Rezension

Stefan Schwarz – Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut

Kurzbeschreibung
Jede Beziehung hat das Zeug zur Satire. Schlafzimmer und Mann sind vorgeheizt, nur die Liebste lässt auf sich warten. Hatte er ihr nicht eine SMS mit „Erwarte dich auf dem Maträtzchen, mein Schätzchen“ geschickt? Hoppla, die Nachricht ging versehentlich an eine Kollegin. Von wegen langweiliges Familienleben. Bei Stefan Schwarz haben alle was zu lachen. Er muss sich wegen memmenhafter Schreckhaftigkeit rechtfertigen, die Frau will im Bett noch nicht abgedimmt werden, der Sohn lügt zu schlecht, der Tochter gelingt in der Küche die Erstbesteigung der Abzugshaube, die verdammte Ossi-Katze hat immer was zu jammern und der irrlichternde Alt-Vater gerät mit rutschender Hose beinahe in eine Pressekonferenz mit Angela Merkel. Die Kurzgeschichten aus dem Alltagskosmos des Autors sind nicht nur urkomisch, sondern auch stilistisch die reinste Freude. ~ Quelle

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Meine Meinung
„Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut“ war schon lange Zeit in meinem Bücherregal, bevor ich es letztendlich gelesen habe. Das Buch blieb lange von mir unbeachtet, weil ich mir nie sicher war, ob es mir wirklich gefallen könnte, da mich die Kurzbeschreibung nur bedingt überzeugen konnte. Jetzt, wo ich es endlich gelesen habe, kann ich nur sagen, dass man das Buch zwar lesen kann, aber absolut nicht muss, denn man würde nichts verpassen, wenn man es nicht lesen würde.

Die vielen kleinen Geschichten sind zwar an sich ganz unterhaltsam und konnten mich ab und zu auch zum Schmunzeln bringen, allerdings waren die Geschichten auch so dermaßen flach und stellenweise nichtssagend, sodass sämtliche Kapitel schnell wieder vergessen waren.

Oftmals werden Situation geschildert, die wohl jeder Leser irgendwann einmal, vielleicht auch nur in ähnlicher Form, erlebt hat. An sich eine gute Sache, denn so hat man schnell Leser gefunden, die sich mit den Figuren identifizieren können, allerdings konnte mich dies kaum beeindrucken, da die Situationen leider oft viel zu überspitzt dargestellt wurden.

Natürlich steht hier der Humor an erster Stelle und es sollte mit Sicherheit kein literarisches Werk sein, an das man sich noch in einhundert Jahren erinnern sollte, aber dennoch bin ich ein bisschen enttäuscht, da ich einfach etwas mehr erwartet habe. Humor muss nicht immer flach sein, von daher habe ich zumindest gehofft, dass im Schreibstil ein gewisses Niveau zu erkennen wäre, aber leider Fehlanzeige, da sich das Buch zu oft einfach nur runtergerattert angefühlt hat. Dadurch konnte ich mich auch mit keiner einzigen Figur identifizieren, was ich sehr schade finde, denn dies hat das Buch eigentlich nicht verdient, aber gut, manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Allerdings ist das Buch nicht gänzlich schlecht. Humor ist, wie so viele Dinge, Geschmacksache und kann nicht jeden Leser gleichermaßen begeistern, von daher ist es auch mal ganz okay gewesen, einen anderen Humor kennen zu lernen, den man sonst eher nicht gewohnt ist. Dazu ist es interessant gewesen, mehr über ein paar (bislang unbekannte) Sichtweisen des Mannes zu erfahren. Zwar konnte ich auch diese nicht immer verstehen, vor allem, weil sie oftmals vollkommen zusammenhanglos waren, aber damit muss man wohl lesen, wenn man sich für so ein Buch entscheidet.

Das Cover gefällt mir dagegen relativ gut und passt auch zur Thematik. Die Kurzbeschreibung ist dagegen so eine Sache, denn sie verrät meiner Meinung nach bereits etwas zu viel, sodass ich mich kaum noch überraschen lassen konnte.

Insgesamt konnte mich „Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut“ leider nicht so sehr begeistern, wie ich es im Vorfeld erhofft habt. Lieblos geschriebene Handlungen und Charaktere, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte, haben das Buch leider zu einer Enttäuschung gemacht. Jedoch möchte ich nicht sagen, dass das Buch nicht empfehlenswert oder gar eine Katastrophe ist, es ist einfach nicht mein Humor gewesen und ich denke, dass muss es auch nicht immer sein.

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