Rezension

Edgar Allan Poe – Der Untergang des Hauses Usher

Kurzbeschreibung
An einem düsteren, trüben und stillen Herbsttag, an dem die Wolken tief und schwer am Himmel hingen, war ich viele Stunden lang ganz allein durch eine seltsam trostlose Gegend geritten und sah plötzlich, als die Abendschatten sich schon niedersenkten, das melancholische Stammschloss der Familie Usher vor mir liegen. Ich weiß nicht, wie es kam, aber schon beim ersten flüchtigen Blick, den ich auf das Gebäude warf, beschlich ein Gefühl unerträglicher Schwermut meine Seele.

Hier kann das Hörbuch gekauft werden!
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Meine Meinung
Edgar Allan Poe – jeder kennt ihn, viele mögen ihn und ich habe ihn bislang immer gemieden. Nachdem ich mich letzten Monat an „Ligeia“ gewagt habe, wollte ich nun auch „Der Untergang des Hauses Usher“ eine Chance geben. Es hat sich definitiv gelohnt!

Die Geschichte beginnt recht düster und melancholisch. Edgar Allen Poe hat es geschafft, dass das Buch im Laufe der Zeit diese Stimmung nicht verliert und hat sie sogar noch einmal gesteigert. Durch die sehr detaillierte Beschreibung des Hauses Usher und der Umgebung war es mir möglich, mir alles recht gut bildlich vorzustellen und wurde schnell selbst zum Teil der Geschichte.

Sehr gelungen sind die Charaktere, die ausreichend beschrieben wurden, vor allem Roderick Usher empfand ich als sehr interessant, insbesondere dessen, weil er als undurchschaubar auftrat. Sein Verhalten ist rätselhaft und zum Teil auch erschreckend. Nervlich, sowie körperlich ist er am Ende.
Das Ende der Geschichte hat mich fasziniert und Edgar Allan Poe hat es geschafft, mich gleichzeitig zu schocken. Eine durchweg gute Novelle bis zum Schluss.

Gesprochen wird das Buch von Olaf Pessler, dessen Stimme sehr gut zur Stimmung passt. Die Melancholie in seiner Stimme und Aussprache ist deutlich spürbar und an so manch gruseliger Stelle habe ich durch seine Betonung Gänsehaut bekommen. Perfekt vorgelesen!

Mit einer Laufzeit von 58 Minuten handelt es sich um die ungekürzte Hörbuchfassung.

Insgesamt konnte mich „Der Untergang des Hauses Usher“ überzeugen. Der einzige, kleine Kritikpunkt ist tatsächlich nur die Kürze der Geschichte, denn ich hätte am liebsten noch viel mehr über das Haus und dessen Vergangenheit erfahren. Sehr empfehlenswert!

2 Kommentare zu „Edgar Allan Poe – Der Untergang des Hauses Usher

  1. Ich will ja nicht von abfärben reden – aber wow, zwei E.A.Poe-Rezensionen innerhalb eines Monats sprechen quasi ganze Trilogien! ;P

  2. ich wollte auch schon länger mal was von ihm lesen, vielleicht fange ich mit dem buch an 🙂
    wenn du mal wieder was schnelles – und leichtes – für zwischendurch brauchst, kann ich dir oscar wildes „the importance of being earnest“ empfehlen, falls du das noch nicht gelesen hast! herrlich!

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