Rezension

Holly Webb – Lotte und der Wunschhund (Animalmagic #1)

Kurzbeschreibung
Eigentlich hat Lotte beschlossen, dass sie es ganz und gar schrecklich findet, die Ferien bei ihrem Onkel in einer fremden Stadt zu verbringen. Ohne Mama und ohne Freundinnen! Doch das war, bevor sie das Geheimnis von Onkel Jacks kleiner Tierhandlung entdeckt hat. Hier lösen Papageien Kreuzworträtsel und sind Mäuse knallpink und ziemlich auf Zack… Und nur hier bittet dich eine hübsche Dackeldame namens Sofie höflich – und mit französischem Akzent – um einen Espresso. Was kann es Besseres geben als einen Laden voll magischer Tiere? Genau, selbst magische Kräfte zu besitzen! Onkel Jack jedenfalls ist überzeugt, dass Magie in jedem von uns steckt. Man muss nur genau hinsehen… ~ Quelle

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Meine Meinung
Eins vorab: Lasst Euch bitte nicht von dem viel zu kindlichen Cover beeinflussen, denn auch wenn dies sehr mädchenhaft wirkt und die „Animalmagic“-Reihe eher Kinder- als Jugendbuch ist, ist die Geschichte doch deutlich tiefgründiger als das Cover.

Holly Webb ist mir bereits vor zwei Jahren sehr positiv aufgefallen, als ich ihre „Rose“-Reihe gelesen habe. Da sie einen unglaublich schönen Schreibstil hat und ihre Geschichten immer mit sehr viel Magie bestückt sind, war ich neugierig auf weitere Bücher der britischen Autorin. Da leider noch nicht allzu viel von ihr ins Deutsche übersetzt wurde, habe ich mich für die „Animalmagic“-Reihe entschieden, die in Deutschland unter dem Titel „Die zauberhafte Tierhandlung“ verlegt wird. Auch wenn das Cover sehr kindlich wirkt, kann es dennoch auch sehr gut von Erwachsenen gelesen werden, denn die Geschichte hat trotz des Genres eine gewisse Tiefe, die auch ältere Leser ansprechen kann.

Der Schreibstil gefällt mir unglaublich gut. Holly Webb schreibt sehr flüssig, lebendig, eindringlich und doch so einfach, dass selbst Erstleser an diesem Buch ihren Spaß haben können, ohne große Probleme beim Lesen zu haben. Dazu werden Ortschaften und Charaktere gut beschrieben, allerdings finde ich es etwas schade, dass man lange von den Charakteren nur sehr wenig erfahren hat und dies quasi gegen Ende mehr oder weniger alles auf einen einstürzt. Ich hätte es schöner gefunden, wenn diese Informationen eher nach und nach gekommen wären, anstatt alles direkt auf einmal. Dazu erfährt man leider noch recht wenig über Lotte und ihr Leben, allerdings bin ich mir sicher, dass dies spätestens im zweiten Band „Lotte und die Drachenmagie“ nachgeholt wird.

Lotte ist ein toller Charakter und ich konnte sie schnell ins Herz schließen. Ihr Vater starb vor einigen Jahren, ihre Mutter kämpft um ihren Job und wird von England nach Frankreich versetzt. Da ihre Mutter möchte, dass Lotte weiterhin in ihrem Heimatland bleibt, wird sie zu ihrem Onkel Jack und dessen Sohn geschickt, um dort zur Schule zu gehen. Auch wenn sie oftmals große Wut auf ihre Mutter hat und sich nicht wirklich auf den Aufenthalt bei ihren Onkel freut, kann sie doch ihre Vorfreude auf die Tierhandlung nicht verheimlichen. Sie liebt Tiere sehr und daher ist dieser Ort nahezu perfekt für sie. Jeden Tag geht sie mit dem Dackel Sofie spazieren, spielt mit den Kätzchen und den Mäusen, aber immer wieder fallen ihr dabei Dinge auf, die eigentlich nicht sein können, denn es stellt sich heraus, dass sämtliche Tiere sprechen können und die ganze Tierhandlung voller Magie ist. Aber nicht nur die Tiere sind magisch, sondern auch manche Kunden und sogar der Besitzer selbst. In Lottes Familie ist Magie keine Seltenheit und so hat sie diese von ihrem Vater und ihrem Onkel geerbt, allerdings hat sich diese noch nicht entwickelt. Durch die Hilfe einer Hexe möchte sie versuchen, ihre Kräfte zu wecken.

Die Darstellung der Tiere ist dabei sehr gelungen. Dackel Sofie ist sehr verwöhnt und liebt Kaffee und französische Pralinen über alles und erweist sich Lotte gegenüber als wahre Freundin. Die vier Kätzchen haben es faustdick hinter den Ohren und sind unglaublich missgünstig, sodass es schwer fällt, die Kätzchen trotz ihrer Niedlichkeit ins Herz zu schließen. Unterhaltsam sind dagegen die pinken und weißen Mäuse, die immer wieder einen Grund zum Lachen finden.

Das Cover ist, wie bereits erwähnt, nicht sonderlich gelungen, da es viel zu kindlich wirkt. Zwar wird auf keiner Seite gesagt, wie alt Lotte eigentlich ist, allerdings scheint sie weit älter zu sein, als sie auf dem Cover dargestellt wird. Jedoch muss ich auch zugeben, dass mir auch die Originalcover nicht sonderlich zusagen. Die Kurzbeschreibung ist dagegen sehr gelungen und enthält die wichtigsten Thema, ohne dabei zu viel zu verraten.

Insgesamt hat mir „Lotte und der Wunschhund“ sehr gut gefallen und macht Lust auf die weiteren Bände. Interessante Charaktere, unterhaltsame Tiere und eine Familiengeschichte, die interessanter nicht sein kann, sorgen dafür, dass ich die Reihe weiterhin verfolgen werde. Der vierte Band „Lotte und das Kaninchen-Wunder“ wird im Februar 2013 in Deutschland erscheinen, weitere Bände sind bereits in Planung. Fans von Holly Webb, Magie und sprechenden Tieren werden an dieser Reihe ihren Spaß haben. Empfehlenswert!

Reihenfolge
Lotte und der Wunschhund
Lotte und die Drachenmagie
Lotte und das Einhorn
Lotte und das Kaninchen-Wunder (Februar 2013)
Birdmagic (dt. Titel unbekannt)
Ponymagic (dt. Titel unbekannt)
Mousemagic (dt. Titel unbekannt)

3 Kommentare zu „Holly Webb – Lotte und der Wunschhund (Animalmagic #1)

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