Rezension

Kristan Higgins – Fang des Tages

Kurzbeschreibung
Maggie ist dreißig, chaotisch und Single. In einer typischen Ostküsten-Kleinstadt wahrlich kein Vergnügen! Das letzte Mal, dass sie den Mann ihrer Träume gefunden zu haben glaubte, hatte sie sich ausgerechnet in den neuen Priester von Gideons Cove verguckt und die halbe Stadt mit ihrer Schwärmerei amüsiert. Die Lage ist ernst und Maggie allmählich verzweifelt. Bis ihr suchender Single-Blick auf Matthew Malone fällt. Augen so blau wie das Meer der Fang des Tages? Oder angelt Maggie wieder einmal treffsicher nach dem falschen Traumprinzen? ~ Quelle

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Meine Meinung
Kristan Higgins gehört zu den Autorinnen, mit denen ich bislang nicht warm wurde. Da ich die Kurzbeschreibungen ihrer Bücher jedoch immer wieder unterhaltsam finde, möchte ihr auch weiterhin eine Chance geben und habe es nun mit „Fang des Tages“ probiert. Zum Glück, denn dieses Buch ist weitaus besser als alle bisherigen.

Der Schreibstil hat mir dieses Mal viel besser gefallen. Die Autorin beschreibt die Geschichte äußerst humorvoll, chaotisch und immer mit einem Augenzwinkern. Die Schauplätze, Charaktere und Gefühle werden sehr genau und authentisch beschrieben, sodass man sich schnell an die Charaktere gewöhnen und sie ins Herz schließen kann.

Mit Maggie hat Kristan Higgins eine liebenswerte Protagonistin geschaffen, die stets in Fettnäpfchen tritt und das Herz auf der Zunge trägt. Sie sucht mal mehr, mal weniger verzweifelt nach der großen Liebe und dabei kommt es schon mal vor, dass sie sich zum Gespött der Menschen macht, denn die Suche nach der großen Liebe ist alles andere als leicht. Malone ist dagegen zunächst nicht unbedingt passend für Maggie, da er das komplette Gegenteil von ihr ist. Während sie trotz all der Rückschläge nie ihren Humor und ihre Zuversicht verliert, scheint Malone sehr in sich gekehrt und ruppig zu sein. Oftmals wirkt er sehr abweisend, sodass es zunächst nicht so scheint, als wären sie füreinander geschaffen.

Sehr gefallen haben mir die vielen Emotionen, die man als Leser vermittelt bekommt, was man besonders Maggie zu verdanken hat. Sie ist oftmals traurig, enttäuscht, aber dennoch zuversichtlich. Durch ihre Einstellung zum Leben und den Männern kommt es oftmals zu kleinen Lachern, die das Buch so wertvoll machen. Man lacht mit ihr, man freut sich mit ihr, aber man trauert auch mit ihr. Insgesamt werden die Gefühle in dem Buch sehr authentisch dargestellt und nahezu jeder Leser kann sich in der einen oder anderen Situation wiedererkennen.

Ebenfalls sehr gefallen hat mir die Atmosphäre in der Kleinstadt. In Gideon’s Cove kennen sich alle und somit ist es oftmals schwer, ein Geheimnis zu bewahren. Vor allem die Fettnäpfchen, in die Maggie tritt, sprechen sich schnell rum und somit ist sie vor amüsierten oder auch kritischen Blicken nur selten sicher. Das Kleinstadtfeeling ist sicherlich nicht für Jedermann etwas, ich fand es jedoch herrlich erfrischend und realitätsnah.

Das Cover ist ganz nett, jedoch mit Sicherheit kein Highlight im Bücherregal. Zum Titel passt das Cover genau, allerdings hätte ich mir für die Geschichte selbst ein anderes Cover gewünscht. Die Kurzbeschreibung ist dagegen sehr gelungen und macht bereits nach wenigen Sätzen Lust auf mehr.

Insgesamt ist „Fang des Tages“ ein schöner Liebesroman, der den Leser mit seiner Protagonistin mitfiebern lässt. Humor, Chaos und Liebe ist hier massig vorhanden, sodass dieses Buch perfekt für verregnete Nachmittage geeignet ist. Empfehlenswert!

Ein Kommentar zu „Kristan Higgins – Fang des Tages

  1. “Fang des Tages” hat mich gut unterhalten. Das liegt nicht unbedingt an der Geschichte selbst, denn diese ist – genretypisch – ziemlich vorhersehbar. Dass Maggie am Ende ihr Happyend bekommt und dass der Mann, der am Anfang gar nicht in ihr Beuteschema zu passen scheint, sich dann als “Fang des Tages” entpuppt, weiß jede Leserin, die dieses Buch zur Hand nimmt. Auch die Zutaten, die die Autorin verwendet (Kleinstadt, Tratsch, Frau mit Torschlusspanik, Schwester, die alles hat), sind nicht neu. Trotzdem hat Kristan Higgins es geschafft, daraus eine Geschichte zu basteln, die man gut nebenher lesen kann. Interessant fand ich zum Beispiel auch die Geschichte um Maggies Eltern, denn diese hatte ich so nicht erwartet und fand sie doch sehr authentisch und gelungen. Auch das Verhältnis zwischen Maggie und ihrer Zwillingsschwester hat mir ganz gut gefallen, und besonders im Zusammenspiel mit dem kleinen Bruder Jonah geben die drei beim Lesen ein überzeugendes geschwistertrio ab. Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist der Erzählstil der Autorin. Ich habe zum Teil – gerade am Anfang – wirklich lachen müssen. Gerade Maggies Partnersuche im Internet fand ich einfach herrlich und davon hätte ich auch gern noch mehr lesen können. Überhaupt ist Maggie als Ich-Erzählerin sehr sympathisch, gerade weil sie nicht völlig überzogen dargestellt wird sondern weil sie echt wirkt. Das hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt also wirklich ein Buch für einen ungemütlichen Februartag – lesen, zurücklehnen, entspannen, und dann fertig. Leichte Lesekost, aber der Unterhaltungsfaktor stimmt.

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