Rezension

Karin Michalke – Rosa macht blau

Kurzbeschreibung
Rosa liebt Marco. Seit sie denken kann.
Marco liebt Marion. Seit der Klassenfahrt nach Budapest. Rosa wartet und hofft.
Jetzt nicht mehr. Rosa macht blau.

Meine Meinung
Im Alter von 8 Jahren träumt Rosa von einer Fee, die ihr einen Wunsch erfüllt, wenn sie etwas Unmögliches schafft. Gesagt, getan. Und schon findet sich Rosa auf dem alten Zaun eines Nachbarn wieder. Ihr größter Wunsch ist ein Prinz, der sie glücklich macht. Als sie stürzt und aus der Ohnmacht wieder erwacht, sieht sie Marco, einen ihrer Mitschüler. Seitdem gibt es nur noch Marco für sie. Doch er kann ihre Gefühle nicht erwidern.
Heute ist sie 24 und wartet immer noch auf ihn. Doch er heiratet eine andere.
Für die junge Einzelhandelskauffrau ist das alles zu viel und sie fasst einen Entschluss: Raus aus Happing!

Als ich die Kurzbeschreibung gelesen habe, habe ich mit einem leichten Jugendroman gerechnet, bei dem es um die kleinen Verzweiflungen der ersten großen Liebe geht. Doch da habe ich mich getäuscht.
Hier wird einem wahnsinnig viel geboten. Ein Jugendbuch ist es bei weitem nicht. Vielmehr wurde hier ein wunderbarer, hoch emotionaler Roman geschaffen, der einen ans Herz geht.

Karin Michalke beschreibt hier nicht nur den ersten Liebeskummer, sondern vielmehr all die Verzweiflung, Hoffnung und Liebe, die Rosa jeden Tag aufs Neue für Marco empfindet.

Rosa musste bereits in sehr jungen Jahren viele Niederlagen hinnehmen. Sie wuchs ohne Vater in einem kleinen Dorf in Bayern auf, ihre Mutter begeht Selbstmord. Für die Dorfbewohner ist dies ein gefundenes Fressen. Ihre acht Kilo Übergewicht, sowie die permanente Einsamkeit machen ihr zusätzlich zu schaffen.
Ihr Wunsch, Marco an sich zu binden scheitert, da er seine Jugendliebe Marion heiraten wird.
Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Elfie, die sie immer wieder daran erinnert, dass es auch andere Männer gibt.
Mit 24 gibt es auch einen anderen Mann für sie: Maurizio, mit dem sie eine Affäre beginnt.

Und da sind wir auch leider bei dem Negativpunkt des Buches: Maurizio, der gegen Ende des Buches immer unerträglicher wird. Hier möchte ich nicht allzu viel verraten, lediglich, dass beide absolut nicht zusammenpassen und man schnell erkennen kann, worauf es Maurizio wirklich ankommt.
In meinen Augen hat dieser Charakter diese wirklich wunderbare Geschichte ein bißchen zerstört.

Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der leicht und schnell zu lesen ist und aus kurzen Sätzen besteht. Sehr gut gefallen haben mir alle Emotionen, die in dem Buch auf mich übertragen wurden.

Jeder, der bereits einmal unglücklich verliebt war, findet in Rosa einen Charakter, der ein Teil von sich selbst sein könnte. Ihre Gedanken und Gefühle haben mich tief berührt und ihre Spuren hinterlassen.

Dieses Buch werde ich mit Sicherheit nicht so schnell vergessen.

Eine Zusammenfassung der schönsten Zitate aus „Rosa macht blau“ gibt es hier: *klick*

Für die freundliche Bereitstellung bedanke ich mich bei .

2 Kommentare zu „Karin Michalke – Rosa macht blau

  1. Hört sich wirklich gut an. Vielleicht kauf ichs mir irgendwann auch mal, danke, für deine Empfehlung 🙂

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