Rezension

Michael Borlik – Nox – Das Erbe der Nacht

Kurzbeschreibung
Unsere Welt wird bewohnt von Menschen und den Kindern der Nacht Hexen, Werwölfen und Vampiren. Der Rat der Nox wacht über das empfindliche Gleichgewicht zwischen Gut und Böse. Und Tara stellt eine Bedrohung für dieses Gleichgewicht dar, denn in ihr vereinen sich zwei der drei Blutlinien der Nacht. Als der Halbdämon Sky ihr einen Weg anbietet, sich aus dem Schatten der Prophezeiung, der über ihr liegt, zu lösen, greift Tara mutig zu. Sie hat nichts mehr zu verlieren. Und der Weltuntergang muss verhindert werden koste es, was es wolle…

Meine Meinung
Tara, eine junge Hexe, hat nur einen Wunsch: Endlich ein normales und geregeltes Leben zu führen. Doch dies wird ihr von allen Seiten vergönnt. Sie führt ein Leben in Angst und ist stets bereit zur Flucht, was ihre Familie auch schon oft genug tun musste.
Als wären die Kopfgeldjäger der Nox nicht schon schlimm genug, stellt sich bald heraus, dass auch ihre verhasste und eigentlich längst verstorbene Großmutter Evelyn Gramstone hinter ihr her ist.

Nox ist ein Rat, bzw. Büdnis zwischen Menschen, Vampiren, Hexen und Werwölfen, die eine friedliche Koexistenz zwischen den Völkern aushandeln und für den Frieden der verschiedenen Arten sorgt.
Hauptsitz der Nox ist der Turm der Seelen, der sich im Himalaya-Gebirge befindet.

Evelyn Gramstone wurde vor Jahren auf dem Scheiterhaufen verbrannt, hat aber wie durch ein Wunder überlebt.
Sie spricht die Prophezeihung aus, dass Lilith, ein Engel, wieder aufersteht und Tara diejenige ist, die diese Prophezeihung erfüllen soll. Dazu soll Tara das Kind eines Werwolfs austragen, damit alle drei Blutlinien vereint sind.
Dies will Nox verhindern.

Als Gramstone Taras Eltern entführt und diese nun auf sich allein gestellt ist, wird sie von Sky, einem Halbdämonen, vor ihrer Großmutter gerettet. Zusammen mit ihm flüchtet sie vor Gramstone und kämpfen ums Überleben. Gleichzeitig wollen sie Wege und Mittel finden, wie man Gramstone endgültig vernichten kann.

Schon bald sind sie nicht mehr alleine, denn sie finden in Danny und Taylor, die ebenfalls auf der Flucht sind, treue Gefährten…

Michael Borlik hat mit „Nox – Das Erbe der Nacht“ ein tolles Fantasy-Jugendbuch geschrieben, dass von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt.

Schon allein der Prolog liest sich spannend und erklärt, wie und durch wen die Geschöpfe der Nacht (Vampire, Hexen, Werwölfe…) entstanden sind.

Das Buch liest sich spannend und flüssig und überzeugt neben seiner Spannung mit seinen tollen Charakteren, die von Anfang an überzeugen.

Vor allem Tara und Sky sind dem Autor sehr gelungen.
„Nox“ ist hauptsächlich aus Taras Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben.
Sie wirkt sehr reif für ihr Alter und geht mit dem nötigen Gefühl an ihre Mission, ihre Großmutter zu töten.
Besonders interessant ist hierbei, dass sie sich nicht nur auf ihr Gespür verlässt, sondern auch die Geschöpfe so nimmt, wie sie sind.
So fühlt sie sich trotz aller Skepsis Sky gegenüber nach nur kurzer Zeit mit ihm verbunden.

„Wir hatten erstaunlich viel gemeinsam. Beide waren wir Außenseiter. Beide lebten wir in der ständigen Furcht, die Menschen könnten unsere wahre Identität entdecken. Das machte uns zwar nicht automatisch zu Freunden, aber es war etwas, das uns miteinander verband.“

Aber auch zu Taylor, einem Werwolf, und Danny, einen Menschen, baut Tara schnell eine Beziehung auf. Während Taylor aus seinem Rudel geschmissen wurde, wurde Danny jahrelang von seinem Onkel aufgrund seiner Homosexualität geschlagen und gedemütigt und wirkt dadurch noch heute sehr zerbrechlich und sensibel.

So gibt Tara ihm folgenden Rat:

„Das Herz ist das verwundbarste von unseren Organen. So zerbrechlich wie hauchdünnes Prozellan. Aber es ist auch das einzige, das auf erstaunlich vielfältige Weise wieder heilen kann.“

Aber auch bei Sky stellt sich schnell heraus, dass er mehr als nur der harte Kerl ist. Seine sensible und zerbrechliche Seite machen ihn zu einem Charakter, den man in diesem Buch nicht missen mag.

Die Covergestaltung ist schlicht, aber wunderbar passend. Ein optisches Highlight neben dem Cover ist die Darstellung der einzelnen Kapitel. Während die Kapitel aus Taras Sicht in weiß gehalten sind, ist die Geschichte aus der Sicht des Raben, der Tara stets beobachtet, auf schwarze Seiten niedergeschrieben.

„Nox – Das Erbe der Nacht“ verbindet so viele Fantasyfiguren, dass für jeden etwas dabei ist. Hier werden nicht nur Vampirfans auf ihre Kosten kommen.

Sehr empfehlenswert.

Für die nette Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim .

Ein Kommentar zu „Michael Borlik – Nox – Das Erbe der Nacht

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