Literaturverfilmung

[Literaturverfilmung] The Walking Dead – Staffel 2

Deutscher Titel: The Walking Dead
Originaltitel: The Walking Dead
Erstausstrahlung: 2011
Produktion: Frank Darabont, Gale Anne Hurd, Robert Kirkman, u.a.
Länge: 554 Minuten bei 13 Folgen
Altersfreigabe: ab 18
Darsteller: Andrew Lincoln, Sarah Wayne Callies, Jon Bernthal, Laurie Holden, Emma Bell, Norman Reedus, Jeffrey DeMunn, u.a.
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Inhalt:
Eine kleine Gruppe Überlebender unter Führung des ehemaligen Hilfssheriffs Rick Grimes durchstreift die von Zombies und diversen Ausschreitungen entvölkerte Provinz Amerikas auf der Suche nach weiteren Überlebenden und Familienmitgliedern. Auf der abgelegenen Farm der Familie Greene findet man vorübergehend Unterschlupf, ohne zunächst zu ahnen, welch grausiges Geheimnis die Greenes in ihrer Scheune hüten. Unterdessen spitzt sich ein Eifersuchtskonflikt zwischen Rick und seinem besten Freund Shane dramatisch zu.
[Quelle: Amazon.de]

Rezension
„The Walking Dead“ ist zurück!
Da mir die erste Staffel unglaublich gut gefallen hat und ich sie bereits zweimal gesehen habe, war ich umso gespannter, was die zweite Staffel für mich bereit hält.
Ich muss schon sagen, die Steigerung von Staffel 1 und zu Staffel 2 ist enorm. Die Charaktere haben sich allesamt sehr gut weiterentwickelt, ich habe weiterhin meine Lieblinge und Hassobjekte und mit der Familie Greene lernt man eine neue Gruppe kennen, die man recht schnell in sein Herz schließt.

Die Gruppe rund um Rick, Glenn und Co. ist weiterhin auf der Suche nach einer Unterkunft, bei der sie länger als nur einen Tag bleiben können. Dabei müssen sie jedoch mit vielen Schicksalsschlägen umgehen: Erst verschwindet Sophia, dann wird Carl lebensgefährlich verletzt und die Lebensmittel, sowie das Benzin werden immer knapper. Dazu kommt es immer wieder zu Spannungen innerhalb der Gruppe, die es in sich haben.
Shane und Rick leben sich immer mehr auseinander und aus den einst besten Freunden und Kollegen herrscht nur noch eine tiefe Feindschaft, die sie jedoch lange nicht offen austragen. Dazu kriselt es zwischen Lori und Rick immer mehr, da Rick immer mehr die Wahrheit über die Zeit, in der er im Krankenhaus lag, erfährt. Auch Andrea entfernt sich immer mehr von der Gruppe. Sie bleibt weiterhin sehr wehleidig und ruht sich oft aus, anstatt bei den täglichen Arbeiten mitzuhelfen. Sie sucht händeringend nach einer Bezugsperson, stößt aber sämtliche Menschen weg, die versuchen, sich ihr anzunähern und für sie da zu sein.

Mit der Familie Greene kommen interessante Charaktere hinzu. Ihnen gehört eine Farm, die zunächst recht sicher erscheint. Sie haben nicht die geringste Ahnung, was sich tatsächlich in der Welt abspielt und führen ein abgeschiedenes und in ihren Augen sicheres Leben. Die Gruppe von Rick kommt bei den Greenes auf dem Land unter und darf bei ihnen campieren, bis sich eine bessere Lösung gefunden hat. Mit Hershel Greene (Scott Wilson) lernt man ein eher schroffes Familienoberhaupt kennen, dass Fremde nur ungern duldet. Obwohl er recht abweisend und schroff wirkt, merkt man jedoch schnell, dass er ein gutes Herz hat und Menschen sehr gut einschätzen kann. Seine Töchter Maggie (Lauren Cohan) und Beth (Emily Kinney) sind sein ganzer Stolz und er versucht alles, um sie zu schützen. Oftmals versucht er die Gruppe um Rick loszuwerden, wird jedoch immer wieder von Magige aufgehalten, da sie sich in Glenn (Steven Yeun) verliebt hat.

Die Staffel spielt nahezu komplett auf dem Anwesen von Hershel Greene, selten sind die Charaktere auch außerhalb der Farm unterwegs. Für viele mag dies sicherlich langweilig sein, ich fand es jedoch sehr spannend, da die Staffel eher von den Verhältnissen der Charaktere untereinander als von den Zombies lebt. Allgemein finde ich es schade, dass manche Zuschauer „The Walking Dead“ als reine Horrorsendung betiteln, denn diese Sendung ist weit mehr. Es spielen sich unglaublich viele Dramen ab, aus Feinden werden Freunde, aus besten Freunden dagegen erbitterte Feinde.

Dazu muss man sich auch in dieser Staffel von geliebten Charakteren verabschieden, die sich in der „neuen“ Welt nicht mehr durchsetzen konnten. Mancher Verlust ist verschmerzbar, andere dagegen überhaupt nicht und ich kann mir nur schwer vorstellen, wie es ohne sie in der dritten Staffel weitergehen soll.

Auch die Schauspieler haben sich enorm weiterentwickelt. Obwohl ich die Rolle des Carl Grimes absolut nicht mag, muss ich zugeben, dass Chandler Riggs die Rolle immer besser spielt. Er zeigt deutlich mehr Profil und hat ebenfalls an seiner Gestik und Mimik gearbeitet, sodass seine Rolle mittlerweile deutlich erträglicher ist. Immer auffälliger ist auch, wie stark sich die Rolle des Daryl Dixon entwickelt hat. Norman Reedus spielt die Rolle unglaublich gut und so ist es auch kein Wunder, dass er eine immer wichtigere Rolle in der Serie erhält. Norman Reedus war schon immer ein großartiger Schauspieler, mit Daryl scheint er jedoch die Rolle seines Lebens gefunden haben. Auch Sarah Wayne Callies, die Lori Grimes verkörpert, gefällt mir in der zweiten Staffel deutlich besser. Zwar ist ihre Rolle weiterhin alles andere als meine Lieblingsrolle, jedoch hat sich ihre Leistung stark verbessert. In der ersten Staffel ist mir immer wieder aufgefallen, dass die Schauspielerin ihre Augen viel zu weit aufgerissen hat, dies hat sich mittlerweile geändert, sodass man ihr ihre Emotionen deutlich mehr abkauft und sie insgesamt natürlicher wirkt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass die Staffel dieses Mal deutlich mehr Folgen als die erste Staffel hat. Während diese gerade einmal sechs Folgen hat, gibt es in der zweiten Staffel gleich dreizehn Folgen. Alles andere wäre auch ehrlich gesagt eine Enttäuschung gewesen. Die Folgen sind durchweg spannend und emotionsgeladen, man leidet mit den Charakteren, man freut sich mit ihnen und manchmal schüttelt man auch einfach nur den Kopf, wenn einige sich mal wieder nicht im Griff haben (Andrea, Shane, Carl,…)

Insgesamt hat mich auch die zweite Staffel von „The Walking Dead“ nicht enttäuscht. Die Serie wird von Folge zu Folge besser und emotionaler und ich wollte mich beim Staffelfinale am liebsten gar nicht mehr von den unglaublich guten Schauspielern trennen. Die dritte Staffel läuft aktuell im dt. Pay-TV auf dem Sender Fox und auch diese Folgen werden bereits fleißig von mir verfolgt. Eine unglaublich gute Serie, in die zumindest jeder einmal hineinschauen sollte. Absolute Kaufempfehlung!

Meine Rezension zur ersten Staffel gibt es hier und hier.

Die Rezension ist ebenfalls hier erschienen.

6 Kommentare zu „[Literaturverfilmung] The Walking Dead – Staffel 2

  1. Ich bin erst vor Kurzem auf die serie gestoßen, bzw. habe davon gehört, als die Werbung zur zweiten Staffel im Fernsehen kam. Als wir dann bei dem besten Freund meines Freundes über Halloween zu Besuch waren, haben die uns davon erzählt. wie toll die Serie doch ist und schwupp diwupp, zwei Tage später haben mein Freund und ich uns die erste Staffel auf DVD gekauft. Nun ja, 6 Folgen war echt wenig, aber trotzdem fand ich die Serie einfach hammer!!! Richtig nervenaufreibend und einfach klasse, mal etwas ganz anderes. Auch wenn ich es eklig fand, besonders am Anfang, konnten wir nicht aufhören sie zu gucken. Die zweite Staffel haben wir uns dann letzte Woche im Internet komplett an zwei Tagen angeschaut. Gott, ich war ständig so wütend haha ich bin dauernd halb ausgerastet und hab Tränen geheult als einer meiner Lieblinge gestorben ist und andere Arsch**** *hust* immer noch am Leben waren. So eine nervenaufreibende serie hab ich selten gesehen. Dann ging mal etwas gut und dann lief fünf Minuten später schon etwas anderes schief. Haha einfach klasse diese Serie und ich freu mich schon so wahnsinnig auf die dritte!!!!

  2. So ist es uns auch ergangen 😀
    Wir sind auch eher durch Zufall auf „The Walking Dead“ gekommen und haben die erste Staffel an einem Abend geschaut, die zweite Staffel war dann auch innerhalb von 3-4 Tagen geschaut und mir ging es da wie du. Ich hab auch mehrfach dabei geheult, hab mich über Andrea aufgeregt, hab geweint, hab mich über Andrea aufgeregt, hab geweint, hab mich über Carl aufgeregt. 😀

    Besonders die letzten drei Folgen war so unfassbar schlimm. Auf S. kann ich ja noch verzichten, aber D. ist ein immenser Verlust. 😦

    Schauen gerade die dritte Staffel. Die ist zwar gewöhnungsbedürftig aufgrund der neuen Location und den zwei Gruppen, aber ich finde es dennoch super. 🙂

  3. Also ich habe jetzt nur den Anfang deiner Rezi gelesen, aber du machst richtig neugierig darauf und ich bin nun am überlegen, ob ich sie auch mal versuchen soll. Bisher habe ich mich ehrlich gesagt nicht gertraut, weil ich ja doch eher ein kleiner Angsthase bin… Kommt also auch wirklich ne gute HAndlung vor, nicht nur Kämpfe und grausames Blutvergießen? Und gibts auch Liebelei oder nur töten?

  4. Ich würde „The Walking Dead“ nicht einmal unbedingt als Horror bezeichnen. Für mich ist es Drama, weil es dabei nicht um die Zombies gehen soll, sondern eher darum, wie sich die Menschen in der „neuen Welt“ schlagen. Freundschaften und Feindschaften entstehen, Menschen werden zu Zombies, etc. Ich finde es megainteressant.
    Aber Blutvergießen ist natürlich auch dabei, hält sich aber in Grenzen, wie ich finde

  5. Du glaubst ja gar nicht, wie froh ich bin, endlich mal kein „Geschimpfe“ über Staffel 2 zu lesen. Ich mag diese Staffel nämlich ebenfalls und hab mich langsam gefragt, ob ich allein auf weiter Flur bin. Über große Teile der Staffel wiegen wir uns in trügerischer Sicherheit, die, wie ich finde, ruhig etwas langsamer erzählt werden darf. Auch ist Lori meiner Ansicht nach ein völlig „normaler“ Charakter, der eine Art Mutterrolle für alle übernimmt, wobei es natürlich passieren kann, dass man sich mal irrational verhält. Staffel 2 ist meines Erachtens ein Zeichen dafür, dass in dieser Welt eben nichts von Dauer ist und man, egal, wo man ist, immer mit einem geöffneten Auge schlafen muss. Sie ist die Ruhe vor dem Sturm. Ich werde mir auf jeden Fall die Staffeln noch auf DVD kaufen.

  6. So genau kann ich das nicht beurteilen, habe bisher nur ein oder zwei Szenen gesehen, die mir mein Bruder gezeigt hat, und die waren jedes Mal total schlimm, als die Zombies attakiert haben. Daher auch die Ungewissheit ob es was für mich ist.
    Das Thema mit einer neuen Welt, die vor dem Untergang steht und in der trotzdem noch Freundschaft wichtig ist, gefällt mir aber wieder.
    Werde wohl mal ein oder zwei Folgen Probesehen 🙂
    Danke

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