Rezension

Christoph Hardebusch – Smart Magic

Kurzbeschreibung
Tom ist fünfzehn, lebt in Berlin und hat nicht gerade das, was man eine schöne Kindheit nennt. Er wächst bei einer Pflegefamilie auf, die viele Waisenkinder bei sich aufgenommen hat – doch von ihren Pflegeeltern werden sie nur für Diebstähle und Betrügereien ausgenutzt. Sein einziger Freund ist sein älterer Leidensgenosse Alex, der für ihn wie ein Bruder ist und ihm schon ein paarmal aus der Patsche geholfen hat.

Schon bald beginnt sich allerdings Toms trostloses Leben stark zu verändern. Immer öfter erlebt er Dinge, die er sich nicht erklären kann. Als ihm mitten in Berlin auch noch ein kluger Rabe begegnet, der ihm weise Ratschläge zu geben versucht, fängt Tom an zu begreifen, dass er anders ist. Auf der Suche nach Spuren seiner Herkunft folgt er dem Raben schließlich zu einem geheimnisvollen Portal – das Tom in eine fantastische neue Welt voller Magie führt…

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Meine Meinung
Schon lange waren mir die Bücher von Christoph Hardebusch ein Begriff, allerdings habe ich mich nie getraut, eines davon zu lesen, weil ich wusste, ob die Bücher meinen Geschmack treffen. Nun, wo ich mich endlich getraut habe, bereue ich es schon fast, dass ich so lange damit gewartet habe, denn er schreibt großartig. „Smart Magic“ ist Spannung und Magie pur und es war eine Freude, dieses Buch zu lesen.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Christoph Hardebusch hat es geschafft, mich von seiner Welt zu überzeugen und ich konnte mich in die Charaktere und Traditionen gut hineinversetzen. Durch die etwas größere Schrift fliegt man nur so durch die Seiten und wird in eine magische Welt entführt. Die Geschichte bleibt trotz ihrer Länge immer spannend und unvorhersehbar. Zwar konnte man sich im Laufe der Geschichte einiges denken, aber am Ende kam es dann doch anders, als man gedacht hat. Die Mischung aus realer und fiktiver Welt ist gut gelungen und ließ keine Wünsche offen.

Bei den Charakteren bin ich sehr unentschlossen. Die reale Welt von Tom wird gut geschildert und sein Leben ist trotz der traurigen Umstände recht interessant, da er alles mögliche versucht, um aus der Lage herauszukommen. Sein Verhältnis zu Alex und der 12-jährigen Karo hat mich immer wieder aufs Neue berührt. Obwohl sie mehr oder weniger ums blanke Überleben kämpfen, halten sie so gut es geht zusammen und beschützen sich gegenseitig vor ihrem skrupellosen Pflegevater. Das Leben von Matani fand ich dagegen relativ uninteressant und der Wechsel in ihre Welt hat mich am Anfang eher beim Lesen gestört, da ich viel lieber mehr über Tom erfahren hätte.
Als beide Welten jedoch aufeinander trafen, fand ich Matani deutlich sympathischer und interessanter, weil sie mehr aus sich rauskommt und ich nicht nur Furcht über sie erfahren habe.

Toms Kräfte und seine Eingewöhnungszeit in der neuen Welt, werden authentisch beschrieben und ich konnte sämtliche Bedenken und Emotionen nachvollziehen, die er während dieser Zeit durchleben musste.
Die Welt ist so detailliert beschrieben, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte und selbst schnell ein Teil davon wurde. Tom schafft den Sprung aus dem lauten und hektischen Berlin in das Steppenland recht gut und auch für mich als Leserin war die Umstellung nicht allzu groß.

Wunderschön ist die Cover- und Buchgestaltung. Das Cover hat schöne, kräftige Farben, die ein tolles Gesamtbild abgeben und ein Eyecatcher in jedem Bücherregal sind. Die Kapitelgestaltung im Buch ist ebenfalls ansehnlich, denn sie werden abwechselnd mit einem Fuchs und einem Raben verziert. Schön gestaltet ist auch die Landkarte am Anfang des Buches, die ausführlich die Provinz Nessa und andere Städte und Dörfer aufzeichnet.

Insgesamt konnte mich Christoph Hardebusch mit „Smart Magic“ überzeugen. Trotz mancher Schwächen sind mir die Charaktere nach einer gewissen Zeit ans Herz gewachsen und die Landschaften sind der absolute Traum. Ein Fantasyroman für Jung und Alt!

Noch etwas zum Buchtrailer:
Ich habe noch nie einen so schlecht gemachten Buchtrailer gesehen. Hätte ich diesen vor dem Lesen gesehen, hätte ich das Buch wohl niemals angerührt. Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Schade, da hätte ich besseres erwartet.

3 Kommentare zu „Christoph Hardebusch – Smart Magic

  1. Dieser Trailer ist so…schlecht. 😀 😀 😀
    Ich musste grad so lachen, v.a. nachdem der Typ bei 0:30 „okaay“ sagt 😀

    Aber die Rezension ist wirklich sehr gelungen. 🙂

    Viele Grüße!

  2. Ich hab mir den Trailer damals zweimal hintereinander angeschaut, ich konnte einfach nicht fassen, wie schlecht dieser gemacht ist. Das erinnert mich so ein bisschen an frühere Schulprojekte, wo es hieß „Nun macht einfach mal!“. Dieses Buch hat einen deutlich schöneren und vor allem magischeren Trailer verdient.
    Aber die Geschichte ist richtig gut. 🙂

  3. „Smart Magic“ hat mir auch total gut gefallen, aber der Trailer ist echt grottig und sagt null über das Buch aus. Mich erinnert er an Filme aus den 80ern 😀

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