Rezension

Gabriella Engelmann – Hundert Jahre ungeküsst: Dornröschens bittersüße Liebesgeschichte

Kurzbeschreibung
Rosalie ist glücklich: Gerade ist sie von zu Hause ausgezogen, hat ihre Ausbildung zur Hotelkauffrau angefangen und sich verliebt. Das Problem: Auf Rosalie lastet ein Fluch und ihr siebzehnter Geburtstag soll in einer Katastrophe enden. Kein Grund zur Panik, denkt Rosalie, denn sie glaubt nicht an Märchen – zumidest bis zur Nacht vor ihrem Geburtstag, als sie das verbotene Turmzimmer des Schlosshotels betritt.

Meine Meinung
Die 16-jährige Rosalie Dorn wuchs wohlbehütet bei ihren Eltern im Hamburger Stadtteil Blankenese auf. Ihre Mutter beschützt das Mädchen wo sie nur kann und lässt sie nur schwer aus den Augen. Doch damit soll nun Schluss sein.

Rosalie beginnt nach der Schule eine Ausbildung zur Hotelfachfrau und bezieht eine kleine Wohnung, die vom Hotel zur Verfügung gestellt wird. Sie lernt neue Freunde kennen, verliebt sich unsterblich in Rene und könnte nicht glücklicher sein – wäre da nicht ein Fluch, der auf sie lastet…

Wow, was für ein Buch!
Nachdem ich bereits restlos von „Weiß wie Schnee, rot wie Blut, grün vor Neid“ begeistert war, war für mich schnell klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen muss.

Neben einer zuckersüßen Liebesgeschichte, die sich zwischen Rosalie und dem Hotelerben Rene entwickelt, wird einem noch jede Menge Spannung und Fantasyelemente geboten.

Die Geschichte ist locker-flockig geschrieben und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Sprache ist zum Teil salopp, aber absolut passend. Das Buch wird aus der Sicht von Rosalie und Rene abwechselnd erzählt. Die Gedanken der beiden sind nachvollziehbar und der Umgang untereinander trotz kleiner Streitereien sehr herzlich.

Die Geschichte spielt in der wunderbaren Stadt Hamburg, was mich noch einmal zusätzlich begeistert hat. Die Schauplätze werden gut und liebevoll beschrieben und schnell merkt der Leser, wie sehr die Autorin die Stadt in ihr Herz geschlossen hat.

Die Charaktere haben mir allesamt gut gefallen.
Rosalie ist für ihre 16 Jahre sehr reif und ihre Entscheidungen und Überlegungen wirken sehr gut durchdacht. Ihr Verhältnis zu den Eltern ist herzlich, aber Rosalie ist auch froh, dass sie sich von ihrer überfürsorglichen Mutter losreissen kann.

Bei ihrem Traumprinzen Rene fiel es mir jedoch schwer, ihn in mein Herz zu schließen. Zunächst erschien er mir sehr oberflächlich und respektlos im Umgang mit Frauen, allerdings konnte er mich immer mehr von sich überzeugen. Er hat in dem Buch wohl die größte Entwicklung hingelegt, die ihn letztendlich doch zu einem tollen Charakter gemacht hat.

Aber auch andere Charaktere wie Rosalies beste Freundin Melina und Renes bester Freund Rocco werden hier gut dargestellt. Vor allem die Unterschiede, die zwischen den Freunden herrscht, haben mir gut gefallen. Hier wird bewiesen, dass sich Gegensätze eben doch anziehen können. 🙂

Sehr interessant finde ich auch die Idee mit der White Lady. Da ich über diese nicht allzu viel verraten möchte, kann ich nur sagen, dass es hier unglaublich spannend und mysteriös wird.

Zusätzlich begeistert hat mich ein kleines Wiedersehen alter Charaktere aus „Weiß wie Schnee,…“. Diese werden hier zwar nur namentlich genannt, aber es ist schön zu wissen, was z.B. ein JamieTim heute so macht.

Überrascht war ich vom Ende, dass ich so niemals erwartet hätte.
Aber auch hier finde ich es sehr gut durchdacht und hier sieht man eben erneut, dass es sich um ein Märchen handelt.
Man kann schon sagen, dass die Autorin mit dem Ende Mut bewiesen hat.

Sehr hilfreicht ist auch das Personenregister, dass die wichtigsten Charaktere beschreibt und ihre Aufgaben in diesem Buch auflistet.

Die Covergestaltung gefällt mir ebenfalls sehr.
Durch das knallige Orange wird das Buch schnell zum Hingucker. Auch Rosalies halber Körper und das Schloßhotel kommen super zur Geltung und wirken äußerst passend.

Wer Märchen und Jugendbücher liebt, wird mit diesem seine wahre Freude haben. Hier wird soviel geboten, dass jeder auf seine Kosten kommt.

Absolut empfehlenswert! 🙂

5 Kommentare zu „Gabriella Engelmann – Hundert Jahre ungeküsst: Dornröschens bittersüße Liebesgeschichte

  1. Komme gerade von meinem Osteurlaub zurück und finde diese Rezenesions-Hymne vor. Wow!! Und dann lese ich auf Facebook, dass die arme Sabrina anscheinend Grippe hat. Nicht schön das. Guuuuuuute Besserung an dieser Stelle, und sorry, dass es dich über die Feiertage so erwischt hatte, wie doof ….

  2. Gabriella Engelmann :

    Komme gerade von meinem Osteurlaub zurück und finde diese Rezenesions-Hymne vor. Wow!! Und dann lese ich auf Facebook, dass die arme Sabrina anscheinend Grippe hat. Nicht schön das. Guuuuuuute Besserung an dieser Stelle, und sorry, dass es dich über die Feiertage so erwischt hatte, wie doof ….

    Mit dem Ende hast du mich aber wirklich eiskalt erwischt. Das hätte ich zunächst nicht gedacht. 🙂
    Aber das Ende macht tatsächlich Sinn, auch wenn man erstmal drüber nachdenken muss.

    Danke für die Genesungswünsche. Ich bin nun bei Grippetag 11 und hab keinen Bock mehr *g*

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