Rezension

Lauren Oliver – Delirium

Kurzbeschreibung
Wenn Liebe tötet – willst du dann je geheilt werden?
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie wollten sich verlieben. Heute, in Lenas Welt, ist Liebe als Krankheit identifiziert worden und heilbar. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag soll auch sie dem Eingrif, der die Heilung bringt, unterzogen werden. Danach wird sie normal sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

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Meine Meinung
Man kann nicht glücklich sein, ohne auch manchmal unglücklich zu sein…

Nachdem mich Lauren Oliver bereits mit „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ überzeugen konnte, habe ich „Delirium“ förmlich herbeigesehnt. Wieder einmal hat die Autorin bewiesen, welch großes Talent in ihr schlummert. Sie schreibt einfühlsam, federleicht und man muss ihren Schreibstil einfach mögen. Die Idee, dass Liebe eine Krankheit (Amor Deliria Nervosa) ist, ist nicht neu, allerdings wurde das Thema noch nie so schön und einfühlsam besprochen, wie in diesem Buch. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der 17-jährigen Lena erzählt.

Die Art und Weise, wie die Einwohner der Stadt, die Labore und die Umgebung beschrieben wird, ist sehr detailliert, sodass ich mir alles genau bildlich vorstellen konnte. Die Umstände sind für die Einwohner schwer, sie müssen täglich mit einer Razzia rechnen und werden wie Tiere in der Stadt eingesperrt, ohne es wirklich zu merken. Das Internet wird kontrolliert, Musik, Bücher und Gedichte, in denen die Liebe thematisiert sind, sind für die Einwohner verboten. Jugendliche unter 18 müssen dazu noch mit einer strengen Ausgangssperre leben. Menschen, die die Liebe dennoch in sich spüren, werden weggesperrt, umgebracht und im Falle von Jugendlichen, werden die Eingriffe einfach früher vorgenommen.

Die Charaktere können unterschiedlicher nicht sein.
Lena musste in ihrem Leben schon immer kämpfen. Ihr Vater ist früh gestorben und ihre Mutter hatte die Krankheit in sich und musste den Eingriff mehrfach über sich ergehen lassen. Dadurch wuchs Lena, zusammen mit ihren Geschwistern, bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf. Sie hat mit Hana nur eine wirklich gute Freundin. Während Lena sich an die Gesetze hält, ist ihre beste Freundin Hana eine kleine Rebellin, die illegale Musik hört und trotz allem noch an die Liebe glaubt. Auch wenn die beiden Mädchen noch so unterschiedlich sind, halten sie zusammen. Es fiel mir zunächst schwer, mich an Lena und Hana zu gewöhnen, beide waren mir trotz der Unterschiede zunächst zu glatt und oberflächlich, dies wurde aber während der Geschichte immer besser. Vor allem Lena wächst immer mehr über sich hinaus. Sie erkennt das System und rebelliert gegen ihre Familie und den Behörden.
Alex habe ich dagegen sofort in mein Herz geschlossen. Er ist mutig, entschlossen und durchschaut die Gesetze und Umstände in der Stadt. Durch seine Erfahrungen und seiner Herkunft wirkt er vollkommen anders und erwachsener als andere. Die Annäherung zwischen Alex und Lena ist zaghaft und sehr beherrscht. Während Alex hier den lockeren Part übernimmt, ist Lena sehr ängstlich und zurückhaltend, stellenweise sogar naiv, wenn man hier ihre Gedanken betrachtet. Allerdings geben zusammen ein gutes Paar ab, dem man nur das Beste wünscht, auch wenn sämtliche Umstände gegen die Beiden sind.

Allerdings geht es in „Delirium“ nicht nur um die Liebesgeschichte, sondern auch um das System der USA und wie sie versuchen, die Liebe aus den Menschen zu löschen. Die Eingriffe werden als harmlos geschildert, sind aber alles andere als ungefährlich. Auch Lenas komplette Familiengeschichte wird hier ausführlich thematisiert.

Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Sprecherin. Annina Braunmiller kennt man bereits als Synchronsprecherin von Kristen Stewart und den Twilight Hörbüchern. Ihre Stimme wirkt sanft, leicht, zerbrechlich und dennoch entschlossen. Sie verkörpert Lena nahezu perfekt und beherrscht sämtliche Emotionen, die für dieses Geschichte nötig sind.

Insgesamt konnte mich „Delirium“ schnell in seinen Bann ziehen. Die Charaktere und Atmosphäre sind so interessant und spannend, dass ich dieses Hörbuch nur schwer pausieren konnte. Ich kann die Fortsetzung „Pandemonium“ kaum noch erwarten. Absolut empfehlenswert!

Reihenfolge
Delirium
Hana (Band 1.5 – dt. Titel unbekannt)
Pandemonium (dt. Titel unbekannt)
Requiem (dt. Titel unbekannt)

2 Kommentare zu „Lauren Oliver – Delirium

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