Rezension

Rachel Ward – Den Tod im Blick (Numbers #1)

Kurzbeschreibung
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.
Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt – und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es – um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher…
~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

____________________________________________________________

Meine Meinung
Jem ist eine Einzelgängerin. Aber das stört sie nicht, sie ist es gerne, denn so kann sie sich von Menschen fernhalten und vermeiden, ihnen in die Augen zu schauen. Sie hat eine ganz besondere Gabe, denn sie kann in den Augen der Menschen deren Todesdatum ist.

Als sie auf ihren Mitschüler Spinne trifft, sieht sie sein Todesdatum – er hat nur noch 3 Monate zu leben. Doch so sehr sie sich auch gegen den Kontakt zu ihm wehrt, freunden sie sich immer mehr an.

Jedoch steckt diese Freundschaft auch voller Probleme. So ist Spinne genau wie Jem ein Außenseiter. Als diese bei einer Schularbeit von einem Mitschüler beleidigt wird, rastet Spinne aus und wird für drei Wochen von der Schule verwiesen.
Aber auch Spinne’s Großmutter kommt ihr sehr mysteriös vor, denn diese erkennt ihre Gabe. Jedoch kann sich Jem ihr vorerst nicht anvertrauen und streitet alles ab.

Als Jem auch noch in den Augen eines Obdachlosen das Todesdatum liest, gerät sie in Panik, denn in seinen Augen steht das heutige Datum. Spinne und Jem verfolgen diesen, um zu erfahren, wie es passiert.

Bei einem Kartenkauf einen Tag später an einer Londoner Bahnstation kommt es zum Eklat, denn Jem kann in den Augen der Passanten das identische Todesdatum sehen. Als sie sich und Spinne vor dem Terroranschlag rettet, wird Spinne klar, dass etwas mit ihr nicht stimmt und eine einzigartige Hetzjagd beginnt…

Rachel Ward hat mit „Numbers“ ein tolles Erstlingswerk hingelegt, dass den Leser begeistert.

Die Geschichte wird in der Ich-Form aus der Sicht von Jem erzählt. Stellenweise spricht sie dabei auch den Leser direkt an, indem sie von gewissen Dingen erzählt und sich dabei beim Leser rechtfertigt.
Dadurch wird besonders ihre Einsamkeit und Verzweiflung hervorgehoben, die sie durch ihre Gabe durchstehen muss.

Die Charaktere sind toll ausgewählt und wirken auf mich sehr interessant, besonders Spinne und seine Oma haben es mir angetan.
Interessant ist auch Spinnes Verhalten außerhalb des Hauses seiner Oma. Während er dort der liebe Enkel ist, spielt er draußen eine ganz andere Rolle. So wird er z.B. mehrfach von der Schule suspendiert und führt alles andere als ein gesundes Leben.

Mit Jem konnte ich zunächst nicht viel anfangen, da es mir ein bißchen zu viel Schwarzmalerei war, jedoch hat sie mich mit jeder Seite mehr von sich überzeugt. Sie ist eine Kämpferin, die trotz aller Schicksalsschläge und Ängste nicht aufgibt. Man spürt regelrecht, wie sie im Zwiespalt mit sich selbst ist. Zum einen will sie sich den Menschen anvertrauen, damit sie nicht allein mit ihren Problemen ist, traut sich dann aber doch nicht, da sie befürchtet, dass man sie für verrückt halten könnte.
Ihre Einstellung und Denkweise ist daher auch stellenweise nüchtern. So zerstört sie z.B. nach ihrer Festnahme ihr ganzes Zimmer, ohne es großartig zu bereuen, denn: „Wenn man nichts hat, kann man auch nichts verlieren.“

„Numbers“ liest sich sehr flüssig und zieht den Leser direkt in den Bann. Sie saloppe Jugendsprache hat mir zwar zunächst nicht so sehr gefallen, störte mich aber zum Ende hin immer weniger.

Aber auch das Cover und der Klappentext überzeugen.
Während das Cover zunächst sehr schlicht erscheint, wird der Leser beim ersten Anfassen vom Gegenteil überzeugt.
Auch der Klappentext hält was er verspricht. Dieser liest sich sehr spannend und beschönigt nichts.

Ein ganz besonderer Jugendthriller für jung und alt, der durchaus lesenswert ist.

Reihenfolge
Den Tod im Blick
Den Tod vor Augen
Den Tod im Griff

Mit dem Erstellen eines Kommentars erklärst du dich bereit, dass deine Daten beim Abschicken des Kommentars gespeichert werden.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.