Rezension

Nora Roberts – Die Traumfängerin

Kurzbeschreibung
Liebe? Lieber nicht! denkt die junge Künstleragentin Aurora Fields. Doch der smarte Dokumentarfilmer David Brady macht ihr einen Strich durch die Rechnung: Für ein Filmprojekt will er ihre Klientin Clarissa DeBasse interviewen. Aurora muss Clarissa vor allzu neugierigen Fragen schützen – und gerät plötzlich selbst ins Visier des attraktiven Filmemachers. Denn David scheint entschlossen, sie zu erobern! Und damit gerät Auroras bestgehütetes Geheimnis in Gefahr. Denn je stärker die Emotionen werden, desto unbezähmbarer ist ihre Gabe: Amely besitzt das Zweite Gesicht, kann in die Zukunft schauen und hat Träume und Visionen, die ihr mehr verraten, als gut für sie ist…

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Meine Meinung
Jeder, der spannende Thriller und romantische Geschichten mag, wird schon das ein oder andere Mal über Nora Roberts gestolpert sein. Da ich ihre Bücher und Ideen sehr schätze, war auch dieses Buch ein absolutes Muss für mich. Doch das, was ich hier zu lesen bekam, hat mich doch ein wenig ratlos zurückgelassen.

Liebe Frau Roberts, das war leider nix!
Parapsychologie in Verbindung mit einer guten Portion Romantik liest sich auf den ersten Blick recht gut, so ging es mir auch noch auf den ersten Seiten, doch dann kippte die Stimmung schlagartig. Die Geschichte wird stellenweise holprig und viel zu schnell erzählt, manchmal kam ich einfach nicht hinterher und dachte „Ist das wirklich Nora Roberts, die dieses Buch geschrieben hat?!“ Es ist verwunderlich, dass die Geschichte so unglaublich vorhersehbar geschrieben ist. Die Liebesgeschichte beginnt zu plötzlich und die Dialoge sind weder romantisch, noch elektrisierend, vielmehr hatte ich den Eindruck, dass die Autorin den romantischen Part schnell hinter sich bringen wollte.

Leider ist die Liebesgeschichte alles andere als authentisch. Die Begegnung zwischen Amely und David ist zunächst sehr distanziert, doch kaum zehn Seiten später liegen sie sich schon küssend in den Armen, ohne etwas voneinander zu kennen. Das mag vielleicht im ersten Moment ganz aufregend sein, aber mehr auch nicht. Auch die weitere Entwicklung zwischen den beiden Protagonisten läuft zu schnell ab. Anstatt sich die Möglichkeit zu geben, sich kennen zu lernen, kommt es schnell zu Sätzen wie „Verbring eine Nacht mit mir“. Für manche Leser mag dieser Verlauf vollkommen okay sein, für mich leider nicht, denn durch die viel zu schnell stattfindende Annäherung hatte ich eher das Gefühl, etwas wichtiges verpasst zu haben.

Wirklich gut hat mir dagegen Clarissa gefallen. Sie ist im Land durch ihre übersinnlichen Fähigkeiten bekannt geworden, die sie immer wieder im TV beweisen muss. Sie wirkt unglaublich charmant und lebensfroh, sodass ich sie sehr schnell ins Herz schließen konnte. Bei Amely und David war es dagegen leider nicht so. Beide kamen mir zu abgeklärt vor, da sie zu sehr von ihrem Job eingenommen werden und ein Privatleben meistens bewusst nicht zulassen wollen.
Der parapsychologische Part war ganz nett, aber leider auch nicht unbedingt etwas, was lange im Gedächtnis bleibt. Obwohl ich solche Themen immer sehr interessant finde, wirkte dieser immer mehr deplatziert und konnte mich auch nur eher mäßig begeistern.

Die Kurzbeschreibung verspricht so dermaßen viel, dass das Buch einfach nicht mithalten kann. Das ist noch nicht einmal einen Vorwurf gegen den Verlag, sondern die Feststellung, dass die Ideen zwar vorhanden und eingebracht wurden, aber insgesamt alles andere als harmonisch wirkte. Sehr schade, so kenne ich Nora Roberts nicht.

Fakt ist, dass Nora Roberts eine unglaublich tolle Autorin ist, die ich immer wieder mit Freude lese, aber auf dieses Buch hätte ich sehr gerne verzichten könnten. Da das Buch bereits im Jahre 1987 erstmalig veröffentlicht wurde, kann man ihr nur diesen Patzer verzeihen und sich über die neueren Werke dieser großartigen Autorin erfreuen.

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