Rezension

P.C. Cast/Kristin Cast – House of Night 06 – Versucht

Kurzbeschreibung
Nachdem Zoey und ihre Freunde Kalona und Neferet aus Tulsa vertrieben haben, hätten sie eigentlich eine Pause verdient. Aber obwohl Zoey und ihr sexy Krieger Stark sich erst einmal von ihrer Begegnung mit dem Tod erholen müssten und auch die Jungvampyre die Nachwirkungen von Neferets Terrorherrschaft zu verarbeiten hätten, ist ihnen allen keine Ruhe vergönnt.
Stevie Rae glaubt mit ihren außergewöhnlichen Kräften gut allein all das regeln zu können, was sie vor ihren Freunden verheimlicht. Doch eine mysteriöse und beängstigende Macht breitet sich in den Tunneln unter Tulsa aus. Aber Stevie Rae will nicht sagen, was dort vor sich geht und was sie dort gemacht hat. Allmählich beginnt Zoey sich zu fragen, wie sehr sie ihr noch vertrauen kann.
Werden sie die richtigen Entscheidungen treffen oder werden dunkle Mächte das House of Night zerstören?

Meine Meinung
Zoey und ihre Clique haben es mal wieder geschafft, sich gegen das Böse durchzusetzen. Kalona und Neferet haben Tulsa verlassen und es kehrt langsam wieder Ruhe im Bundesstaat Oklahoma ein.
Doch es ist noch Vorsicht geboten, denn Zoey ahnt schon länger, dass ihre beste Freundin Stevie Ray ihr einiges verschweigt.
Und auch im House of Night ist es längst nicht mehr so, wie es mal war. Obwohl Kalona und Neferet meilenweit weg sind, haben ihre Taten Eindruck bei den Schülern hinterlassen und fast alle scheinen sich gegen Zoey und die Clique verschworen zu haben.
Und dann muss Zoey immer öfter feststellen, dass ihre alte Seele sie immer mehr dominiert. Kalona kann sie immer wieder im Schlaf heimsuchen.
Wie lange kann sich Zoey noch gegen Kalona wehren und wem kann sie wirklich trauen?

Ähm ja.. was für ein Buch. Was für unglaublich blöde Charaktere.
Normalerweise bin ich ja ein großer Fan dieser Vampirreihe, aber gerade weiß ich nicht wirklich, was ich von diesem Buch halten soll.

Das Buch beginnt sehr schleppend und die Geschichte plätschert auf den ersten 150-200 Seiten nur so vor sich hin. Die Geschichte wird zwar nett geschrieben, aber es passiert einfach nichts, wo ich „Wow“ gedacht hätte. In der Mitte kam jedoch nochmal richtig Spannung in die Story und ich dachte, dass das Buch jetzt doch noch so gut wie die Vorgänger wird, doch dann flacht die Story wieder ab.

Dabei will ich nichtmal sagen, dass die Story unglaublich schlecht ist, im Gegenteil. Das Problem ist einfach Zoey, die mich mit ihren Gedanken und Gefühlen einfach unglaublich genervt und immer wieder die Spannung durch ihre Männergeschichten zerstört hat.

Allgemein haben sich die Charaktere kaum entwickelt, vielmehr bleiben einige auf ihrer Entwicklung stehen und es passiert einfach nichts mehr. Die einzigen Charaktere, die mich in gewisser Weise packen konnten, waren Aphrodite und der Rabenspötter Rephaim.
Besonders gut gefallen hat mir hierbei, dass man auch mal mehr hinter der Fassade der eher kalten und sarkastischen Aphrodite schauen konnte. Ihre verletzliche Seite gefällt mir sehr gut und ich bin gespannt, was man noch mit ihr vorhat.
Auch Rephaim hat mir gut gefallen. Hier bekommt man einen guten Einblick, wie ein Rabenspötter so tickt und was man ihm im Vorfeld beigebracht hat.

Eine völlige Katastrophe ist dagegen Zoey. Am Anfang mochte ich sie wirklich gerne, aber mittlerweile geht sie mir gegen den Strich. Ihre Männergeschichten nerven mich ungemein und man hat immer mehr das Gefühl, dass sie bewusst als Blödchen dargestellt wird, die nix anderes als Klamotten und Männer im Sinn hat. Das dies der Geschichte mehr als schadet, scheint das Autoren-Duo noch nicht gemerkt zu haben.

Sehr traurig war ich über den Tod eines Charakters, der mir zum Teil ans Herz gewachsen ist. Jedoch muss ich zugeben, dass durch diesen Tod wieder viele Türen geöffnet wurden und man noch einiges erwarten kann.
Allerdings will ich hier nicht zu viel verraten.

Allgemein bleiben sich die Autorinnen treu, was die Handlung und ihrem Schreibstil angeht. Das ist nichtmal ein Kritikpunkt, weil ich es gut finde, wenn sich Autoren nicht beirren lassen und ihr Ding durchziehen. Doch stellenweise war es hier zu viel des Guten.
Zum Beispiel werden hier immer noch Cherokee-Wörter wie „u-we-tsi a-ge-hu-tsa“ verwendet, wenn sich Zoey mit ihrer Großmutter unterhält. Nach mittlerweile sechs Bänden müsste jeder Leser wissen, was ihre Großmutter damit zum Ausdruck bringen möchte. Wieso Dialoge dadurch immer wieder unnötig in die Länge gezogen werden, kann ich persönlich nicht nachempfinden.
Sehr gut hat mir dagegen gefallen, dass auch andere Charaktere hier mehr zu Wort kommen. So wird das Buch diesmal nicht nur aus der Sicht von Zoey erzählt, sondern auch von Stevie Ray, Heath und Rephaim.

Aber natürlich ist hier auch nicht alles schlecht. Durch den Rabenspötter und den roten Jungvampiren hat man hier eine Steigerung hingelegt und etwas Neues geschaffen, dass in anderen Vampirbüchern nicht unbedingt häufig vorkommt.
Auch die Reise nach Italien hat der Geschichte mehr als gut getan, denn die Tunnel von Tulsa und das House of Night hat der Leser bereits mehr als einmal ausführlich kennengelernt.

Die Covergestaltung ist aber wieder einmal sehr gut. Vor allem die satten Grüntöne sind ein absoluter Eyecatcher. Wie immer ist hier Zoey abgebildet, im Hintergrund kann man Kalona erkennen.
Auch die Kurzbeschreibung hat mir gut gefallen und sie enthält das Wichtigste.

Auch wenn ich diesen Teil der House of Night-Reihe sehr kritisiert habe, bin ich dennoch neugierig, wie es mit den Jungvampiren und ihren Gefährten weitergeht. Der siebte Band „Verbrannt“ kann nur besser werden. 🙂

4 Kommentare zu „P.C. Cast/Kristin Cast – House of Night 06 – Versucht

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