Literaturverfilmung

[Literaturverfilmung] Eclipse – Bis(s) zum Abendrot

Deutscher Titel: Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
Originaltitel: The Twilight Saga: Eclipse
Erstausstrahlung: 2010
Produktion: Wyck Fodfrey, Greg Mooradian, Karen Rosenfelt
Länge: 124 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Bryce Dallas Howard, Billy Burk, Dakota Fanning, Ashley Greene
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Inhalt:
Bellas Leben ist in Gefahr: Seattle wird von einer Reihe mysteriöser Mordfälle erschüttert, ein offensichtlich blutrünstiger Vampir sinnt auf Rache. Und seine Spuren führen zu Bella. Aber damit nicht genug: Sie muss sich inmitten all dieser Geschehnisse zwischen Edward und Jacob entscheiden – wohl wissend, dass damit der uralte Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen neu entfacht werden könnte. Bella ist mit der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens konfrontiert.
[Quelle: Amazon.de]

Rezension
Okay, Hand aufs Herz: Ich liebe die „Twilight“-Buchreihe, aber die Filme können mich leider nicht überzeugen. Nachdem mir der erste Teil „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ noch einigermaßen gut gefallen hat, konnte mich der zweite Film „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ nur noch selten überzeugen. Nun, wo ich auch „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ gesehen habe, ist die Enttäuschung weiterhin groß. Da mir das Buch sehr gut gefallen hat, habe ich eigentlich erwartet, dass mich auch der Film überzeugen kann, aber Fehlanzeige.

Die wichtigen Szenen wurden binnen 1-2 Minuten abgearbeitet, während eher unwichtige Szenen oftmals viel zu sehr in die Länge gezogen wurden. Der Film hätte unter diesen Bedingungen locker zwanzig Minuten weniger Laufzeit haben können. Dazu wurden mir einige Szenen viel zu dramatisch dargestellt. Da gibt es zum Beispiel die Szene, in der sich Bella und Jacob näher kommen. Bereits im Buch dachte ich einfach nur „Wieso zum Teufel geschieht das nun?“, im Film gab es diese Momente leider öfters, aber bei dieser Szene musste ich einfach nur genervt die Augen verdrehen. Ich kann verstehen wieso man diese Szene unbedingt verwenden wollte, aber musste dies bei so einer Kulisse sein, wo man bereits auf 100 Metern sieht, dass diese mehr als günstig hergestellt wurde? Bislang haben mich die Kulissen und Wälder immer begeistert, bei diesem Teil leider nicht.

Dazu sind einige Schauspieler wieder einmal erschreckend schwach. Taylor Lautner und Kristen Steward werden einfach nicht besser. Ich will bei Weitem nicht auf sie rumhacken, aber kann man ihnen nicht bitte beibringen, eine facettenreichere Mimik zu erhalten?! Das ist stellenweise wirklich grausam, wenn kaum Emotionen vermittelt werden und immer nur grimmig, bzw. gelangweilt geschaut oder auf der Unterlippe gekaut wird. Erstaunlich gut war wieder einmal Robert Pattinson, der immer mehr zu Edward wird und über den ich absolut nichts negatives sagen kann. Sehr positiv ist mir wieder einmal Dakota Fanning aufgefallen. Sie spielt die Rolle der Jane so unglaublich gut, sodass ich sie am liebsten viel länger gesehen hätte. Leider sind es wieder nur wenige Minuten. Ebenfalls positiv aufgefallen ist Xavier Samuel, der Riley Biers spielt. Sehr enttäuscht war ich von Bryce Dallas Howard, die in diesem Teil die Rolle der Victoria mimt. Bislang hat Rachelle Lefèvre die Rolle gespielt und diese hat mir bei Weitem besser gefallen, denn sie besaß eine bessere Gestik und Mimik. An die neue Victoria konnte ich mich leider nur schwer gewöhnen.

Ein weiter großer Kritikpunkt ist der Schnitt. Dieser wirkt oftmals sehr hektisch, was absolut nicht zur jeweiligen Situation passt. Ich weiß nicht, was da passiert ist, aber es wirkt schon fast nach dem Motto „Gewollt, aber nicht gekonnt!“. Besonders der Showdown ist sehr schlecht geschnitten. Die Bilder fliegen quasi nur so davon, sodass man schnell das Gefühl erhält, dass man etwas verpasst haben könnte.

Ebenfalls misslungen sind die Szenen der neugeborenen Vampire. Victoria kommt zwar in dem Buch auch nur selten dabei vor, jedoch wurde sie da wenigstens zwischendurch erwähnt. Die Gruppe bleibt unglaublich blass und es wird kaum erklärt, wieso es dazu kommt und was der eigentliche Zweck ist. Für Zuseher, die die Bücher nicht gelesen haben, wird dies mit Sicherheit ein Nachteil sein. Man hätte solchen Szenen deutlich mehr Zeit geben müssen und dafür auf andere Momente (die viel zu ausführliche Geschichte der Werwölfe) verzichten, bzw. kürzen können.

Jedoch gibt es auch zwei positive Dinge, die mir bei „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ aufgefallen sind:
Jasper rückt endlich etwas mehr in den Vordergrund und man erfährt etwas aus seiner Vergangenheit, die sogar für den Showdown relativ nützlich ist. Seine Geschichte wird packend erzählt und Jackson Rathbone beweist, dass auch er ein guter Schauspieler ist und nicht nur gut in der Ecke herumstehen kann. Dazu sind die Werwölfe in diesem Teil deutlich besser animiert als noch in „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“. Sie wirken echter und weniger flusig.

 

Wieder einmal sehr gelungen sind auch die beiden Soundtracks. Die instrumentalen Songs stammen dieses Mal nicht von Carter Burwell, sondern aus der Feder von Howard Shore, der bereits u.a. „Herr der Ringe“, „Philadelphia“ und „Der Hobbit“ vertont hat. Den Wechsel der Komponisten kann ich zwar nicht so ganz verstehen, aber gut, immerhin sind die Songs weiterhin so gut und stimmig. Auf dem „normalen“ Soundtrack befinden sich Künstler wie Sia, Muse, Florence and the Machine und Cee-Lo Green, deren Songs stimmig sind und oftmals gut zur Handlung passen.

Insgesamt konnte mich „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ leider nicht überzeugen. Zum ersten Mal bin ich froh, dass ich diesen Film auf DVD und nicht im Kino gesehen habe, denn ansonsten hätte ich mich über die viel zu hohen Kinopreise mächtig geärgert. Dennoch bin ich weiterhin auf die beiden Teile zu „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht“ gespannt, denn da habe ich doch noch ein paar winzige Hoffnungen, dass diese gut werden können. Für „Twilight“-Fans ist die Reihe nach wie vor ein Muss, Kinogänger, die die Bücher nicht kennen, sollten von den Filmen lieber die Finger lassen.

Reihenfolge
Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen
New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde
Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Part 1
Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Part 2

Diese Rezension ist auch bei der Mainstreamgoere erschienen.

2 Kommentare zu „[Literaturverfilmung] Eclipse – Bis(s) zum Abendrot

  1. Pingback: [Film] Eclipse – Bis(s) zum Abendrot | Mainstreamgoere
  2. Besonders der Schnitt hat für mich den gesamten Film zerstört. Hektisch ist da eine gute Beschreibung für. Deswegen kann ich auch weniger positive Aspekte sehen als du, weil ich mich überhaupt nicht in den Film einfühlen konnte! Kaum hatte er angefangen, war er auch schon wieder vorbei, ohne dass ich mir auch nur eine Szene so richtig hätte merken können… Da konnte ich weder auf Werwölfe, noch auf Schauspieler achten! 😉

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