Rezension

Joanne K. Rowling – Harry Potter und der Stein der Weisen

Kurzbeschreibung
Wenn man noch nicht mal elf ist, eine Vollwaise und bei hartherzigen neureichen Verwandten im Besenschrank unter der Treppe leben muss, hat einen das Leben schon ziemlich gebeutelt. Das findet Harry Potter auch, und trotz allem hat er sich eine unerschütterliche Zuversicht bewahrt, die eigentlich durch nichts begründet ist. Doch dann, an seinem elften Geburtstag, wird Harry in das Internat Hogwarts beordert, der Schule für Hexerei und Zauberei, wo er nicht nur Fächer wie Zaubertrankkunde und Verwandlungsunterricht hat, sondern auch erfährt, dass er selbst eine Berühmtheit ist…

Meine Meinung
„Das auf deiner Stirn war kein gewöhnlicher Schnitt Harry. So ein Mal bekommt man bloß, wenn ein Fluch einen berührt, und ein mächtiger noch dazu.“

Harry James Potter ist kein gewöhnlicher Junge. Als Waise lebt er bei seinem strengen Onkel und seiner Familie in einem Reihenhaus in England, in dem er wie ein Sklave behandelt wird. Er muss abgetragene Kleidung seines Cousins tragen und unter der Treppe schlafen.
Doch kurz vor seinem elften Geburtstag wird alles anders, denn er erhält Post aus Hogwarts, einer Schule für Hexerei und Zauberei. Sein Onkel will um jeden Preis verhindern, dass Harry auf diese Schule geht, doch die Rechnung hat er ohne Hagrid, dem Wildhüter von Hogwarts gemacht.
Er erklärt Harry, dass er in Wirklichkeit ein Zauberer ist. Aber nicht nur das erfährt er, sondern auch den wahren Grund über den Tod seiner Eltern und der Narbe auf der Stirn.

Schon auf dem Weg nach Hogwarts lernt der eher scheue Harry seinen ersten Freund im Leben kennen: Ron Weasley. Zusammen mit ihm und ihrer Mitschülerin Hermine erlebt er Abenteuer, die er nie zu träumen gewagt hätte – und schon bald steht sein Leben auf dem Spiel…

Ich habe dieses Buch mittlerweile zum 4. oder 5. Mal gelesen und würde es immer wieder tun.

Was Joanne K. Rowling hier geschaffen hat, fasziniert und verzaubert einen zugleich. Schauplätze, Charaktere, Tierwesen und Handlungen sind hierbei perfekt aufeinander abgestimmt und bilden ein wahres Meisterwerk, dass nicht nur perfekt für die jüngeren Leser geeignet ist.

Die Art und Weise, wie das Spiel zwischen Gut und Böse dargestellt wird, ist mal etwas ganz anderes, weil man nie wirklich weiß, wann das Gute siegt. Vielmehr gibt es eine Reihe von Verkettungen, die diese wundervolle Buchreihe so faszinierend und spannend macht.

Der Schreibstil ist wunderbar gewählt. Hier muss man auch den Übersetzern ein Kompliment aussprechen, die den Zauber Harry Potters aufrecht erhalten haben.
Allerdings muss man sagen, dass der erste Band der Harry Potter-Reihe doch sehr kindgerecht geschrieben ist, dies steigert sich jedoch von Band und Band.

Die Charaktere beweisen bereits im ersten Band enormes Potential und lassen erahnen, was noch auf einen zukommt.

Harry ist der typische Antiheld, der die Negativseiten seiner Berühmtheit schnell zu spüren bekommt. Seine Mitschüler sind fasziniert von seiner Narbe, aber nicht wirklich von seinem Wesen, manche Schüler wie sein Nebenbuhler Draco Malfoy empfinden sogar direkt blanken Hass gegen ihn. Dabei wünscht sich Harry eigentlich nur „normal“ zu sein.
Auch seine Lehrer sind zum Teil skeptisch und wollen ihn wegen seiner Berühmtheit nicht bevorzugen. Von seinem Lehrer Severus Snape wird er sogar benachteiligt und ständig schikaniert.
Wie sein Vater James ist auch Harry ein Regelbrecher. Bereits in den ersten Wochen betritt Harry einen verbotenen Flügel, mit dem sein Schicksal beginnt.
Sehr positiv zu bewerten ist allerdings seine Loyalität gegenüber seinen Freunden, dem Schulleiter und Hogwarts.

Sein bester Freund Ron Weasley ist eher das genaue Gegenteil von Harry. Anders als er, versucht er um jeden Preis aus seiner Rolle auszubrechen. Als zweitjüngstes Kind der Zaubererfamilie Weasley muss er Kleidung und Schulsachen seiner Geschwister auftragen und steht unter enormen Druck, denn seine Geschwister haben alle ihre Rolle in Hogwarts eingenommen. Percy ist Vertrauensschüler und die Zwillinge Fred und George sind die Spaßmacher der Schule und zudem Teil der Quidditch-Mannschaft.
Während sich Ron und Harry direkt auf Anhieb verstehen, entsteht zwischen Ron und Hermine eher eine Art Hassliebe.

Hermine Granger ist ein außergewöhnliches Mädchen, dass als Mensch bereits mehr über die Zauberei weiß, als so mancher Schüler, der in einer Zaubererfamilie aufgewachsen ist. Schnell wird klar, welch Talent in ihr steckt. Sie ist die beste Schülerin in ihrem Jahrgang und liebt es, in ihren Büchern zu lesen und die Bibliothek aufzusuchen. Durch ihre disziplinierte Art ist es ihr besonders wichtig, die Schulregeln einzuhalten.
Während sie mit Harry nach einiger Skepsis ein freundschaftliches Verhältnis aufbaut, fällt es ihr bei Ron dagegen schwer, da sie sich ständig gegenseitig provozieren und auf ihre Schwächen hinweisen.

Aber auch alle anderen Charaktere sind wunderbar gelungen und glänzen durch ihre facettenreiche Art.

Joanne K. Rowling hat es geschafft, dass ich mich sehr schnell als Teil des Ganzen gefühlt habe und immer wieder in und um das Leben von Hogwarts eintauchen möchte.

Wer die Potter-Reihe bislang noch nicht gelesen hat, verpasst einiges, denn dieses Buch ist weit mehr als nur ein Kinderbuch.

Unbedingt lesen! 🙂

11 Kommentare zu „Joanne K. Rowling – Harry Potter und der Stein der Weisen

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