal elf Jahre wirkt er sehr reif, was wohl durch den Tod seines geliebten Vaters entstanden ist. Er übernimmt die Rolle des Mann im Hauses, allerdings wird er dabei vom neuen Verlobten ihrer Mutter abgelöst, der den Jungen anscheinend so schnell es geht aus seinem Leben haben möchte. So wird Jon auf ein Internat nach Salisbury geschickt und dort erlebt er das Abenteuer seines Lebens, denn er trifft auf Geister, die nicht wirklich freundlich gestimmt sind. Niemand glaubt ihm jedoch, wenn er von den Geistern berichtet und somit bekommt er zunächst keine Unterstützung, sondern nur Hohn und Spott – bis er auf die gleichaltrige Ella trifft, die ihm glaubt und mit ihm das Abenteuer angeht. Sie wollen die Geister bekämpfen und gehen dabei über ihre Grenzen hinaus.

Obwohl mir Jon und Ella von Anfang an sympathisch waren, muss man jedoch sagen, dass sie nur relativ oberflächlich beschrieben werden und man sie nur nach und nach häppchenweise kennenlernt. Eine wirkliche Beschreibung direkt am Anfang gibt es dabei nicht. Dazu sind beide Kinder deutlich reifer als andere Kinder in dem Alter, sodass es stellenweise schon fast nicht mehr authentisch wirkt, aber wie gesagt, man muss sich einfach nur darauf einlassen können.
Sehr gefallen hat mir Jons Familiengeschichte, die stark mit den Geistern verbunden sind. Das Herausfinden der Familiengeschichte und die Beweggründe der Geister sind dabei plausibel beschrieben. Dabei gibt es weder Logikfehler, noch langatmige Szenen.

Wirklich schön gemacht ist die Covergestaltung und die vielen Illustrationen von Friedrich Hechelmann. Sämtliche Illustrationen und auch das Cover passen gut zur Geschichte und fangen die Atmosphäre gut ein, auch wenn einige Bilder bewusst unsauber wirken. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und macht Lust auf mehr.

Insgesamt hat mir „Geisterritter“ trotz einiger Vorbehalte ganz gut gefallen. Ein interessanter Plot und angenehme Charaktere sorgen dafür, dass ich mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnte. Vielleicht sollte ich mich doch endlich an „Tintenherz“ herantrauen. Empfehlenswert!

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