Rezension

Josephine Opitz – Auf dem Laufsteg bin ich schwerelos: Mein Leben als Model im Rollstuhl

Kurzbeschreibung
Aufgeben kommt für Josy nicht infrage. Auch wenn sie nie laufen konnte wie andere Kinder, träumt sie davon, als erstes Model bei der Berliner Fashion Week oder einer Haute-Couture-Show in Paris über den Laufsteg zu rollen. Lebensfroh und optimistisch berichtet sie vom Leben mit einer Behinderung: „Damit die Menschen endlich aufhören, einen Rollstuhl immer nur mit Krankheit in Verbindung zu bringen.“

Meine Meinung
In „Auf dem Laufsteg bin ich schwerelos“ beschreibt Josephine Opitz ihr Leben im Rollstuhl und ihrem Traum, das erste Model im Rollstuhl zu sein, dass bei der Berliner Fashion Week oder einer Haute-Couture-Show in Paris über den Laufsteg rollt.

Josephine und ihre Zwillingsschwester Juliane kamen als Frühgeburt auf die Welt und schon bald musste man feststellen, dass bei Josephine etwas schief lief. Kurz nach der Geburt erlitt sie eine Gehirnblutung, die Auswirkung auf ihr ganzes Leben hat.
Während andere Kinder sorglos spielen konnten, musste sich Josephine unzähligen Anwendungen, Therapien und Untersuchungen stellen, die im Alter von 9 Jahren mit einer großen OP ihren Höhepunkt erreichte.

Obwohl sie nie eine Extrawurst wollte und wie andere Kinder behandelt werden wollte, musste sie schon früh erkennen, dass dies bei manchen Menschen nicht möglich ist. Obwohl sie eine gute Schülerin war, haben ihr die meisten Lehrer nicht mehr als den Hauptschulabschluss zugetraut.

Als ihre beste Freundin sie eines Tages schminkt und ihre braunen Haare blondiert, stellt sie fest, dass sie sehr hübsch und alles andere als unscheinbar ist. Ihr Traum steht fest: Modeln!

Hierbei lässt sie nichts unversucht und bewirbt sich sogar bei der Castingsendung „Germany’s next Topmodel“.

Mit diesem Buch will sie anderen Menschen Mut machen und zeigen, wie steinig der Weg zum Model wirklich ist…

Obwohl ich bis jetzt jedes Buch der „Mein Leben“-Reihe verschlungen habe und mich diese Thematik sehr interessiert hat, hat mich dieses Buch enttäuscht.

Die Autorin will mit diesem Buch zwar zeigen, dass sich Schönheit und Rollstuhl nicht ausschließen müssen, allerdings kam mir dieses Werk doch eher wie eine Lobeshymne an sich selbst vor.
Schnell wurde mir klar, wie sehr sich Frau Opitz hier quasi auf die Medien gestürzt hat. Bewusst ging man zu jeder Autogrammstunde, die man mitnehmen konnte, weil man wusste, dass Stars sich in den meisten Fällen für Behinderte einsetzen und sie somit ein Foto für die Lokalzeitung erhaschen konnte. Gleiches gilt hier auch für Fernsehauftritte, bzw. kleinen Komparsenrollen in Dokusendungen wie „Mitten im Leben“.

Im Prinzip ist dies nicht verwerflich, wenn man sich vornimmt, groß rauszukommen, allerdings hat mir die Art und Weise, wie es hier beschrieben wurde, überhaupt nicht gefallen.

Ebenfalls enttäuscht hat mich der Schreibstil. Während man bei den anderen „Mein Leben“-Bänden nicht unbedingt gemerkt hat, dass Anfänger ihre Geschichte niederschreiben, merkt man es hier leider umso deutlicher. Bei manchen Themen habe ich mich doch sehr durchquälen müssen, weil mich diese „Ich bin so toll“-Art doch sehr gestört hat.

Dabei will ich hier keinesfalls gegen Behinderte schießen, das liegt mir absolut fern. Ich finde es sehr gut, wenn sich diese von anderen nicht unterscheiden wollen und das Beste aus ihrem Leben machen wollen, allerdings gefällt mir das WIE in diesem Buch überhaupt nicht. Vieles wirkt aufgesetzt und unsympathisch.

Die Covergestaltung gefällt mir dagegen sehr gut und wirkt viel farbenfroher als andere Bände der „Mein Leben“-Reihe. Auch der Klappentext liest sich interessant.

Weiterempfehlen kann ich dieses Buch leider trotzdem nicht.

Für die freundliche Bereitstellung bedanke ich mich bei .

Ein Kommentar zu „Josephine Opitz – Auf dem Laufsteg bin ich schwerelos: Mein Leben als Model im Rollstuhl

  1. I would like to save this particular post, “Josephine Opitz –
    Auf dem Laufsteg bin ich schwerelos: Mein Leben als Model im Rollstuhl Kleinbrinas Bücherblog” on my own web page.
    Do you really care in the event I reallydo? Regards -Gordon

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