Rezension

Melissa de la Cruz – Engel der Dämmerung (The Immortals #4)

Kurzbeschreibung
Eine Seherin sagt, dass Skyler die Silver Bloods besiegen wird. Doch vorerst hat Skyler ganz andere Sorgen. Sie ist auf der Flucht vor den Gesetzeshütern, die sie wegen Mordes anklagen. Sie soll ihren geliebten Großvater Lawrence umgebracht haben.

Achtung! Rezension enthält Spoiler zu Band 1-3!

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Meine Meinung
Wow, was für ein Band! Ich war ja schon von den ersten drei Bänden mehr als begeistert, der vierte Band toppt noch einmal alles.

Melissa de la Cruz hat sich noch einmal ordentlich gesteigert und peppt die Geschichte auf, indem „Engel der Dämmerung“ abwechselnd aus drei Perspektiven erzählt wird. Mimi, Skyler und Bliss haben hier einen großen Anteil und man lernt die drei Mädchen noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Vor allem Mimi fällt dabei sehr positiv auf. Zwar ist sie nach wie vor die Zicke schlechthin, allerdings wird sie auch immer emotionaler und man erhält einen guten Einblick in ihre wahre Gefühlswelt. Sie liebt Jack über alles, hat aber auch einige Zweifel, die sie immer wieder verfolgen. Sehr interessant ist wieder einmal Bliss, die sich mit ihrem Schicksal nicht anfreunden kann und sich unbedingt gegen ihren Vater wehren möchte. Hilfe erhält sie dabei von Dylan, der trotz der Ereignisse in Rio noch bei ihr ist.
Etwas in den Hintergrund rückt dagegen Skyler. Zwar spielt sie weiterhin eine sehr große Rolle, allerdings sind Mimi und Bliss in diesem Teil deutlich wichtiger.

Der Schreibstil ist grandios. Durch die drei Perspektiven, die sich in jedem Kapitel abwechseln, lernt man nicht nur die Charaktere besser kennen, sondern auch Schauplätze und Denkweisen. Jeder nimmt die Silver Bloods anders wahr, manche haben Angst vor ihnen, andere sind selbst ein Silver Blood und andere freuen sich sogar auf ein Aufeinandertreffen, um sie endlich zu zerstören. Die Geschichte liest sich leicht, spannend und flüssig und es ist schön zu sehen, wie sich die Autorin auch in diesem Band noch einmal steigern konnte.

Die Geschichte spielt dieses Mal quasi weltweit: Paris, Tokio, Rio, New York sind die Schauplätze, allerdings lernt man Rio besonders gut kennen, da Mimi, Kingsley und ihr Team fast die Hälfte der Geschichte über dort sind. Melissa de la Cruz achtet dabei auch besonders darauf, dass man nicht nur die schönen Seiten der Stadt kennenlernt, sondern auch die unschönen Orte, wie z.B. die Slums.

Der vierte Band ist bislang nicht nur der beste teil, sondern auch unglaublich spannend und unvorhersehbar. Manche Sachen haben sich zwar oftmals angedeutet, allerdings habe ich dies eher als Finte angesehen, um den Leser zu verwirren. Besonders Bliss‘ Leben wird komplett auf den Kopf gestellt, was ich zunächst absolut nicht erwartet habe. Auch hätte ich nicht gedacht, wie stark sich Mimi in dem Band verändern wird. Jack ist dagegen leider wieder einmal vollkommen blass, genauso wie Oliver. Es scheint, als wären die beiden Jungs nur noch Nebenfiguren, auf die man trotz mancher Umstände immer mehr verzichten könnte.

Ebenfalls sehr positiv zu bewerten sind die Silver Bloods, die nicht mehr wegzudenken sind. Sie sind unter den Blue Bloods ohne aufzufallen und sorgen für Misstrauen im Ältestenrat und dafür, dass die Vampire sich verstecken wollen. Gleichzeitig bricht in New York und anderen Großstädten die Wirtschaftskrise aus, da die Blue Bloods ihren Pflichten nicht mehr nachgehen können und so viele Gelder verloren gehen.
Die Silver Bloods verstecken sich dagegen nur noch selten und erscheinen immer mehr auf öffentlichen Veranstaltungen. Allerdings sind Charles und Jack Force diesen immer auf den Fersen und versuchen, sie zu zerstören.

Die Covergestaltung ist wieder einmal enttäuschend, zwar ist es dieses Mal deutlich besser als bei den ersten drei Bänden, allerdings immer noch nicht das Gelbe vom Ei. Abgebildet ist dieses Mal Mimi, die relativ gut getroffen wurde. Allerdings frage ich mich schon seit dem ersten Band, was der Rabe auf dem Cover soll, denn dieser ist in allen Bänden weder erschienen, noch erwähnt worden. Auch die Kurzbeschreibung ist etwas enttäuschend, da sie sich wieder nur auf ein Thema konzentriert, dass nicht einmal das Hauptthema in der Geschichte ist.

Insgesamt hat mich der vierte Band der „Immortals“-Reihe unglaublich gut unterhalten. Die stets vorhandene Spannung und die Entwicklung der Charaktere sorgen dafür, dass „Engel der Dämmerung“ der bislang beste Teil ist. Hoffentlich wird der Reihe bald mehr Beachtung geschenkt.

Reihenfolge
Tochter der Finsternis
Hüter des Unheils
Schwester des Dämons
Engel der Dämmerung
Keys to the Repository (noch kein dt. Titel) – Band 4.5
Jäger der Schatten
Gefährtin der Nacht – Band 5.5
Rivalin des Schicksals
The Gates of Paradise (noch kein dt. Titel)

Ein Kommentar zu „Melissa de la Cruz – Engel der Dämmerung (The Immortals #4)

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