Rezension

Alyson Noël – Evermore 01 – Die Unsterblichen

Kurzbeschreibung
Als Ever ihm zum ersten Mal in die Augen sieht, scheint ihre Welt plötzlich eine andere zu sein. Damen hat etwas, das Ever tief berührt. Seit sie als Einzige schwer verletzt den Autounfall überlebte, dem ihre gesamte Familie zum Opfer fiel, hat sie sich nicht mer so glücklich gefühlt wie in diesem Augenblick. Aber irgendetwas ist merkwürdig an Damen. Denn seitdem sie dem Tod so nah war, besitzt sie die einzigartige Fähigkeit, die Gedanken der Menschen um sie herum hören zu können. Doch nicht so bei Damen: keine Gedanken, nicht der leiseste Ton, nichts. Kann es sein, dass Damens Seele tot ist und er schon längst nicht mehr lebt? Aber woher kommen dann die starken Gefühle, die sie beide verbinden?

Meine Meinung
Noch vor einem Jahr hatte die 16-jährige Ever alles, was sie sich nur wünschen konnte. Sie war beliebt, hatte einen tollen Freund, gute Freunde und die in ihren Augen beste Familie der Welt.
Doch das ändert sich schnell. Durch einen Autounfall verlor sie ihre komplette Familie und sie musste zu ihrer Tante ziehen. Als wäre der Verlust nicht schon schlimm genug für sie, muss sie sich seitdem auch noch mit hellseherischen Fähigkeiten rumschlagen, die für sie mehr Fluch als Segen sind.
Als sie zum ersten Mal den gleichaltrigen Damen an ihrer Schule entdeckt, fahren ihre Gefühle Achterbahn. Damen sieht gut aus und hat sofort eine Anziehungskraft auf sie – und das Beste: Sie kann weder seine Aura erkennen, noch seine Gedanken lesen.
Aber wie kann das sein, wo sie doch bei jedem Menschen die Gedanken lesen kann? Ist er etwa gar kein Mensch?
Und dann muss sie sich auch noch mit ihrer Schwester Riley ‚herumschlagen‘, die als Geist auf der Erde wandert…

Ich habe diese Buchreihe schon sehr lange auf meinem SUB und bin schon oft genug drum herum geschlichen. Von daher wurde es jetzt endlich mal an der Zeit, dass ich dieser Reihe eine faire Chance gebe.
Durch die zum Teil doch sehr schlechten Kritiken war ich immer ein wenig eingeschüchtert, jedoch bereue ich es nicht, nun endlich den ersten Band „Die Unsterblichen“ gelesen zu haben.

Obwohl die Handlung alles andere als neu ist, konnte mich die Geschichte durchweg packen und ich hatte das Buch viel zu schnell durch. Der Schreibstil gefällt mir gut. Die Autorin beschreibt die Geschichte sehr intensiv und taucht immer tiefer in die Geheimnisse der Vergangenheit ein, ohne dabei die Gegenwart aus den Augen zu verlieren.

Bis auf zwei Dinge habe ich hier eigentlich nichts auszusetzen.
Zum einen war mir die Geschichte etwas zu vorhersehbar, was wie oben bereits genannt, daran liegt, dass der Aufbau der Geschichte nicht neu ist.
Da haben wir auf der einen Seite das Mädchen, das alles verloren hat und ganz plötzlich hellseherische Fähigkeiten hat. Auf der anderen Seite haben wir den überdurchschnittlich gutaussehenden Jungen, an dem sich sofort alle Mädchen dranhängen, doch er will nur SIE.
Und natürlich hat er ganz viele Dinge vor ihr zu verbergen, denn er ist nicht das, was er auf den ersten Blick zu sein scheint. Wie überaus spannend…

Zum anderen haben mich ein kleines bißchen die Charaktere enttäuscht.
Dabei sind die Charaktere nicht unbedingt unsympathisch oder wahnsinnig naiv, vielmehr konnte ich bislang keinen so wirklich in mein Herz schließen.
Ever ist an sich zwar ganz sympathisch und ich konnte ihre Ängste und Gefühle gut nachvollziehen, dennoch wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen. Genauso ging es mir bei Damen, der zwar sehr charismatisch wirkt, aber noch deutlich Luft nach oben vorhanden ist.
Zu Evers Schwester Riley habe ich bereits in meiner Rezension zu Riley – Das Mädchen im Licht alles gesagt.
Hier empfinde ich sie sogar noch deutlich schlimmer als bei ihrer eigenen Reihe.
Evers beste Freunde Haven und Miles sind ebenfalls gelungen und vor allem Haven spielt bei der Aufklärung einiger Geheimnisse unfreiwillig eine große Rolle.

Jedoch sind dies auch meine einzigen Kritikpunkte, die mich alles andere als abschrecken, denn das Buch ist wirklich gut. Von daher werde ich dieser Reihe auch weiterhin treu bleiben und demnächst mit dem zweiten Band „Der blaue Mond“ beginnen.

Die Covergestaltung gefällt mir sehr gut und ist in meinen Augen deutlich passender als die Originalausgabe. Hier passen die Farben und vor allem die Tulpe, die immer wieder in der Geschichte vorkommt, perfekt zueinander. Bei dem Original Cover empfinde ich die Farben eher als unangenehm.
Von daher: Daumen hoch für den Verlag, denn in diesem Fall wurde hier alles richtig gemacht!

„Die Unsterblichen“ ist ein toller Auftakt der Evermore-Reihe, der mich schnell für sich gewinnen konnte und durch eine düstere Handlung überzeugt. Da noch viel Potential in der Reihe steckt, bin ich auf die Folgebände gespannt. Empfehlenswert!

Reihenfolge
1. Die Unsterblichen
2. Der blaue Mond
3. Das Schattenland
4. Das dunkle Feuer
5. Der Stern der Nacht
6. Für immer und ewig (15. August 2011)

7 Kommentare zu „Alyson Noël – Evermore 01 – Die Unsterblichen

  1. Oha, ich fand den ersten Evermore-Band total lahmarschig und schnarchig. Und ich bereue es total, mir den Doppelband zugelegt zu haben, denn ich glaub, Teil 2 mag ich echt nicht lesen, vor allem, weils laut vieler Meinungen ja noch mieser wird, als zu Beginn O_o. Nein, nein, nix für mich. Aber deine Rezi ist trotzdem schön!^^

    LG
    Kathi

  2. also ich muss zugeben..das Buch fand ich einigermaßen gut. hatte es im Handel entdeckt und natürlich gekauft..ohne vorher zu „prüfen“ ob es eine Serie ist oder nicht.
    und wenn ich ehrlich bin. man erfährt für mich zuuu wenig was genau sie jetzt eigentlich sind..und müsste dafür den zweiten Teil lesen, aber der interessiert mich schon vom Klappentext her nicht. Und mir Bücher zu kauen nur um zu hoffen das es eine gute Geschichte wird..naja..eher nicht..

  3. Das mit den Unsterblichen hab ich auch nicht ganz gecheckt. Auf der einen Seite sagt Damen, dass er kein Vampir ist, auf der anderen Seite heißt es, dass das Wort Vampir allgemein eine Beleidigung für ALLE Unsterbliche ist.. Das hab ich nicht so ganz verstanden. Ist er es nun trotzdem oder eher nicht?

    Ob ich jetzt alle Bücher wirklich gekauft hätte, weiß ich nicht. Ich habe die ersten 5 Teile als Ebooks bekommen, da ist das ok für mich. 🙂

  4. Doppelband ist bei sowas dann immer mies. Die Weltbild-Bände sind ja auch immer sehr verlockend, aber da kann man auch schnell auf die Nase fallen, wenn man drei Bände kauft und der erste schon doof ist.

    Also ich mochte Evermore ganz gerne, da ich diese ’nur‘ als Ebooks habe, ist es für mich auch nicht so schmerzhaft, wenn die nächsten Bände nun völlig mies sind.

  5. Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, die Serie ist damit für mich bereits beendet gewesen. Ich fand´s zwar nicht grottenschlecht, sonst hätte ich es abgebrochen, aber ich fand es eher zäh und abgekupftert von Geschichten wie Bis(s) usw. Das wird ja von mehreren Büchern behauptet, aber nie ist mir das so krass vorgekommen wie bei Evermore.
    Dir aber viel Spaß beim Weiterlesen!
    Liebe Grüße und schönes Wochenende,
    Melanie

  6. Ich hab trotzdem nur ein paar Euro mehr bezahlt als für die Originalausgabe, von dem her ist es nicht schlimm. Hätte ich das Buch für 17 (!!!) Euro gekauft, hätte ich mich schwarz geärgert! Als ebook wärs mir an deiner Stelle auch okay. Ich hab mir beim Lesen von Evermore immer gedacht: Wann passiert denn nun endlich IRGENDETWAS??? Und der Schreibstil war irgendwie…naja…mies?

    LG
    Kathi

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