Rezension

Gabriel Weston – Wir Halbgötter: Bekenntnisse einer Chirurgin


Kurzbeschreibung
Im OP geht es um Leben und Tod – und alles andere, was zum Menschsein gehört: Wie ist es, als Chirurgin für das Leben eines anderen Menschen verantwortlich zu sein? Wie fühlt es sich an, einen Körper aufzuschneiden? Wie sagt man einem gutaussehenden jungen Mann, dass er nur noch ein paar Tage zu leben hat? Gabriel Weston erzählt scharf beobachtete Episoden aus ihren ersten Berufsjahren als Chirurgin in einem Krankenhaus. Eine starke Frauenstimme und einberührendes Buch über das Kranksein, die Schönheit und die Flüchtigkeit des Lebens. ~ Quelle

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Meine Meinung
Als ich mit diesem Buch vom Rowohlt Verlag überrascht wurde, wusste ich zunächst nicht so richtig, ob ich mich auf dieses Buch einlassen kann, da die Kurzbeschreibung recht trocken klang. Dennoch wollte ich dem Buch eine Chance geben und wurde nicht enttäuscht. Zwar bin ich auch nicht übermäßig begeistert, allerdings hat mir „Wir Halbgötter“ einen interessanten Einblick in den Alltag von Chirurgen gegeben, der mich nicht kalt gelassen hat.

Gabriel Weston schreibt sehr eindrucksvoll über ihre Arbeit, ihre Meinung zum Tod, über Verluste während und nach einer Operation und wie sie mit ihren Erlebnissen umgeht. Besonders gut gefällt mir, dass sie ihre Arbeit in der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch ist man als Leser mitten im Geschehen und bekommt reichlich Informationen über den Alltag einer Chirurgin.

Auch wenn die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt wird, wird „Wir Halbgötter“ dennoch nicht allzu emotional geschrieben. Zwar gibt die Autorin zu, dass ihr die Arbeit nicht immer leicht fällt und auch oftmals viele Emotionen eine Rolle spielen, aber dennoch wirkt sie sehr professionell und vermittelt dem Leser das Gefühl, dass man bei ihr gut aufgehoben wäre.

Negativ zu bewerten ist allerdings, dass hier viel zu viele medizinische Begriffe verwendet wurden. Menschen, die bereits selbst eine medizinische Ausbildung haben, konnten der Autorin mit Sicherheit folgen, ich hatte dagegen meine Probleme und musste so manchen medizinischen Begriff googlen. Ein Vorteil wäre gewesen, wenn man ein Glossar mit den Begriffen angelegt hätte oder die medizinischen Ausdrücke allgemein ein wenig erklärt hätte. Durch das fehlende Wissen und die kaum vorhandenen Erklärungen liest sich das Buch leider recht holprig.

Das Cover wirkt durch seine dunklen Blautöne und dem weißen Kittel mit den Handschuhen sehr steril, was relativ gut zu dem Inhalt des Buches passt. Die Kurzbeschreibung ist dagegen so eine Sache: Auf der einen Seite mag ich sie, andererseits finde ich sie schon da bereits etwas zu lang, da relativ viel verraten ist und recht trocken.

Insgesamt ist „Wir Halbgötter: Bekenntnisse einer Chirurgin“ ein interessantes, aber auch leider ein recht trockenes Buch. Hätte man ein Glossar angelegt oder wäre man auf medizinische Begriffe mehr eingegangen, wäre das Buch mit Sicherheit ein sehr interessantes Werk geworden. Durch das Benutzen von Google und weiteren Hilfsmittel ging allerdings oftmals der Lesespaß verloren. Von daher würde ich das Buch nur empfehlen, wenn man bereits einen Hintergrund im medizinischen Bereich hat.

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