Rezension

Antje Wagner – Joyeux Noël – Eine Weihnachtsgeschichte

Kurzbeschreibung
Wer ist der geheimnisvolle junge Mann, der an Heiligabend bei Alicia eine Notunterkunft findet? Mit seinem Auftauchen verändert sich ihr ganzes Leben, doch leider nicht in die Richtung, die sie sich erhofft hat… ~ Quelle

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Meine Meinung
Antje Wagner gehört schon seit längerer Zeit zu meinen Lieblingsautorinnen. Sie benutzt in ihren Büchern eine unglaublich schöne Sprache, die mich immer wieder aufs Neue begeistert. Nun gibt es auch eine kleine, aber sehr feine Weihnachtsgeschichte von ihr, die mit 32 Seiten (oder auch ca. 7.700 Wörter/47.000 Zeichen) zwar recht kurz ist, aber dennoch unterhalten konnte.

Der Schreibstil konnte mich wieder einmal sehr begeistern. Die Geschichte wird sehr detailliert und schön beschrieben, man lernt Alicia gut kennen und auch Noël wirkt trotz der wenigen Informationen nicht wie ein unbeschriebenes Blatt. Auch räumlich ist die Geschichte sehr begrenzt, denn sie spielt hauptsächlich in Alicias Wohnung und auf ihrem Arbeitsplatz. Jedoch ist dies nicht weiter schlimm, denn man lernt innerhalb so kurzer Zeit so viel über ihr Leben kennen.

Alicia ist eine unglaublich sympathische und herzliche Frau, die von ihren Mitmenschen leider viel zu unterschätzt wird. Sie ist alles andere als einsam, ist aber wahnsinnig gerne allein, da sie die Ruhe schätzt. Von ihren Arbeitskolleginnen wird sie daher als merkwürdig eingestuft und somit hat sie nicht unbedingt den besten Stand bei ihren Kolleginnen. Als Noël in ihr Leben tritt, nimmt sie ihn ohne jeglichen Hintergedanken auf und lässt ihn bei sich wohnen. Er sucht ihrer Meinung nach fieberhaft nach einer Wohnung, damit sie ihre Wohnung bald wieder für sich haben kann, nur komischerweise findet er keine geeignete Wohnung, da ihn angeblich immer wieder etwas an den Räumlichkeiten stört. Dazu hilft er nie im Haushalt und auch sonst wirkt er wie ein Fremdobjekt in Alicias Wohnung.

Leider ist sie oftmals viel zu gutmütig und lässt sich ausnutzen, ohne dies zu bemerken. Sie kocht für ihn, sie wäscht seine Wäsche und auch sonst ist sie die Einzige, die sich um den Haushalt und um das Geld kümmert. Ich hätte Alicia oftmals sehr gerne einfach nur geschüttelt und „Wach auf!“ gerufen, denn dies hat sie absolut nicht verdient. Immer wieder möchte sie ihn aus der Wohnung werfen, doch dann meldet sich ihr schlechtes Gewissen.

Ihre Gedanken und Gefühle während dieses Jahres, in dem Noël bei ihr lebt, sind nachvollziehbar und sie kann einem nur leid tun, allerdings denkt man sich auch oft, dass sie sich das alles selbst eingebrockt hat und eigentlich kein Mitleid verdiene. Dennoch ist sie so sympathisch und liebenswert ist, dass man sie einfach nur bedauern muss.

Das Cover ist sehr schlicht und zeigt Noël von hinten. Die Haltung passt ziemlich gut zu ihm, sodass man ihn sich somit gut bildlich vorstellen kann. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls gut und animiert direkt zum Weiterlesen.

Insgesamt hat mir „Joyeux Noël – Eine Weihnachtsgeschichte“ unglaublich gut gefallen und Antje Wagner hat mit dieser Kurzgeschichte bewiesen, dass sich auch außerhalb von Krimis und Thrillern mit ihrer Sprache überzeugen kann. Wer kurzlebige Geschichten mag, wird dieses Ebook lieben. Kaufempfehlung!

Ein Kommentar zu „Antje Wagner – Joyeux Noël – Eine Weihnachtsgeschichte

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