Rezension

Maggie Stiefvater – Lamento (Books of Faerie #1)

Kurzbeschreibung
Immer wieder träumt die 16-jährige Deirdre von einem geheimnisvollen Jungen namens Luke. Doch das sind nur Träume, oder? Das Mädchen kann es kaum glauben, als ihr Luke bei einer Schulaufführung plötzlich leibhaftig gegenübersteht. Noch seltsamer wird es, als ihre Großmutter sie eindringlich vor dem Jungen warnt und sie bittet, sich von ihm fernzuhalten. Das ist längst unmöglich für Deirdre: Sie hat sich unsterblich verliebt. Doch Luke ist nicht der, für den sie ihn hält. Als er plötzlich spurlos verschwindet und Deirdre sich auf die Suche nach ihm macht, gerät sie mitten hinein in einen magischen Krieg, der seit Jahrhunderten währt. Und sie erfährt, dass der Junge, den sie liebt, von der rachsüchtigen Feenkönigin mit einem ganz bestimmten Auftrag zu ihr geschickt wurde: Um sie zu töten… ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich darf eigentlich nicht von Dir fasziniert sein…“

Die 16-jährige Deirdre hat Lampenfieber. Als Musikerin hat sie regelmäßig ihre Auftritte, doch diese übersteht sie nur, indem sie sich kurz vorher auf der Toilette übergibt.
Als sie sich bei einem Musikwettbewerb übergeben muss, steht plötzlich Luke Dillon hinter ihr, der sich um sie kümmert.
Das merkwürdige daran: Sie kennt Luke nur aus ihren Träumen.

Da sie sich auf Anhieb verstehen, wollen sie bei diesem Wettbewerb als Duo auftreten und verzaubern damit das Publikum und die Juroren. Sie gewinnen den Wettbewerb, doch dann verschwindet Luke plötzlich und taucht erst wenig später bei ihr vor dem Haus auf.
Doch woher weiß er, wo sie wohnt?
Deirdre merkt schnell, dass etwas mit ihm nicht stimmt und er Geheimnisse in sich birgt. Allerdings nimmt sie dies zunächst unkommentiert hin.
Doch warum ist ihre Familie gegen Luke, obwohl sie diesen nicht einmal kennen?

Schnell kommen sie sich näher und sie verliebt sich in Luke – mit ungeahnten Folgen…

„Lamento“ ist mein erstes Buch von Maggie Stiefvater.
Ich war schon lange neugierig auf diese Autorin und ich wurde nicht enttäuscht. Ihr Schreibstil ist einmalig und hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Vor allem die Art und Weise, wie sie ihre Charaktere beschreibt ist ihr besonders gelungen.

Deirdre ist ein junges und selbstbewusstes Mädchen, dass schon früh lernen musste, Verantwortung zu zeigen. Durch ihre Auftritte schöpft sie Selbstbewusstsein und lebt für die Musik.
Doch ansonsten ist sie eine Außenseiterin. Die Leute beurteilen sie immer nur nach ihrem Talent und nicht nach ihrem Charakter.
So stört es sie zunächst auch, dass Luke sie für ihre Musik als sehr außergewöhnlich und talentiert bezeichnet:

„Nur dieses eine Male wollte ich nicht, dass jemand sah, was ich konnte, und davon eingeschüchtert oder beeindruckt war. Ich wollte, dass jemand nur mich sah, was mich ausmachte, und davon fasziniert war. Ich hatte es satt, mir von Leuten, die nicht das Geringste über mich wussten, anhören zu müssen, wie großartig und phantastisch ich doch sei.“

Merkwürdig finde ich jedoch, wie naiv sie trotz ihrer Reife an die Sache mit Luke herangeht. Da habe ich mir mehr Vorsicht und Vernunft gewünscht. So wirkt das ganze ein wenig überholt.

Aber auch andere Charaktere wie Luke oder auch ihr bester Freund James sind der Autorin sehr gut gelungen.

Luke kam mir zunächst sehr suspekt vor. Seine ganzen Geheimnisse ließen mich ein wenig an seinen Gefühlen und Taten zweifeln. Allerdings konnte er mich im Laufe der Geschichte immer mehr von sich überzeugen und wurde immer authentischer.

James ist das genaue Gegenteil von Luke. Während Luke meist alles sehr ernst meint und seiner geraden Linie treu bleibt, hat man bei James eher das Gefühl, dass er in den Tag hinein lebt und sich und sein Umfeld nicht allzu ernst nimmt.
Sein Humor ist ansteckend und sein Talent für die Musik ist faszinierend. Ein ganz toller Charakter, der es verdient hat, mehr in den Vordergrund gerückt zu werden.
Im Folgeband „Ballade“ wird man übrigens mehr von ihm erfahren. Darauf bin ich schon besonders gespannt.

Allerdings hat mich das Ende der Geschichte ein wenig enttäuscht. Während die Geschichte eigentlich immer mysteriös und spannend blieb, kam mir das Ende doch zu unspannend und vorhersehbar rüber.

Die Covergestaltung ist wunderschön und bildet Deirdre ab. Allerdings kommt sie mir hier deutlich älter rüber als 16. Die Blumenverzierungen sind wunderschön und passen gut zu der Geschichte.
Auch die Kurzbeschreibung ist wunderbar spannend geschrieben, ohne zu viel zu verraten.

Wer romantische Fantasy mag, wird dieses Buch lieben.

Reihenfolge
Lamento
Ballade
Requiem (dt. Titel unbekannt)

5 Kommentare zu „Maggie Stiefvater – Lamento (Books of Faerie #1)

  1. Ich fand das Buch nur mittelmaßig. Maggies Wolfsbücher sind mehr mein Fall.
    Ich weiß ja nicht genau, was für Fragen für dich noch offen geblieben sind, aber lass dir gesagt sein, dass Ballade keine direkte Fortsetzung ist sondern eher mit den gleichen Charakteren (und auch mit Feen) arbeitet.

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