Lauren Weisberger – Ein Ring von Tiffany


Kurzbeschreibung
Emmy, Leigh und Adriana leben in New York und sind unzertrennliche Freundinnen. Allerdings sind sie auch völlig verschieden: Adriana ist ein echter Vamp, Emmy träumt von Mann und Kind, und Leigh scheut vor großer Nähe stets zurück. Als Emmy von ihrem Freund verlassen wird, beschließen alle drei auf ihre Art ihr (Liebes-) Leben umzukrempeln…

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Meine Meinung
Lauren Weisberger dürfte spätestens nach “Der Teufel trägt Prada” jedem Chick-Lit Fan ein Begriff sein. Da ich von Buch und Film sehr begeistert war, stand für mich sehr schnell fest, dass ich auch weitere Bücher von der Autorin lesen möchte. Allerdings hätte ich dies lieber nicht getan, denn das Hörbuch von “Ein Ring für Tiffany” ist eine Katastrophe.

Sonya Kraus und ich werden in diesem Leben wohl keine Freundinnen mehr. Da ich im Fernsehen ihre Sendungen und Auftritte stets meide, war dieses Hörbuch quasi meine ganz persönliche Challenge. Ich hätte mir eine andere Sprecherin gewünscht, die die Protagonistinnen sympathischer und authentischer gesprochen hätte. Stellenweise hatte ich bei Frau Kraus das Gefühl, dass sie keinen Spaß bei ihrer Arbeit als Sprecherin hatte und alles nur herunter gelesen hat. Das hätte man deutlich besser machen können, denn dadurch hat die Handlung enorm drunter gelitten.

Neben der Sprecherin sind auch die Charaktere ein Problem für mich gewesen. Normalerweise habe ich mit Protagonisten in Chick-Lit Romanen immer eine Menge Spaß, dies war hier allerdings nicht so, denn Emmy, Leigh und Adriana blieben erschreckend blass und haben sich während der Geschichte so gut wie gar nicht entwickelt. Die Kurzbeschreibung war sehr vielversprechend und hat eine Menge Gefühlswirrwarr und Chaos versprochen, allerdings blieb dies zum Großteil aus. Vielmehr ist die Geschichte insgesamt sehr vorhersehbar und klischeehaft. Die meisten Klischees sind zwar in den meisten Frauenromanen vertreten, allerdings war es mir in diesem Hörbuch schon fast zu viel.

Auch wenn man in der Regel weiß, wie solche Bücher ausgehen, springt einem das Ende quasi schon auf den ersten Seiten entgegen. Das mag zwar für einige ganz entspannt sein, da “Ein Ring für Tiffany” sehr leichte Kost ist, mir war es allerdings zu flach und zu unspektakulär, sodass ich mich weder in die Charaktere, noch in die jeweiligen Situationen hineinversetzen konnte. Die drei Frauen sind zum Großteil wahnsinnig oberflächlich und unfassbar dumm. Allerdings war mir zum Schluss nicht klar, ob diese Dummheit nur eine Masche oder traurige Wahrheit ist.
Themen wie Freundschaft, Selbstfindung, die Suche nach der großen Liebe und Shopping ist in quasi jedem Buch dieses Genres zu finden, allerdings habe ich es selten so schlecht umgesetzt erlebt. Wirklich schade!

Auch der Schreibstil ist relativ unspektakulär. Wortwitz und ein flüssiger Stil ist hier leider nicht zu finden. Vielmehr stolpert die Geschichte von Situation zu Situation, ohne wirklich im Gedächtnis zu bleiben. Alles, was mich an “Der Teufel trägt Prada” begeistert hat, ist bei “Ein Ring von Tiffany” leider nicht zu finden, was ich stellenweise sehr erschreckend finde, denn es ist quasi ein Unterschied zwischen Tag und Nacht.

Mit einer Länge von 4 Std. 48 Min handelt es sich um die gekürzte Hörbuchfassung.

Insgesamt hat mir “Ein Ring von Tiffany” leider nicht gefallen. Das liegt zum einen an der schlechten Sprecherin, zum anderen an der flachen Handlung, die selbst für Chick-Lit Verhältnisse mehr als vorhersehbar war und voller Klischees ist. Ein weiteres Buch von Lauren Weisberger werde ich wohl nicht mehr lesen.

Neu im Bücherregal

Mai 26, 2012 6 Kommentare

Ich würde mir momentan ja gerne selbst in den Hintern treten, wenn ich betrachte, was sich in letzter Zeit alles wieder angesammelt hat. Da habe ich den SUB um fast 100 Bücher abgebaut, nur um mir jetzt wieder einiges zu holen, schlimm. :(
Aber ich gelobe Besserung.
Dank der OnLeihe der Stadtbücherei Hamm hat sich in Sachen Ebooks wieder eine ganze Menge angesammelt. Zum Glück werden diese nach 2 Wochen automatisch gelöscht, sodass mein E-Reader nicht vollkommen überfüllt ist.

Wie man unschwer erkennen kann, werde ich der House of Night-Reihe doch noch einmal eine Chance geben, hoffentlich werde ich dies nicht bereuen.

P.C./Kristin Cast – Bestimmt (House of Night #9)
Joss Stirling – Finding Sky
Nina Blazon – Wolfszeit
Jürgen Domian – Interview mit dem Tod (bereits rezensiert)
Marc Levy – Wer Schatten küsst

Marie Matisek – Nackt unter Krabben
Gemma Halliday – Hollywood Gossip #1 – Mörderische Schlagzeilen
Ella Kingsley – Dancing Queen
Sophie van der Stap – Was, wenn es Liebe ist
Alexandra Kui – Lügensommer

Christina Hopkinson – Im Zweifel für den Angetrauten
Abby McDonald – Plötzlich Liebe
Sophie Page – Wie man einen Prinzen heiratet
Bridget Asher – Die Provence-Kur für gebrochene Herzen
Dan Wells – Sarg niemals nie

Neuerscheinungen im Juni 2012

Mai 25, 2012 2 Kommentare

Elizabeth Woods – Caras Schatten#
C.C. Hunter – Geboren um Mitternacht (Shadow Falls Camp #1)
Mariëtte Aerts – Zwischenwelten
Janina Ebert – Geisterzeilen
Heather Killough-Walden – Engelssturm – Uriel (Lost Angels #1)

Alexandra Monir – Timeless
Simon Kernick – Erlöst mich
Laura Lippman – Denn mein ist deine Seele
Lisa Unger – Gnade deiner Seele
Kristin Cast, Kelley Armstrong, Richelle Mead u.a. – Verdammt

Sarah Lukas – Der Kuss des Jägers
Mara Volkers – Vampirjagd
John Friedmann – Flaschendrehen furioso
Julia Kristin – Online fühle ich mich frei: Mein Leben im Netz
Laura Buzo – Wunder wie diese

Charlaine Harris – Vampir mit Vergangenheit
Thomas Themeyer – Der Atem des Teufels (Chroniken der Weltensucher #4)
Kathryn Lasky – Der Verrat (Die Legende der Wächter #7)
Sarah Dessen – Stop saying goodbye
Karen Rose – Todesherz

Richelle Mead – The Golden Lily: A Bloodlines Novel
Sara Shepard – Stunning (Pretty Little Liars #11)
Lindsey Kelk – I heart London
Terry Pratchett – The Long Earth
Nalini Singh – Tangle of Need

Robyn Carr – Happy End in Virgin River

Mai 22, 2012 1 Kommentar

Kurzbeschreibung
Brie Sheridan weiß nicht, woher sie die Kraft nehmen soll, weiterzuleben. Verstört und verletzt liegt die erfolgreiche Staatsanwältin nach einem brutalen Überfall im Krankenhaus, als sich die Tür öffnet und Mike hereinkommt. Der beste Freund ihres Bruders weiß als ehemaliger Marine, wie wichtig es ist, in schweren Zeiten Beistand zu haben. Aufopferungsvoll kümmert er sich um Brie, die mit seiner Hilfe wieder ins Leben zurückfindet. Doch je mutiger sie wird, desto weniger traut sie sich, ihren Gefühlen für Mike nachzugeben. Zu tief sitzen die Enttäuschungen der Vergangenheit. Erst als Mike ihr bei dem Prozess gegen ihren Peiniger zur Seite steht, erkennt sie die Tiefe seiner Liebe zu ihr.

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Achtung! Rezension kann Spoiler zu Band 1+2 enthalten!
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Meine Meinung
Virgin River – eine Reihe, die ich bislang gerne und intensiv verfolgt habe. Nachdem ich von den ersten beiden Bänden sehr angetan war, stand für mich fest, dass ich auch den dritten Band lesen möchte. Zwar liest sich der dritte Teil deutlich anders als seine Vorgänger, aber dennoch hatte ich meinen Spaß mit den Charakteren und dem verschlafenen Ort Virgin River.

Robyn Carr hat mal wieder alle Register gezogen und Virgin River erneut zu einem sehr liebevoll beschriebenen Ort gemacht, den ich sehr gerne immer wieder in Buchform besuche. Allerdings liest sich die Fortsetzung etwas anders als die bisherigen Bände, denn nun wird die Geschichte aus mehreren Sichten erzählt, anstatt immer nur aus ein bis zwei Perspektiven. Dies fand ich besonders gut, weil neue Charaktere so sehr gut eingeführt wurden und man bereits bekannte Charaktere noch besser kennen lernen konnte – und dabei habe ich Charaktereigenschaften entdeckt, die bislang eher nicht bekannt waren.

Besonders auffällig ist es bei Jack, der in diesem Band recht verändert rüber kommt. Bislang war er ein sehr ausgeglichener Mann, der mit jedem Bewohner gut auskommt und alles stets locker sieht. Allerdings reagiert er bei Brie und Mike alles andere als gelassen, vielmehr wirkt er sehr steif und verbissen, was so gar nicht zu seinem bisherigen Charakter passt. Auch wenn ich Jack in diesem Buch etwas weniger mochte als sonst, bleibt er dennoch ein gern gelesener Protagonist.

Neben Mike und Brie lernt man in diesem Buch die beiden Schüler Tommy und Brenda kennen, die bislang gänzlich unbekannt waren. Letztere lernt man eher im Hintergrund kennen, was jedoch ausreichend ist, da das Hauptaugenmerk hier klar auf Brie und Mike gerichtet ist. Beide stehen Jack sehr nahe, Mike ist einer seiner besten Freunde und Brie ist seine jüngste Schwester, auf die er besonders gut aufpassen möchte. Sie haben eine schwere Zeit durchgemacht. Während Mike bei einem Polizeieinsatz lebensbedrohlich verletzt wurde, muss sich Brie von einer Vergewaltigung erholen, die ihr ein ehemaliger Angeklagter angetan hat. Während Mike förmlich nach Virgin River geflüchtet ist und dort noch einmal von vorne anfangen möchte, fährt Brie eher mit gemischten Gefühlen nach Virgin River, um auf das Baby von Jack und Mel aufzupassen, während sie für ein paar Tage die Stadt verlassen.
Ihre jeweiligen Geschichten werden authentisch und ausführlich dargestellt. Während man beide bereits aus den Vorbänden als Nebenfiguren kennen lernen durfte, haben beide nun ihre nötige Zeit erhalten, um dem Leser ausführlich bekannt gemacht zu werden.

Allerdings wurden selbst mir die Handlungsstränge am Ende doch zu viel. Zwar haben alle Stränge eine Verbindung zueinander, aber bis diese endgültig zusammengeknüpft sind, dauert es eine Weile, was stellenweise dann doch zu vollgepackt wirkt. Jedoch hat Robyn Carr es erneut geschafft, dass jede Seite etwas Besonderes ist, wovon ich nur sehr selten losgekommen bin. Die Autorin bleibt sich und ihren Charakteren treu und schafft eine perfekte Mischung aus alten und neuen Charakteren, sowie die allgemeine Entwicklung der Stadt Virgin River.

Die Covergestaltung ist wunderschön und übertrifft erneut das Originalcover. Die warmen Farben und der See geben zusammen ein romantisches Bild ab, welches man sehr gerne live erleben möchte. Ein Kritikpunkt ist jedoch die Kurzbeschreibung, die mir zu sehr in die Irre führt, da es in diesem Buch alles andere als nur um Brie geht. Es wäre schön gewesen, wenn man sich nicht nur auf sie fixiert hätte, da man sonst schnell falsche Erwartungen hat.

Insgesamt konnte mich auch dieser Band der Virgin River Reihe voll und ganz überzeugen. Sympathische Charaktere und eine wunderbar beschriebene Kleinstadt machen diese Reihe zu einem großartigen Erlebnis, das man nicht missen mag. Ich freue mich auf den vierten Band, der sich bereits in meinem Besitz befindet.

Reihenfolge
Neubeginn in Virgin River
Wiedersehen in Virgin River
Happy End in Virgin River
Wintermärchen in Virgin River
Ein neuer Tag in Virgin River
Verliebt in Virgin River
Zurück in Virgin River (Juli 2012)
Under the Cristmas Tree (noch ohne dt. Titel)
Gemeinsam stark in Virgin River (Oktober 2012)
Endlich bei Dir in Virgin River (Januar 2013)
Moonlight Road (noch ohne dt. Titel)
Midnight Confessions (noch ohne dt. Titel)
Promise Canyon (noch ohne dt. Titel)
Wild Man Creek (noch ohne dt. Titel)
Harvest Moon (noch ohne dt. Titel)
Bring Me Home for Christmas (noch ohne dt. Titel)
Hidden Summit (noch ohne dt. Titel)
Redwood Bend (noch ohne dt. Titel)
Sunrise Point (noch ohne dt. Titel)

Norah McClintock – Zwei Schritte hinter mir

Mai 20, 2012 2 Kommentare

Kurzbeschreibung
Zwei Mädchen verschwinden aus Stephanies Dorf – das Wort vom Serienmörder geht um. Stephanie nimmt es auf die leichte Schulter – so was würde ihr nie passieren. Falsch gedacht. Auf dem Heimweg überfällt und betäubt sie ein Unbekannter – sein Gesicht kann Stephanie nicht erkennen. Am nächsten Tag wacht sie in einer Hütte mitten im Niemandsland auf – gefesselt und allein. Stephanie befreit sich, doch noch ist sie nicht in Sicherheit: Sie muss durch den gefährlichen, wilden Forst nach Hause finden – und der Entführer ist immer zwei Schritte hinter ihr…

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Meine Meinung
Bücher aus der Sicht einer Entführten gibt es haufenweise. Da ich die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Protagonisten jedoch bislang immer interessant fand, hat “Zwei Schritte hinter mir” sehr schnell mein Interesse geweckt.

Allerdings ist dies auch stellenweise recht schnell wieder verflogen. Das Buch an sich wird zwar zum Großteil spannend erzählt, aber leider treten vermehrt Wiederholungen auf, die mich im Laufe der Geschichte immer mehr genervt haben.
Es ist klar, dass eine Entführte Angst hat und um ihr Leben rennt, es ist auch ganz klar, dass diese Hunger und Durst hat, aber muss man dies wirklich auf jeder zweiten Seite ausführlich erwähnen? Das war mir ein bisschen zu viel des Guten.

Die Flucht selbst wird auch eher mittelmäßig erzählt. Im Grunde genommen hat die Autorin viele gute Ansätze, die auch zu gefallen wussten, so wird z.B. der Wald und die restliche Umgebung sehr ausführlich beschrieben, sodass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Die Protagonistin bleibt dagegen extrem blass. Man merkt, dass sie sich zuhause nicht wohl fühlt und sie sehr abgeklärt wirkt. Ihre Angst hat sie erstaunlich gut im Griff und sie weiß sehr gut, wie sie sich in der Wildnis zu verhalten hat, was durch ihren Großvater begründet wird. Diese Erfahrungen sind natürlich Gold wert, allerdings hätte ich mir bei diesem Genre ein bisschen mehr Verzweiflung und Ängste gewünscht.

Wirklich authentisch ist Steph allerdings, wenn es um ihre familiäre Situation geht. Ihr Vater verstarb bei einem Autounfall und ihre Mutter hat sich nach nur drei Monaten in einen anderen Mann verliebt, den sie später auch heiraten möchte. Für Steph eine unerträgliche Situation, denn der neue Mann an der Seite ihrer Mutter ist das genaue Gegenteil von ihrem Vater. Während dieser im Job und privat erfolgreich war, ist er eher jemand, der ziellos in den Tag hineinlebt.

Das Ende war leider sehr vorhersehbar und bat keinerlei Überraschungen, die ich mir so sehr für dieses Buch gewünscht hätte. Stellenweise ging es mir zu schnell, dazu kam noch das Gefühl, dass die Autorin die Geschichte unbedingt beenden wollte, da ihr langsam die Ideen ausgingen.

Die Covergestaltung gefällt mir dagegen gut. Steph wird glaubwürdig dargestellt und die Hand am Baum ist sehr wegweisend für die komplette Geschichte. Die Kurzbeschreibung ist mir jedoch ein wenig zu übertrieben dargestellt, denn hier stimmt nur die Hälfte davon. Der Satz “Und der Entführer ist immer zwei Schritte hinter ihr” führt während der Geschichte doch sehr in die Irre, da dies hier eher nicht der Fall ist.

“Zwei Schritte hinter mir” hätte mit Sicherheit ein spannender Jugendthriller werden können, wenn die Autorin die Protagonistin anders dargestellt hätte. Da sie mir jedoch oftmals zu abgeklärt wirkte, konnte mich die Handlung nur bedingt unterhalten. Durch die vielen Wiederholungen kann ich nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung abgeben. Für Thriller Fans ist das Buch mit Sicherheit eine Bereicherung, für Liebhaber von Jugendbüchern ist dieses Buch wohl nur eines unter vielen.

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Jürgen Domian – Interview mit dem Tod

Mai 18, 2012 2 Kommentare

Kurzbeschreibung
Für den, der wirklich lebt, spielt Zeit keine Rolle.

Jürgen Domian ist Moderator der Telefon-Talkshow »Domian«. In seiner Sendung hat er mit rund zwanzigtausend Interviewpartnern gesprochen – vom Mörder bis zum Lottomillionär, vom Show-Star bis zum Obdachlosen, vom Priester bis zum Satanisten. Einer fehlt in der langen Reihe seiner Talk-Gäste, denn er ist scheu und meidet die Öffentlichkeit. Er zählt zu den Top-Prominenten dieser Welt, hat tausend Gesichter, aber nur eine Aufgabe. Er ist alt und doch für immer jung, er ist äußerst fleißig und schläft nie. Einige nennen ihn »Gevatter« oder »Schnitter«, für andere ist er schlicht: der Tod.

Nun hat Domian mit ihm gesprochen, in diesem Buch…

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Meine Meinung
Jürgen Domian, bekannt für seine nächtliche Sendung “Domian” auf 1LIVE und dem WDR, hat in seiner Sendung mit tausenden Menschen gesprochen. Dabei gibt es keine Tabuthemen, vielmehr versucht Domian, jedem Thema gerecht zu werden, indem er offen seine Meinung nennt und dem Anrufer eine Stütze ist oder ihn sogar für dessen Meinung kritisiert. Jetzt, nach 20.000 Anrufern, fehlt Jürgen Domian nur noch ein Anrufer, mit dem er noch nicht gesprochen hat: der Tod.
In “Interview mit dem Tod” setzt sich der sympathische Moderator ausführlich mit dem Tod auseinander und spricht über seinen Glauben, bzw. Nichtglauben, seine Meinung zum Tod und berichtet über ehemalige Anrufer, die ebenfalls etwas zum Thema Sterben beigetragen haben.

Auch wenn das Interview mit dem Tod fiktiv ist, liest es sich unglaublich authentisch, vor allem, weil der Tod bei den meisten Fragen keine klaren Antworten gibt. Hätte der Autor bei den Antworten zu sehr seine eigene Meinung einfließen lassen, hätte es sich holpriger gelesen. So wurde aber ein wunderbares Interview geschaffen, dass immer wieder von persönlichen Eindrücken von Jürgen Domian unterbrochen wird.
Diese wirken aber alles andere als deplatziert, vielmehr passen sie immer zur jeweiligen Interviewsituation und lesen sich alles andere als langweilig. Interessant ist dabei, wie der Autor früher und auch heute noch mit dem Tod umgeht. Bereits in jungen Jahren hat er sich mit dem Tod beschäftigt und die unbeantworteten Fragen haben ihn so sehr belastet, dass er sich in die Religion geflüchtet hat, bis sein Glaube mit Anfang zwanzig wie ein Kartenhaus zusammenbrach.

Neben dem Tod selbst und Religion ist aktive Sterbehilfe ein großes Thema, bei der Jürgen Domian klare Position bezieht. So ist er für die aktive Sterbehilfe, da er für sich selbst entscheiden möchte, wann sein Leben im Falle einer Krankheit oder ähnlichen Dingen, beendet wird. Ich finde es sehr mutig, dass er sich so klar dazu äußert, da es auch genug Menschen gibt, die diese Meinung nicht nachvollziehen können. Schon allein für die Offenheit und der Art, seine Meinung anderen nie aufdrängen zu wollen, muss man Domian einfach mögen und respektieren.

Auch wenn es in diesem Buch kaum neue Erkenntnisse für mich gab, muss ich sagen, dass ich es unglaublich faszinierend und interessant fand, dass ein eher trockenes Thema so lebendig dargestellt wird. Viele Menschen verdrängen den Tod und leben im Hier und Jetzt. Domian erinnert daran, dass er allgegenwärtig ist und zum Leben dazu gehört, aber man sich dennoch davon nicht unterkriegen lassen soll. Eine gute Meinung, die ich nur unterschreiben kann.

Insgesamt ist “Interview mit dem Tod” ein grandioses Buch, das zum Nachdenken anregt und so manche Meinung zum Kippen bringt. Jürgen Domian ist nicht nur wahnsinnig sympathisch, sondern hat auch einiges drauf, was er u.a. bereits bei “Der Gedankenleser” bewiesen hat. Ein Buch für alle, die sich für das Thema Sterben und Religion interessieren.

Chas Newkey-Burden – Adele: Die Biografie

Mai 16, 2012 5 Kommentare

Kurzbeschreibung
Die zweifache Grammy-Gewinnerin Adele erobert weltweit die Charts und weiß mit ihrer unglaublich markanten Stimme und ihren gefühlvollen Songs zu begeistern. Ganz ohne ausgefallene Kostüme und skandalträchtige Musikclips schafft es die Souldiva, die ihre Alben schlicht nach dem Alter benennt, in dem sie sie aufgenommen hat, die Kritiker und Fans von sich zu überzeugen.
Die erste Biografie des neuen Sterns am Pophimmel erzählt vom kometenhaften Aufstieg der jungen Londonerin, die heute bereits in einem Atemzug mit Größen wie Aretha Franklin und Dusty Springfield genannt wird. Ein Highlight für Musikliebhaber und Fans der talentierten Künstlerin.In der reich illustrierten Biografie beleuchtet Chas Newkey-Burden Adeles Werdegang und ihren Aufstieg zur modernen Souldiva wie sie in einer multikulturellen Nachbarschaft Nordlondons aufwuchs, zusammen mit Leona Lewis, Kate Nash und Katie Melua die Schulbank drückte und schließlich auszog, um die Musikwelt zu erobern.
Darüber hinaus befasst sich das Buch mit Adeles Leidenschaft für unterschiedliche Musikstile: Sie war als Teenager ein glühender Fan der Spice Girls, entdeckte später R&B für sich und bewundert Etta James und Ella Fitzgerald.
Zahlreiche O-Töne und Fotos dokumentieren den Weg der Sängerin von ihrem Plattenvertrag bei XL Recordings bis zu ihrem Durchbruch in Amerika, den sie mit ihren wunderschönen autobiografischen Songs über schwierige Beziehungen, Liebeskummer und enttäuschte Gefühle geschafft hat. Ein wahres Lesevergnügen für Fans der bodenständigen Singer-Songwriterin!

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Meine Meinung
Adele – eine britische Sängerin, die man spätestens im Jahr 2011 nicht mehr überhören konnte. Nach “19″ hat sie mit ihrem zweiten Studioalbum “21″ sämtliche Rekorde gebrochen und ist endgültig zum Weltstar aufgestiegen. In ihrer Biografie wird ausführlich auf ihre Kindheit und ihre Karriere eingegangen, die zum Glück noch lange nicht vorbei ist.

Da ich ein großer Fan von Adele bin und ich sie in Interviews immer wahnsinnig sympathisch fand, war es für mich ein absolutes Muss, dieses Buch zu lesen. Enttäuscht wurde ich dabei nicht, allerdings würde ich diese Biografie nicht als solche bezeichnen, denn viel mehr wird hier mehr auf die Studioalben und deren Entstehung eingegangen, als auf ihre Vergangenheit. Dies finde ich allerdings richtig gut, denn Adele hat in Interviews immer betont, dass die Musik bei ihr im Vordergrund steht.

Chas Newkey-Burden beschreibt die Arbeit von “19″ und “21″ sehr intensiv und emotional. Es wird noch einmal ausführlich geschildert, welche Emotionen Adele mit den Songs verbindet und in welchen Situationen sie diese geschrieben hat. Dabei werden zahlreiche Zitate der Sängerin aufgelistet, die berühren und zum Nachdenken anregen:

“Ich würde meine Musik als untröstlichen Soul bezeichnen – jämmerliche Liebeslieder über das Jämmerlich-Sein!” – Seite 58

“Ich war sehr traurig, als ich dieses Album geschrieben habe. Und ich denke, das merkt man an der Musik” – Seite 63

Sehr interessant ist auch das Kapitel, in dem über die vielen Gesichter des Ruhms berichtet wird. Dass es viele Neider gibt, ist in der Musikwelt nahezu selbstverständlich. Genauso normal ist es für einige Künstler, Produzenten und Manager, andere als kleiner anzusehen. So hat man anfangs versucht, die Sängerin optisch zu verändern, damit sie größere Menschenmassen ansprechen kann. Zum Glück hat Adele sich nicht verbiegen lassen, denn dies hat sie absolut nicht nötig. Gleichzeitig wird aber auch über die Sonnenseiten berichtet, der man der sympathischen Sängerin von Herzen gönnt.

Ebenfalls interessant sind die Aufzeichnungen über Adeles Durchbruch in den USA und wie sie die Grammy Awards empfunden hat. Nachdem sie bereits für ihr Debütalbum “19″ zwei Grammys gewinnen konnte, war sie 2012 mit ihrem zweiten Album “21″ und den Songs “Rolling in the deep” und “Someone like you” die große Gewinnerin und konnte gleich sechs der begehrten Preise einheimsen, indem sie Stars wie Lady Gaga, Katy Perry und Rihanna ausstechen konnte. Gleichzeitig wird einem aber auch bewusst gemacht, wie schwer es tatsächlich ist, in Nord- und Südamerika Karriere zu machen.

Etwas negativ zu bewerten, ist der Preis, denn 15 EUR für gerade mal knapp 150 Seiten sind schon sehr happig. Allerdings sind so viele wunderschöne Fotos und Fakten im Buch enthalten, sodass man gerne darüber hinweg sieht, anstatt sich über den Preis zu ärgern. Die Fotos sehen allesamt sehr hochwertig aus und zeigen Adele in den verschiedensten Momenten. So kann man sie u.a. auf roten Teppichen, auf der Bühne, im Tonstudio und privat erleben, was eine gute und abwechslungsreiche Mischung ist.

“Adele: Die Biografie” hat mich insgesamt sehr unterhalten und ich habe das Gefühl, diese wunderbare Sängerin nun besser zu kennen. Hoffentlich wird sie die Menschen weiterhin mit ihren melancholischen Songs bereichern und eine lange Karriere vor sich haben. Ein Muss für jeden Fan!

Zum Schluss noch ein kleines Leckerli für alle, die von Adele nicht genug bekommen: ein wunderbarer Ausschnitt ihrer DVD “Live At The Royal Albert Hall”.

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